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Varicose VeinDecember 31, 2024INVAMED Medical Affairs

Was ist die endovenöse Lasertherapie (EVLA) und wie funktioniert sie?

Die endovenöse Lasertherapie nutzt gezielte Laserenergie, um insuffiziente Venen zu verschließen. Erfahren Sie, wie EVLA funktioniert und abläuft.

Die endovenöse Lasertherapie, gebräuchlich abgekürzt als EVLA (oder EVLT), ist ein minimal-invasives Verfahren zur Behandlung der oberflächlichen Veneninsuffizienz — eines Zustands, bei dem defekte Venenklappen einen Rückfluss des Blutes in den Beinvenen zulassen und es dort zu einer Stauung kommt. Anstatt die betroffene Vene chirurgisch zu entfernen, wird bei der EVLA eine dünne Laserfaser direkt in die Vene eingeführt, um gezielt thermische Energie abzugeben. Dies führt zum Verschluss des Gefäßes, das im weiteren Verlauf vom Körper resorbiert wird. Patientinnen und Patienten, die eine Behandlung von Krampfadern oder einer chronisch-venösen Insuffizienz in Erwägung ziehen, begegnen der EVLA häufig als einer der primären Optionen, die ein Arzt besprechen kann — neben weiteren Verschlusstechnologien, die später in diesem Artikel beschrieben werden.

Wie verschließt die endovenöse Lasertherapie eine Vene?

Bei der EVLA führt der Arzt unter Ultraschallkontrolle einen dünnen Katheter mit einer Lichtleitfaser in die erkrankte Vene ein, typischerweise die Vena saphena magna oder die Vena saphena parva. Nach korrekter Positionierung gibt die Laserfaser Energie in kurzen Impulsen oder während einer kontinuierlichen Rückzugsbewegung ab. Dabei erhitzt sich die Venenwand, zieht sich zusammen, die Gefäßinnenschicht wird geschädigt, und die Vene verschließt sich. Der Blutfluss wird anschließend über gesündere, benachbarte Venen umgeleitet. Vor der Aktivierung wird in der Regel eine lokale Tumeszenzanästhesie um die Vene herum infiltriert, die das umliegende Gewebe vor der Hitzeeinwirkung schützt und zusätzlich für mehr Komfort während des Eingriffs sorgt.

Welche Wellenlängen kommen in EVLA-Systemen zum Einsatz?

Endovenöse Lasersysteme wurden mit einer Bandbreite an Wellenlängen entwickelt, die je nach Gerät und angesprochenem Chromophor (Hämoglobin oder Wasser in der Venenwand) im Allgemeinen zwischen 810 nm und 1470 nm liegen. Längere Wellenlängen, etwa im Bereich von 1470 nm, werden im Allgemeinen mit einer gezielteren Absorption durch das Wasser in der Venenwand in Verbindung gebracht, was einige Kliniker mit einem gleichmäßigeren Erwärmungsmuster assoziieren. Geräteauswahl, Fasertyp und Energieeinstellungen werden vom behandelnden Arzt anhand von Venendurchmesser, Schlängelung (Tortuosität) und der individuellen Venenanatomie der Patientin bzw. des Patienten festgelegt.

LaserBLOCK: Ein Beispiel für eine moderne EVLA-Plattform

Das LaserBLOCK Varicose Vein Laser System von INVAMED ist ein Beispiel für eine endovenöse Laserplattform, die für diese Art von Eingriff konzipiert wurde. Es ist in Varianten für die Wellenlängen 810, 940, 980 und 1470 nm erhältlich, mit Einweg-Fasern mit unbeschichteter Spitze (Bare-Tip), radialer Spitze (Radial-Tip) oder ummanteltem Design, in Durchmessern von etwa 400–600 µm (Bare-Tip) bis etwa 600–800 µm (Radial-Tip). Die radialen und Bare-Tip-Faserdesigns sollen dazu beitragen, die Energie während der ultraschallgesteuerten Applikation entlang der Venenwand zu verteilen. Wie bei jedem EVLA-System weist der Hersteller darauf hin, dass das Gerät nicht für die Anwendung bei stark geschlängelten oder sehr großen Venen, akuten lokalen Infektionen oder Begleiterkrankungen, die eine Tumeszenzanästhesie ausschließen würden, indiziert ist. Ein qualifizierter Arzt beurteilt die Venenanatomie und die Krankengeschichte jedes einzelnen Patienten, um zu bestimmen, ob eine Laserablation oder eine alternative Verschlussmethode die geeignete Option darstellt.

