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Diese Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultieren Sie für Diagnose- und Behandlungsentscheidungen stets Ihren Arzt.

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Krampfadern und chronische Veneninsuffizienz

Krampfadern sind vergrößerte, verdrehte Venen nahe der Hautoberfläche, meist in den Beinen, die durch geschwächte Venenklappen verursacht werden, die eine Blutansammlung ermöglichen. Sie reichen von einem kosmetischen Problem bis hin zu Schmerzen, Schwellungen und Hautschäden, und die moderne Behandlung ist in den meisten Fällen minimalinvasiv.

Überblick

Gesunde Beinvenen transportieren das Blut durch Einwegventile nach oben zum Herzen. Wenn diese Klappen schwächer werden oder versagen – ein Zustand, der als chronische Veneninsuffizienz bezeichnet wird – fließt das Blut zurück und sammelt sich in der Vene, wodurch sie gedehnt wird. Das Ergebnis sind hervortretende, seilartige Venen, die unter der Haut sichtbar sind. Zu den Risikofaktoren zählen Familienanamnese, längeres Stehen, Schwangerschaft, höheres Körpergewicht und Alter. Unbehandelt können schwere Fälle zu Hautverfärbungen, Dermatitis oder venösen Geschwüren in der Nähe des Knöchels führen.

Anzeichen & Symptome

  • Sichtbare hervortretende, verdrehte Venen in den Beinen
  • Schmerzen, Schweregefühl oder Pochen nach dem Stehen
  • Schwellung an den Knöcheln, abends schlimmer
  • Jucken oder Brennen über einer Vene
  • Nächtliche Krämpfe oder unruhige Beine
  • Bei fortgeschrittener Erkrankung verdunkelt oder verhärtet sich die Haut in der Nähe des Knöchels

Diagnose

Die Diagnose beginnt mit einer körperlichen Untersuchung und einer Duplex-Ultraschalluntersuchung – einem schmerzlosen Test, der den Blutfluss abbildet und genau zeigt, welche Klappen undicht sind und in welche Richtung das Blut zurückfließt. Diese Karte gibt Hinweise darauf, ob die Behandlung auf die Hauptvene saphena, Nebenflüsse oder kleinere Oberflächenvenen abzielen sollte.

Behandlungsoptionen

Lifestyle-Maßnahmen und Kompressionsstrümpfe

Erstversorgung bei leichten Symptomen: regelmäßiges Gehen, Hochlegen der Beine, Gewichtskontrolle und medizinische Kompressionsstrümpfe, die die Venenwände stützen. Diese lindern die Symptome, schließen erkrankte Venen jedoch nicht.

Endovenöse thermische Ablation (Laser oder Radiofrequenz)

Eine dünne Faser oder ein Katheter wird unter örtlicher Betäubung in die erkrankte Vene eingeführt und erwärmt die Venenwand, so dass sie sich verschließt. Das Blut wird durch gesunde Venen umgeleitet. Walk-in-Walk-out-Behandlung mit schneller Genesung für die meisten Patienten.

Nicht-thermischer Verschluss (medizinischer Kleber)

Ein Cyanacrylat-Klebstoff in medizinischer Qualität verschließt die Vene ohne Hitze, in der Regel ohne Tumeszenz-Anästhesie-Injektionen entlang des Beins. Die Eignung hängt von der Anatomie und der Beurteilung des Arztes ab.

Sklerotherapie

Ein flüssiges oder schaumiges Mittel, das in kleinere Krampfadern und Besenreiser gespritzt wird, reizt die Venenschleimhaut, sodass sie sich verschließt. Wird oft als Ergänzung zur Ablation des Hauptrumpfes verwendet.

Chirurgische Optionen

Durch eine starke Ligatur und Stripping oder Phlebektomie wird die erkrankte Vene durch kleine Einschnitte entfernt. Heutzutage sind chirurgische Eingriffe im Allgemeinen Anatomien vorbehalten, die für endovenöse Techniken ungeeignet sind.

Wann zum Arzt

Suchen Sie einen Gefäßspezialisten auf, wenn Beinschmerzen oder Schwellungen das tägliche Leben beeinträchtigen, wenn die Haut in der Nähe des Knöchels dunkler oder hart wird, wenn eine Vene blutet oder sich ein Geschwür bildet. Eine plötzliche schmerzhafte Schwellung eines Beins kann auf ein Blutgerinnsel hinweisen und muss dringend untersucht werden.

Zugehörige INVAMED-Technologien

Häufige Fragen

Verschwinden Krampfadern von selbst?+

Nein. Sobald eine Venenklappe versagt hat, repariert sich die Vene nicht von selbst. Kompressions- und Lebensstilmaßnahmen lindern die Symptome, aber der Verschluss oder die Entfernung der erkrankten Vene ist die einzig wirksame Behandlung.

Ist die Behandlung von Krampfadern schmerzhaft?+

Moderne endovenöse Eingriffe werden unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Die meisten Patienten beschreiben eher Druck als Schmerzen, gehen unmittelbar danach und kehren innerhalb weniger Tage zu normaler Aktivität zurück. Die Beschwerden variieren je nach Technik und Person.

Werden behandelte Venen wiederkommen?+

Eine richtig verschlossene Vene bleibt geschlossen. Da die Venenerkrankung jedoch fortschreitet und im Laufe der Jahre auch in anderen Segmenten neue Krampfadern entstehen können, ist eine regelmäßige Nachsorge sinnvoll.

Sind Krampfadern gefährlich?+

Normalerweise stellen sie ein Problem für die Lebensqualität dar, doch schwerer unbehandelter Reflux kann zu Hautschäden und venösen Geschwüren führen, und oberflächliche Blutgerinnsel breiten sich gelegentlich bis in die tiefen Venen aus – Gründe, fortschreitende Symptome nicht zu ignorieren.

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Diese Inhalte dienen der Aufklärung und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Besprechen Sie Ihre individuelle Situation stets mit Ihrem Arzt. Die Verfügbarkeit von Behandlungen variiert je nach Land.