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Varicose VeinNovember 26, 2021INVAMED Medical Affairs

Radiofrequenzablation bei Krampfadern: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ein schrittweiser Überblick über die Radiofrequenzablation bei Krampfadern – von der Venenkartierung über die Katheterplatzierung bis zur Nachsorge.

Die Radiofrequenzablation zur Behandlung von Krampfadern ist ein katheterbasiertes Verfahren, das kontrollierte thermische Energie nutzt, um eine insuffiziente oberflächliche Vene zu verschließen – meist die Vena saphena magna oder die Vena saphena parva. Anstatt die Vene chirurgisch zu entfernen, führt ein Arzt einen Katheter in das Gefäß ein und gibt segmentweise Radiofrequenzenergie entlang seiner Länge ab, wodurch sich die Venenwand zusammenzieht, Kollagen denaturiert und das Gefäß nach und nach verschlossen wird. Der Blutfluss wird anschließend über benachbarte, gesündere Venen umgeleitet. Diese Anleitung führt Schritt für Schritt durch den typischen Ablauf des Verfahrens, damit Patienten besser verstehen, was sie bei einem Beratungsgespräch mit einem Venenspezialisten erwartet.

Schritt 1: Venenkartierung und Eignungsbeurteilung

Bevor eine Ablation geplant wird, führt der Arzt in der Regel eine Duplex-Ultraschalluntersuchung durch, um das Venensystem zu kartieren, Gefäße mit Reflux oder Insuffizienz zu identifizieren und Venendurchmesser sowie -tiefe zu messen. Dieser Kartierungsschritt bestimmt, ob die Radiofrequenzablation für den jeweiligen Patienten eine sinnvolle Option darstellt oder ob eine alternative Technik besser geeignet sein könnte. Zu den geprüften Faktoren zählen üblicherweise die Schlängelung der Vene, die Nähe zur Hautoberfläche und frühere Veneneingriffe. Ein qualifizierter Arzt trifft diese Entscheidung anhand des vollständigen klinischen Bildes und nicht allein anhand der Symptome.

Was geschieht bei der Katheterplatzierung?

Sobald der Patient positioniert und der Behandlungsbereich vorbereitet ist, verschafft sich der Arzt perkutanen, meist ultraschallgestützten Zugang zur Zielvene, führt eine Schleuse ein und schiebt darüber den Radiofrequenzkatheter bis zum geeigneten Startpunkt entlang der Vene vor. Die korrekte Katheterlage wird per Ultraschall bestätigt, bevor Energie abgegeben wird. Dieser Schritt gilt als wichtig, da segmentale Radiofrequenzsysteme darauf ausgelegt sind, die Vene in definierten Längen zu behandeln – eine präzise Ausgangsplatzierung trägt somit dazu bei, dass beim Zurückziehen des Katheters der gesamte insuffiziente Abschnitt systematisch erfasst wird.

Schritt 3: Tumeszenzanästhesie und Energieabgabe

Bevor die Energieabgabe beginnt, wird typischerweise eine verdünnte Lokalanästhesielösung um die Vene herum infiltriert – ein Verfahren, das als Tumeszenzanästhesie bezeichnet wird. Diese Flüssigkeitsschicht erfüllt mehrere Zwecke: Sie betäubt den Behandlungsbereich, komprimiert die Vene gegen den Katheter, um den Kontakt mit der Gefäßwand zu verbessern, und schafft einen Puffer, der das umliegende Gewebe vor der während der Ablation entstehenden Wärme schützt. Sobald diese Schicht vorhanden ist, gibt der Radiofrequenzgenerator segmentweise kontrollierte thermische Energie ab, während der Katheter entlang der behandelten Strecke zurückgezogen wird; der Arzt überwacht dabei fortlaufend Temperatur und Reaktion der Vene.

Wie wird die Vene Segment für Segment zurückgezogen und verschlossen?

