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Hemorrhoid & Fistula ManagementJune 25, 2015INVAMED Medical Affairs

Hämorrhoidengrade erklärt: Grad I bis IV verstehen

Hämorrhoidengrade erklärt: wie die Grade I bis IV klinisch eingeteilt werden und warum die Einstufung die vom Arzt besprochenen Optionen mitbestimmen kann.

Hämorrhoidalleiden zählt zu den häufigsten anorektalen Erkrankungen, und häufig zitierte Schätzungen legen nahe, dass es einen erheblichen Anteil der Erwachsenen irgendwann im Leben betrifft. Ärzte verwenden häufig ein Einteilungssystem, um innere Hämorrhoiden zu beschreiben, und das Verständnis der Hämorrhoidengrade kann Patienten helfen, einem Beratungsgespräch besser zu folgen. Dieser Artikel erklärt das allgemeine Klassifikationssystem in verständlicher Sprache.

Was beschreiben Hämorrhoidengrade eigentlich?

Die Hämorrhoideneinteilung bezieht sich typischerweise auf innere Hämorrhoiden und beschreibt das Ausmaß des Gewebevorfalls — wie weit sich das hämorrhoidale Gewebe über den Analkanal hinaus ausdehnt, insbesondere beim Pressen oder beim Stuhlgang. Äußere Hämorrhoiden, die sich außerhalb des Analkanals befinden, werden in der Regel separat anhand der Symptome beschrieben und nicht nach diesem Einteilungssystem. Das Einteilungssystem ist ein Kommunikationswerkzeug, das Ärzten hilft, Befunde zu dokumentieren und Optionen zu besprechen — es ist kein Maß dafür, wie „schwerwiegend" ein Fall in jeder Hinsicht ist.

Wie sind die Grade I bis IV definiert?

Das häufig verwendete Einteilungssystem umfasst vier Grade:

  • Grad I — Innere Hämorrhoiden, die nicht über den Analkanal hinaus vorfallen; Blutungen können das Hauptsymptom sein.
  • Grad II — Hämorrhoiden, die beim Pressen vorfallen, sich danach jedoch von selbst zurückziehen (wieder nach innen verlagern).
  • Grad III — Hämorrhoiden, die beim Pressen vorfallen und vom Patienten manuell zurückgeschoben werden müssen.
  • Grad IV — Hämorrhoiden, die dauerhaft vorgefallen bleiben und nicht manuell zurückgeschoben werden können.

Dieses System wird in allgemeinen Aufklärungsmaterialien häufig herangezogen, wobei individuelle Ausprägungen variieren können und die klinische Einschätzung des Arztes stets Vorrang vor jeder allgemeinen Beschreibung hat.

Warum ist die Einteilung für Behandlungsgespräche relevant?

Die Einteilung wird häufig als einer von mehreren Faktoren herangezogen, die Ärzte bei der Besprechung möglicher Ansätze berücksichtigen. Allgemein betrachtet werden niedrigere Grade häufiger mit konservativen oder ambulanten Maßnahmen wie Ernährungsumstellungen, topischen Maßnahmen oder Gummibandligatur in Verbindung gebracht, während höhere Grade häufiger im Zusammenhang mit chirurgischen oder minimalinvasiven Verfahrensoptionen besprochen werden, einschließlich laserbasierter Ansätze. Dies ist ein allgemeines Muster und keine strikte Regel, da auch Symptome, Patientenpräferenzen und der Gesundheitszustand insgesamt in jede Empfehlung einfließen. Alle Verfahren bergen Risiken, und die Eignung wird stets individuell von einem Arzt festgelegt.

Welche Symptome veranlassen häufig eine Untersuchung?

Patienten wird in der Regel empfohlen, eine ärztliche Untersuchung aufzusuchen, wenn sie Folgendes bemerken:

  • Rektale Blutungen, insbesondere hellrotes Blut beim Stuhlgang
  • Ein Gefühl von Gewebevorfall oder eine Schwellung in der Nähe des Afters
  • Anhaltender Juckreiz, Beschwerden oder Schwierigkeiten bei der Hygiene
  • Symptome, die sich durch einfache konservative Maßnahmen nicht bessern

Da rektale Blutungen auch mit anderen gastrointestinalen Erkrankungen in Verbindung stehen können, empfiehlt medizinisches Fachpersonal im Allgemeinen, jede neue oder anhaltende Blutung ärztlich abklären zu lassen, anstatt sie ohne Untersuchung als hämorrhoidalen Ursprungs anzunehmen.

Häufig gestellte Fragen

Kann sich der Hämorrhoidengrad im Laufe der Zeit ändern?

Ja, allgemein betrachtet können Hämorrhoiden fortschreiten, oder die Symptome können sich bei konservativer Behandlung bessern — der Grad ist jedoch nichts, was Patienten typischerweise selbst einschätzen. Eine ärztliche Untersuchung ist der geeignete Weg, um den aktuellen Status zu bestimmen.

Bedeutet ein höherer Grad immer, dass eine Operation notwendig ist?

Nicht zwangsläufig. Der Grad ist einer von mehreren Faktoren, und viele Aspekte — einschließlich Symptomschwere und Patientenpräferenz — beeinflussen, welche Optionen ein Arzt bespricht, die von konservativen Maßnahmen bis hin zu ambulanten oder minimalinvasiven Verfahren reichen können.

Wird die Einteilung bei äußeren Hämorrhoiden genauso angewendet?

Nein. Das System der Grade I bis IV gilt im Allgemeinen für innere Hämorrhoiden. Äußere Hämorrhoiden werden in der Regel anhand von Symptomen wie Schmerzen, Schwellung oder Thrombose beurteilt und beschrieben, nicht anhand dieser auf dem Gewebevorfall basierenden Skala.

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Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

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