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Coronary Artery Disease & Cardiac InterventionsSeptember 5, 2021INVAMED Medical Affairs

PTCA-Ballons: Das Arbeitspferd der Koronarintervention

Ein PTCA-Ballon bereitet Koronarläsionen vor, behandelt und optimiert sie während der Angioplastie. Erfahren Sie, wie Prädilatation, Postdilatation und Ballontypen in den Eingriff passen.

Stents erhalten in Diskussionen über Koronarintervention die meiste Aufmerksamkeit, doch nur wenig von dieser Geschichte geschieht ohne einen Ballon, der zunächst die vorbereitende und abschließende Arbeit übernimmt. Ein PTCA-Ballon, benannt nach der perkutanen transluminalen Koronarangioplastie, wird durch das Gefäßsystem bis zur Engstelle einer verengten Koronararterie vorgeschoben, wo er aufgepumpt wird, um das erkrankte Segment neu zu formen. Lange bevor es medikamentenfreisetzende Stents gab, war die alleinige Ballonangioplastie die primäre interventionelle Behandlung der koronaren Herzkrankheit, und Ballons bleiben auch heute unverzichtbar, selbst bei Eingriffen, die um die Stentimplantation herum aufgebaut sind.

Welche Rollen übernimmt ein PTCA-Ballon während eines Eingriffs?

Ein PTCA-Ballon wird an mehreren unterschiedlichen Punkten eines typischen Koronareingriffs eingesetzt. Vor der Stentimplantation wird ein Ballon häufig zur Prädilatation genutzt, das heißt zu einer ersten Inflation, die ein verengtes Gefäßsegment aufweitet und vorbereitet, sodass der Stent leichter zugeführt und entfaltet werden kann. Nach der Stentimplantation kann ein Ballon erneut zur Postdilatation eingesetzt werden – einer zusätzlichen Inflation, die die Anlage der Stentstreben an die Gefäßwand weiter optimieren soll. In manchen Fällen, insbesondere in kleineren Gefäßen oder bei bestimmten anatomischen Situationen, kann ein Ballon auch als eigenständige Behandlung ohne jegliche Stentimplantation eingesetzt werden.

Warum ist die Prädilatation vor der Stentimplantation wichtig?

Die Prädilatation erfüllt einen praktischen Zweck: Sie erlaubt dem Arzt zu beurteilen, wie die Läsion auf die anfängliche Expansion reagiert, und hilft, einen klareren Weg für das Stent-Zuführsystem zu schaffen. Eine stark verkalkte oder widerstandsfähige Läsion erfordert möglicherweise eine Prädilatation, bevor ein Stent sie erfolgreich durchqueren oder auf seinen vorgesehenen Durchmesser expandieren kann. Dieser Schritt liefert dem Arzt zudem frühzeitig Informationen über die Läsionseigenschaften, die Entscheidungen zur Stentgröße und Technik für den restlichen Eingriff beeinflussen können.

Semi-Compliant- und Non-Compliant-Ballondesigns

Ballonkatheter werden im Allgemeinen danach kategorisiert, wie stark sich ihr Durchmesser mit steigendem Inflationsdruck verändert – eine Eigenschaft, die als Compliance bezeichnet wird. Semi-Compliant-Ballons sind so konzipiert, dass sie sich mit steigendem Druck etwas über ihren angegebenen Durchmesser hinaus ausdehnen, was eine gewisse Flexibilität beim Erreichen einer Zielgefäßgröße bieten kann. Non-Compliant-Ballons sind so konstruiert, dass sie sich auch bei höheren Drücken kaum über ihren angegebenen Durchmesser hinaus ausdehnen, weshalb sie generell häufig für Postdilatationsschritte eingesetzt werden, bei denen eine präzise, kontrollierte Größenanpassung anhand des Compliance-Diagramms im Vordergrund steht. Beide Kategorien erfüllen etablierte Rollen in der Koronarintervention, und die Ballonauswahl hängt vom konkreten Schritt des Eingriffs und der Einschätzung der Läsion durch den Arzt ab.

Die Spezifikationen des Extender PTCA-Ballonkatheters

Der von INVAMED hergestellte Extender Drug Eluting PTCA Balloon Catheter ist ein Paclitaxel-beschichteter Koronarballon, der laut Herstellerangabe in Durchmessern von 2,0 bis 5,0 mm sowie in den Längen 10, 15, 17, 20, 26 und 30 mm erhältlich ist. Als wirkstoffbeschichtete Variante ist er darauf ausgelegt, während der Inflation Paclitaxel an die Gefäßwand abzugeben, im Rahmen eines Ansatzes, der zur Verringerung der Restenose beitragen soll. Vollständige Spezifikationen und die Gebrauchsanweisung (IFU) finden Sie auf der Produktseite des Extender Drug Eluting PTCA Balloon Catheter. Verfügbarkeit und konkrete Indikationen variieren je nach Land, und die aktuelle IFU sollte stets die klinische Anwendung leiten. Weiterführende Informationen zur Gerätekategorie finden Sie auf der Produktseite koronare Herzkrankheit und kardiale Interventionen von INVAMED.

Wie wird die Ballongröße für ein gegebenes Gefäß ausgewählt?

Die Ballongröße wird im Allgemeinen anhand von Gefäßdurchmessermessungen ausgewählt, die während der diagnostischen Angiografie erhoben werden, oft ergänzt durch intravaskuläre Bildgebung, sofern verfügbar. Der Arzt wählt einen Ballondurchmesser und eine Ballonlänge, die dem behandelten Segment möglichst genau entsprechen, da eine Untergrößenwahl die Läsion möglicherweise nicht ausreichend vorbereitet oder optimiert, während eine Übergrößenwahl eigene Überlegungen im Hinblick auf Gefäßverletzungen mit sich bringt. Diese Größenentscheidung liegt, wie die meisten technischen Entscheidungen im Eingriff, beim behandelnden Arzt und richtet sich nach der konkreten Anatomie.

Wird ein PTCA-Ballon immer zusammen mit einem Stent verwendet?

Nicht immer. Während Ballons häufig zur Vorbereitung einer Läsion vor der Stentimplantation und zur Optimierung der Stentapposition danach eingesetzt werden, wird die alleinige Ballonangioplastie ohne Stentimplantation in ausgewählten klinischen Szenarien, einschließlich mancher Fälle kleiner Gefäße, weiterhin genutzt.

Was ist der Unterschied zwischen PTCA und PTA?

PTCA bezeichnet konkret die perkutane transluminale Koronarangioplastie, also die Ballonbehandlung innerhalb der Koronararterien, die das Herz versorgen. PTA ist ein weiter gefasster Begriff für die Ballonangioplastie in anderen Gefäßgebieten, etwa peripheren Arterien.

Kann ein wirkstoffbeschichteter PTCA-Ballon den Bedarf an einem Stent ersetzen?

Ob ein wirkstoffbeschichteter Ballon allein geeignet ist oder ob zusätzlich eine Stentimplantation erforderlich ist, hängt von der konkreten Läsion, der Gefäßgröße und den klinischen Umständen ab. Ein qualifizierter Arzt legt die geeignete Kombination aus Werkzeugen und Techniken für die Koronaranatomie eines individuellen Patienten fest.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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