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Coronary Artery Disease & Cardiac InterventionsMarch 11, 2022INVAMED Medical Affairs

Stents, MRT und Flughafensicherheit: Die Fakten

Stents und MRT-Verträglichkeit sowie Metalldetektoren am Flughafen: häufige Patientenfragen praxisnah beantwortet.

Patienten, die einen Koronarstent erhalten haben, stellen oft praktische Alltagsfragen, die über den Eingriff selbst hinausgehen – können sie sicher eine MRT-Untersuchung durchführen lassen, und löst ihr Stent am Flughafen einen Metalldetektor aus? Diese Fragen sind berechtigt und naheliegend, da Stents aus Metall bestehen und dauerhaft im Körper verbleiben. Dieser Artikel behandelt die MRT-Verträglichkeit von Stents sowie Fragen zur Flughafensicherheit anhand allgemeiner, gut etablierter Informationen und betont dabei, dass geräte­spezifische Dokumentation stets Vorrang vor allgemeinen Annahmen hat.

Sind Koronarstents mit einer MRT-Untersuchung verträglich?

Moderne Koronarstents, einschließlich solcher aus Kobalt-Chrom- und Edelstahllegierungsplattformen, werden von Herstellern in der Regel als „MR conditional" (bedingt MRT-tauglich) eingestuft. Diese Bezeichnung bedeutet, dass das Gerät für den Einsatz in der MRT-Umgebung unter bestimmten, vom Hersteller festgelegten Bedingungen evaluiert wurde, statt entweder generell unsicher oder generell uneingeschränkt einsetzbar zu sein. Ein häufiges Element der „MR conditional"-Kennzeichnung für Koronarstents ist eine kurze Wartezeit nach der Implantation, bevor eine MRT durchgeführt wird, wobei die konkrete Dauer und weitere Bedingungen in der Gebrauchsanweisung (IFU) und Kennzeichnung jedes einzelnen Geräts festgelegt sind. Da diese Bedingungen zwischen Geräten variieren können, sollten Patienten und Radiologiepersonal stets die konkreten Anforderungen für den implantierten Stent prüfen, statt von einer allgemeingültigen Regel auszugehen.

Was sollten Patienten vor der Terminvereinbarung für eine MRT tun?

Patienten, die nach Erhalt eines Koronarstents eine MRT benötigen, wird generell geraten, sowohl den überweisenden Arzt als auch die Radiologieeinrichtung im Vorfeld über das Implantat zu informieren. Viele Patienten erhalten zum Zeitpunkt ihres Eingriffs eine Implantat-Ausweiskarte, die typischerweise Angaben zum Stenttyp und Hersteller enthält; das Mitbringen dieser Karte zu jedem Bildgebungstermin hilft dem Radiologieteam, die Verträglichkeit zu bestätigen und das korrekte Protokoll zu befolgen. Das Radiologiepersonal ist darin geschult, Implantatinformationen zu prüfen und die passenden MRT-Parameter anzuwenden, und diese Einschätzung sollte gemeinsam mit der IFU des Geräts die Entscheidung leiten – nicht allgemeine Annahmen über Stents als Gerätekategorie.

Lösen Koronarstents Metalldetektoren am Flughafen aus?

Dies ist eine der am häufigsten gestellten praktischen Fragen unter Stentpatienten, und die allgemeine Antwort ist beruhigend: Koronarstents sind typischerweise zu klein und zu tief im Körper eingebettet, um zuverlässig gängige Metalldetektoren am Flughafen auszulösen. Im Gegensatz zu größeren orthopädischen Implantaten handelt es sich bei einem Koronarstent um ein kleines Maschengerät innerhalb einer Koronararterie, das bei der Flughafenkontrolle in der Regel nicht als bedeutender Faktor gilt. Metalldetektor- und Bildgebungstechnologien in der Flughafensicherheit sind zudem nicht dafür bekannt, ein Sicherheitsrisiko für den Stent selbst darzustellen, da diese Systeme nicht darauf ausgelegt sind, in einer Weise mit internen medizinischen Geräten zu interagieren, die deren Funktion beeinträchtigen würde.

Sollten Patienten auf Reisen Dokumentation mitführen?

Auch wenn Stents typischerweise voraussichtlich keine Sicherheitsausrüstung auslösen, wird das Mitführen einer Implantat-Ausweiskarte auf Reisen häufig als allgemeine Vorsichtsmaßnahme empfohlen. Diese Karte kann helfen, das Vorhandensein eines Implantats bei etwaigen Rückfragen während der Kontrolle zu erklären, und kann ebenso nützlich sein, falls während der Reise unabhängig davon ärztliche Hilfe benötigt wird. Es ist eine einfache, wenig aufwendige Gewohnheit, die reibungsloseres Reisen und eine bessere Kommunikation mit jeder während der Reise aufgesuchten medizinischen Fachkraft unterstützt.

Warum geräte­spezifische Hinweise immer Vorrang haben

Auch wenn die oben beschriebenen allgemeinen Muster gut etablierte Informationen über Koronarstents als Gerätekategorie widerspiegeln, können einzelne Geräte spezifische Kennzeichnungsanforderungen haben, und die Bildgebungstechnologie entwickelt sich stetig weiter. Aus diesem Grund sollten die spezifische IFU des implantierten Geräts sowie die Hinweise des behandelnden Arztes und der die Untersuchung durchführenden Radiologieeinrichtung stets Vorrang vor allgemeinen Annahmen haben. Die Durchsicht dieser Dokumentation vor jedem MRT-Termin trägt dazu bei, dass das richtige Protokoll befolgt wird. Allgemeine Informationen zu Koronarstent-Plattformen finden Sie beim ATLAS Drug Eluting Coronary Stent System von INVAMED, einer Kobalt-Chrom-Stentplattform, sowie in der umfassenderen Kategorie koronare Herzkrankheit und kardiale Interventionen von INVAMED.

Was sollte jemand tun, der nicht weiß, welchen Stenttyp er hat?

Patienten, die sich über ihren konkreten Stenttyp unsicher sind, sollten den Arzt oder die Einrichtung kontaktieren, die den Eingriff durchgeführt hat, da diese Information in ihren Krankenakten dokumentiert ist. Diese Information griffbereit zu haben, idealerweise über eine Implantat-Ausweiskarte, sorgt für zuverlässige Orientierung sowohl bei der MRT-Terminplanung als auch bei allgemeinen Reisefragen.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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