Ist die EVLA mit anderen Venenverschlussverfahren vergleichbar?

Die EVLA ist eine von mehreren Technologien zum Verschluss insuffizienter oberflächlicher Venen. Weitere Verfahren umfassen die Radiofrequenzablation, die eine andere Energiequelle nutzt, um einen ähnlichen thermischen Verschlusseffekt zu erzielen, sowie nicht-thermische Optionen wie die Venenverklebung mit Cyanacrylat ("Venenkleber") oder die Schaumsklerotherapie, die gänzlich ohne Hitzeeinwirkung auskommen. Jede Technologie besitzt eigene verfahrenstechnische Charakteristika, und die Wahl zwischen ihnen richtet sich im Allgemeinen nach Venengröße, Anatomie, Komfortaspekten für den Patienten und der Erfahrung des Arztes, ohne dass eine einzelne Methode universell zu bevorzugen wäre. Die Produktkategorie Krampfadern bei INVAMED umfasst Geräte aus mehreren dieser Ansätze.

Was geschieht nach dem Eingriff?

Nach der EVLA wird Patientinnen und Patienten üblicherweise empfohlen, für einen vom Arzt festgelegten Zeitraum Kompressionsstrümpfe zu tragen und regelmäßig zu gehen, um die Durchblutung zu unterstützen, während längeres Stehen oder anstrengende Aktivitäten für kurze Zeit vermieden werden sollten. Leichte Blutergüsse, ein Spannungsgefühl oder ein Ziehen entlang der behandelten Vene werden in den Tagen danach häufig berichtet, und die meisten Patientinnen und Patienten können ihre normalen Alltagsaktivitäten relativ rasch wieder aufnehmen, wobei die genaue Erholungszeit individuell und je nach Ausmaß der behandelten Venen variiert. In der Regel wird eine Ultraschallkontrolle terminiert, um zu bestätigen, dass die behandelte Vene erfolgreich verschlossen wurde.

Erfordert die endovenöse Lasertherapie eine Vollnarkose?

Nein. Die EVLA wird im Allgemeinen unter lokaler Tumeszenzanästhesie durchgeführt, die um die Vene herum injiziert wird, und die meisten Eingriffe erfordern weder eine Vollnarkose noch einen stationären Krankenhausaufenthalt. Der jeweilige Anästhesieansatz wird vom behandelnden Arzt anhand des Umfangs des Eingriffs und individueller Patientenfaktoren festgelegt.

Wie lange dauert ein EVLA-Eingriff üblicherweise?

Die Dauer des Eingriffs variiert je nach Länge und Anzahl der zu behandelnden Venen, doch wird die EVLA im Allgemeinen als ambulantes Verfahren beschrieben, das oft innerhalb einer Stunde abgeschlossen werden kann. Ein Arzt kann anhand der individuellen Venenkartierung und des Behandlungsplans eine genauere Einschätzung geben.

Kann jede Krampfader mit einer Laserablation behandelt werden?

Nicht zwangsläufig. Venendurchmesser, Schlängelung, Lage und die umfassendere Krankengeschichte einer Patientin bzw. eines Patienten fließen alle in die Beurteilung ein, ob die EVLA eine geeignete Option darstellt, und Hersteller von Lasersystemen listen üblicherweise Kontraindikationen wie übermäßig geschlängelte oder sehr große Venen auf. Ein qualifizierter Arzt bestimmt die Eignung nach einer klinischen und sonografischen Untersuchung.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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