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Comprehensive Catheter & Guidewire SystemsFebruary 21, 2016INVAMED Medical Affairs

Führungskatheter vs. diagnostische Katheter: Unterschiede

Führungskatheter vs. diagnostische Katheter: wie sich Design, Lumengröße und Funktion unterscheiden und wie beide in den Workflow passen.

Diagnostische Katheter und Führungskatheter werden häufig verwechselt, da sie überlappende Formen aufweisen können und auf ähnliche Weise durch das Gefäßsystem vorgeschoben werden. Sie sind jedoch für unterschiedliche Zwecke innerhalb des interventionellen Workflows konzipiert, und das Verständnis der Unterschiede zwischen Führungskathetern und diagnostischen Kathetern verdeutlicht, warum Anwender einen Katheter im Verlauf eines Eingriffs häufig gegen den anderen austauschen.

Was ist ein diagnostischer Katheter?

Ein diagnostischer Katheter ist in erster Linie dafür ausgelegt, Kontrastmittel zu Bildgebungszwecken in ein Zielgefäß oder eine Zielkammer abzugeben. Diese Katheter sind im Allgemeinen kleiner in der French-Größe und weisen ein dünneres Wandprofil auf, da ihre Hauptfunktion darin besteht, einen ausreichenden Kontrastmittelfluss und eine Gefäßopazifizierung zu ermöglichen, statt die Passage größerer interventioneller Devices zu unterstützen. Diagnostische Katheter werden typischerweise während der Angiographie eingesetzt, um die Anatomie darzustellen, interessierende Bereiche zu identifizieren und die nachfolgende Behandlungsplanung zu unterstützen.

Was ist ein Führungskatheter?

Ein Führungskatheter, manchmal auch als Guiding-Katheter bezeichnet, ist so konzipiert, dass er einen stabilen, unterstützenden Zugangsweg bietet, durch den interventionelle Devices, wie Ballons, Stents oder Embolisationsinstrumente, zur Behandlungsstelle vorgeschoben werden können. Führungskatheter verfügen im Allgemeinen über ein größeres Innenlumen im Verhältnis zum Außendurchmesser, dickere oder verstärkte Wände für Pushability und Drehmomentübertragung sowie eine Form, die so konzipiert ist, dass sie sich sicher am Ursprung des Zielgefäßes positioniert, um einer Verschiebung während der Devicezufuhr zu widerstehen.

Wesentliche Unterschiede im Überblick

Merkmal Diagnostischer Katheter Führungskatheter
Primäre Funktion Kontrastmittelzufuhr für die Bildgebung Zugangsweg für die Zufuhr interventioneller Devices
Wandaufbau Dünneres Wandprofil Verstärkte, häufig geflochtene Wand
Lumengröße im Verhältnis zum Außendurchmesser Kleiner Größer, um Devices aufzunehmen
Positionierungsstabilität Weniger kritisch Wichtig für die prozedurale Stabilität
Typische Anwendungsphase Diagnostische Bildgebungsphase Interventionelle Behandlungsphase

Wie beide in einem Eingriff zusammenwirken

Viele interventionelle Eingriffe beginnen mit einer diagnostischen Katheterisierung, um die Zielanatomie zu charakterisieren. Sobald der Arzt feststellt, dass eine Behandlung indiziert ist, wird der diagnostische Katheter über einen Führungsdraht gegen einen Führungskatheter ausgetauscht, der passend geformt und dimensioniert ist, um die geplante Intervention zu unterstützen. Dieser Austausch spiegelt die unterschiedlichen mechanischen Anforderungen wider, die an das Device gestellt werden, sobald therapeutische Instrumente und nicht mehr nur Kontrastmittel durch das Lumen geführt werden müssen.

Designüberlegungen für Führungskatheter

Das AngioCATH Führungskathetersystem von INVAMED veranschaulicht mehrere dieser Designprinzipien in der Praxis. Es wird aus PEBAX- und PA-Polymermaterialien mit einer PTFE-Beschichtung hergestellt, die ein reibungsarmes Device-Tracking und eine präzise Kontrastmittelzufuhr unterstützen soll, und ist in einer Reihe von Außendurchmessern (4F bis 10F) und Innendurchmessern (0,043 Zoll bis 0,117 Zoll) erhältlich, um sowohl diagnostische als auch interventionelle Anwendungen in kardialer und peripherer Anatomie zu unterstützen. Katheterlängen von 90 cm oder 120 cm sind verfügbar, um unterschiedliche anatomische Distanzen abzudecken.

Häufig gestellte Fragen

Kann derselbe Katheter sowohl diagnostisch als auch als Führungskatheter fungieren?

Manche Kathetersysteme sind mit einer Doppelfunktionalität im Sinn konzipiert, doch im Allgemeinen sind diagnostische Katheter und Führungskatheter für unterschiedliche mechanische Anforderungen optimiert. Die Wahl hängt von der jeweiligen Deviceplattform und dem Behandlungsplan ab.

Warum benötigen Führungskatheter größere Lumen?

Ein größeres Innenlumen im Verhältnis zum Außendurchmesser ermöglicht es interventionellen Devices, wie Ballon- oder Stent-Zufuhrsystemen, durch den Führungskatheter zu passieren, während dieser im Gefäß positioniert bleibt, was die therapeutische Phase des Eingriffs unterstützt.

Ist die Form des Führungskatheters ebenso wichtig wie die Form des diagnostischen Katheters?

Ja, und in mancher Hinsicht sogar noch mehr, da ein Führungskatheter unter den mechanischen Belastungen der Devicezufuhr eine stabile Gefäßpositionierung aufrechterhalten muss und nicht nur den Kontrastmittelfluss ermöglichen darf.

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Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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