Bei der segmentalen Radiofrequenzablation wird die Vene typischerweise in einer Reihe abgemessener Rückzugsschritte behandelt statt in einem einzigen durchgehenden Durchgang. Nachdem jedes Segment für eine festgelegte Dauer erhitzt wurde, wird der Katheter zum nächsten Segment repositioniert, und der Vorgang wiederholt sich, bis die gesamte Behandlungslänge erfasst ist. Dieses schrittweise Vorgehen soll eine gleichmäßige thermische Energieabgabe entlang der gesamten insuffizienten Vene gewährleisten und so eine gleichmäßige Wandkontraktion und Verschlussbildung unterstützen. Der Arzt beobachtet dabei kontinuierlich das Ultraschallbild, um zu bestätigen, dass die Vene wie erwartet reagiert, bevor zum nächsten Segment übergegangen wird.

Schritt 5: Kompression und Nachsorgeüberwachung

Nachdem der Katheter entfernt wurde, wird die Zugangsstelle verbunden, und am behandelten Bein werden üblicherweise Kompressionsstrümpfe oder ein Kompressionsverband angelegt. Patienten werden im Allgemeinen ermutigt, kurz nach dem Eingriff zu gehen, um die Durchblutung zu unterstützen, während anstrengende Aktivitäten für eine gewisse Zeit gemäß den Anweisungen des behandelnden Arztes eingeschränkt werden können. Üblicherweise wird eine Ultraschall-Nachuntersuchung geplant, um zu bestätigen, dass sich die behandelte Vene wie erwartet verschlossen hat. Leichte Blutergüsse, Spannungsgefühle oder lokale Beschwerden entlang der behandelten Vene werden während der Erholungsphase häufig berichtet und in der Regel als vorübergehend beschrieben.

Wo die Radiofrequenzablation innerhalb eines umfassenderen Venenbehandlungsplans einzuordnen ist

Die Radiofrequenzablation ist eines von mehreren katheterbasierten Verfahren zur Behandlung oberflächlicher venöser Insuffizienz, neben der endovenösen Lasertherapie und nicht-thermischen Verschlussmethoden. Das Krampfaderportfolio von INVAMED umfasst katheterbasierte Ablationstechnologien als Teil seiner umfassenderen Produktkategorie; Leser können sich auf der INVAMED-Produktseite für Krampfadern über das gesamte Angebot informieren. Für Patienten und Ärzte, die die thermische Ablation im weiteren Sinne betrachten, ist INVAMEDs LaserBLOCK endovenöses Lasersystem ein Beispiel für eine thermische Ablationstechnologie mit vergleichbaren Indikationen, wobei die Wahl des konkreten Geräts von der ärztlichen Beurteilung und den Venenmerkmalen abhängt.

Wie lange dauert ein Radiofrequenzablationsverfahren?

Der Eingriff selbst wird in der klinischen Literatur allgemein als relativ kurz beschrieben und ist häufig innerhalb einer Stunde abgeschlossen, abhängig von der Anzahl der behandelten Venen und der Länge des insuffizienten Abschnitts. Die tatsächliche Dauer variiert je nach individueller Anatomie und danach, ob während derselben Sitzung weitere Venen behandelt werden.

Wird die Radiofrequenzablation unter Vollnarkose durchgeführt?

Die Radiofrequenzablation wird typischerweise unter lokaler Tumeszenzanästhesie statt unter Vollnarkose durchgeführt, sodass der Patient während des gesamten Eingriffs wach bleibt. Dieser Ansatz wird im Allgemeinen mit einer kürzeren Erholungsphase im Vergleich zum chirurgischen Venenstripping in Verbindung gebracht, wobei die Wahl der Anästhesie letztlich vom behandelnden Arzt und der Behandlungsumgebung bestimmt wird.

Welche Empfindungen werden nach einer RFA häufig berichtet?

Patienten berichten häufig von leichten Blutergüssen, einem Zieh- oder Spannungsgefühl entlang der behandelten Vene sowie vorübergehenden Hautverfärbungen im behandelten Bereich. Diese Effekte werden im Allgemeinen als vorübergehend beschrieben und klingen in der Regel innerhalb von Tagen bis Wochen ab, wobei die individuellen Erholungsverläufe variieren.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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