Diese Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultieren Sie für Diagnose- und Behandlungsentscheidungen stets Ihren Arzt.
Hämorrhoiden und Analfisteln
Hämorrhoiden sind geschwollene Gefäßpolster im Analkanal, die bluten, vorfallen oder Schmerzen verursachen können; Analfisteln sind infizierte Tunnel zwischen Analkanal und Haut. Beides sind häufige, behandelbare Erkrankungen – und die moderne Therapie ist weitaus schonender, als die Operationspatienten befürchten.
Überblick
Jeder hat Hämorrhoidalpolster; Sie werden zu einem Problem, wenn chronische Überanstrengung, Verstopfung, Schwangerschaft oder längeres Sitzen zu einer Verstopfung führen. Innere Hämorrhoiden bluten schmerzlos oder fallen aus; Äußere können schmerzhaft gerinnen. Eine Analfistel folgt in der Regel einem Abszess: Ein hartnäckiger Trakt entleert sich ständig und infiziert sich erneut. Die Angst vor einer schmerzhaften Operation hält viele Patienten davon ab, Hilfe zu suchen. Dennoch werden die meisten Hämorrhoiden heutzutage ohne Exzision behandelt, und die Fistelbehandlung hat sich auf sphinktererhaltende Techniken zum Schutz der Kontinenz verlagert.
Anzeichen & Symptome
- Leuchtend rote Blutung beim Stuhlgang
- Ein Knoten oder Gewebe, das beim Stuhlgang hervortritt
- Analer Juckreiz, Reizung oder Schleimausfluss
- Plötzliche schmerzhafte Schwellung deutet auf eine thrombosierte äußere Hämorrhoide hin
- Rezidivierende perianale Abszesse oder anhaltender Ausfluss deuten auf eine Fistel hin
- Jede rektale Blutung muss ebenfalls untersucht werden, um andere Ursachen auszuschließen
Diagnose
Durch Untersuchung und Anoskopie wird der Hämorrhoiden-Grad klassifiziert. Je nach Alter und Risikofaktoren kann eine Koloskopie zum Ausschluss anderer Blutungsquellen empfohlen werden. Bei Fisteln wird mittels MRT oder endoanalem Ultraschall die Beziehung des Trakts zu den Schließmuskeln abgebildet – der Schlüssel zur Wahl einer kontinenzsicheren Behandlung.
Behandlungsoptionen
Ernährungs-, Ballaststoff- und Gewohnheitsänderungen
Ballaststoffe, Flüssigkeit, Vermeidung von Anstrengung und längere Toilettengangzeiten lösen viele frühe Hämorrhoiden und verhindern ein Wiederauftreten nach einer Behandlung.
Büroabläufe
Gummibandligatur, Sklerotherapie und Infrarot- oder Thermokoagulation lassen innere Hämorrhoiden in wenigen Minuten ohne Anästhesie schrumpfen – die erste Wahl bei persistierender Erkrankung des Grades I–III.
Embolisation der Hämorrhoidalarterie (Emborrhoide)
Eine Option der interventionellen Radiologie: Per Katheter zugeführte Mikrospulen oder Partikel reduzieren den arteriellen Zufluss zu blutenden Hämorrhoiden – überhaupt keine Analwunde, attraktiv für ausgewählte Patienten.
Energiebasierte und geheftete Techniken
Laser- oder Hochfrequenzkoagulation und Klammerhämorrhoidopexie behandeln prolapsierende Erkrankungen in entsprechend ausgewählten Fällen mit weniger postoperativen Schmerzen als die klassische Exzision.
Fistelbehandlung
Die Optionen reichen von der Fadendrainage bis hin zu sphinktererhaltenden Ansätzen – LIFT, Vorschublappen, Laserverschluss (FiLaC) und Fistelstopfen – ausgewählt entsprechend der Traktanatomie zum Schutz der Kontinenz.
Exzisionelle Hämorrhoidektomie
Bei großen, rezidivierenden oder thrombosierten Erkrankungen bleibt die formelle Exzision die dauerhafteste Option; Moderne Anästhesie und Technik haben das Genesungsprofil verbessert.
Wann zum Arzt
Blutungen, die länger als ein paar Tage anhalten, Prolaps, den Sie zurückdrängen müssen, starke Schmerzen oder wiederkehrende perianale Infektionen rechtfertigen einen proktologischen Besuch. Führen Sie anhaltende rektale Blutungen niemals ohne Untersuchung auf Hämorrhoiden zurück.
Zugehörige INVAMED-Technologien
Häufige Fragen
Werden Hämorrhoiden zu Krebs?+
Nein – Hämorrhoiden sind keine Krebsvorstufen. Rektale Blutungen sind jedoch ein gemeinsames Symptom bei kolorektalen Erkrankungen, sodass anhaltende Blutungen immer untersucht und nicht selbst diagnostiziert werden sollten.
Ist eine Hämorrhoidenbehandlung schmerzhaft?+
Bürobehandlungen bei inneren Hämorrhoiden sind in der Regel schmerzlos oder kurzzeitig unangenehm, da das innere Gewebe über keine Schmerznerven verfügt. Die Genesung nach energetischen oder Klammertechniken ist deutlich schonender als nach der klassischen Exzision.
Kommen Hämorrhoiden nach der Behandlung wieder?+
Dies kann insbesondere bei anhaltender Verstopfung und Anstrengung der Fall sein. Ballaststoffe, Flüssigkeiten und Toilettengewohnheiten schützen das Ergebnis jedes Eingriffs; Wiederkehrende Erkrankungen können in der Regel mit Bürotechniken behandelt werden.
Kann eine Analfistel von selbst heilen?+
Selten. Die meisten bleiben bestehen, weil die innere Öffnung den Magen-Darm-Trakt weiterhin versorgt. Die Behandlung erfolgt individuell, um den Tractus zu schließen und gleichzeitig die Schließmuskeln und die Kontinenz zu erhalten.
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