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Pillar GuidesApril 24, 2018INVAMED Medical Affairs

Embolisation: Anwendungsbereiche in der Medizin

Entdecken Sie Anwendungsbereiche der Embolisation in der Medizin – von Blutungskontrolle über AVMs bis zu Myomen und Onkologie in diesem Überblick.

Die Embolisation ist eine der vielseitigsten Techniken der interventionellen Medizin und wird eingesetzt, um den Blutfluss zu einem bestimmten Bereich gezielt zu blockieren oder zu reduzieren, um therapeutische Ziele zu erreichen. Dieser Leitfaden gibt einen Überblick über die Anwendungsbereiche der Embolisation in der Medizin – von der Blutungskontrolle über die Behandlung arteriovenöser Malformationen (AVM) und Gebärmuttermyomen bis hin zur Ergänzung onkologischer Behandlungen – und bietet damit eine Übersicht über dieses breite und wachsende Feld.

Was ist Embolisation und wie funktioniert sie?

Bei der Embolisation wird ein Katheter zu einem bestimmten Blutgefäß geführt, um dort ein Material oder Medizinprodukt zu platzieren, das den Blutfluss durch dieses Gefäß blockiert. Das verwendete Embolisat hängt vom klinischen Ziel und der Gefäßgröße ab: Die Optionen reichen von Coils und Gefäßplugs für größere Gefäße bis hin zu flüssigen Embolisaten für komplexere Gefäßnetzwerke. Das Portfolio von INVAMED in diesem Bereich umfasst MultiBEAM-Nitinol-Gefäßplugs, Spider-Coils aus Platin-Wolfram und das flüssige EVOH-Embolisat LIBRO, was die Bandbreite der Instrumente widerspiegelt, die in unterschiedlichen Embolisationsanwendungen zum Einsatz kommen.

Wie wird Embolisation zur Blutungskontrolle eingesetzt?

Eine der etabliertesten Anwendungen der Embolisation ist die Kontrolle aktiver oder risikoreicher Blutungen, sei es durch Traumata, gastrointestinale Ursachen oder postoperative Komplikationen. Durch die selektive Blockade des Blutgefäßes, das die Blutungsstelle versorgt, kann die Embolisation in vielen Fällen helfen, eine Blutstillung (Hämostase) zu erreichen, ohne dass eine offene chirurgische Exploration erforderlich ist. Diese Anwendung wird häufig als Notfallmaßnahme durchgeführt, wobei das jeweils gewählte Embolisat von der Gefäßgröße und dem klinischen Szenario abhängt.

Wie wird Embolisation bei Gefäßfehlbildungen eingesetzt?

Arteriovenöse Malformationen (AVM) sind abnorme Gefäßknäuel, die direkte Verbindungen zwischen Arterien und Venen herstellen und dabei die normale Kapillarzirkulation umgehen. Die Embolisation ist ein zentrales Instrument bei der Behandlung von AVMs, insbesondere im Gehirn, wo flüssige Embolisate auf EVOH-Basis eingesetzt werden, um das abnorme Gefäßnetzwerk aufzufüllen und zu verschließen. Dies ist eine technisch anspruchsvolle Anwendung, die eine detaillierte Bildgebung vor dem Eingriff erfordert und typischerweise von Spezialisten der Neurointervention oder interventionellen Radiologie durchgeführt wird.

Wie wird Embolisation in der Gynäkologie und Onkologie eingesetzt?

Die Uterusmyomembolisation ist eine gut etablierte Anwendung, bei der die Blutversorgung von Myomen (gutartigen Tumoren der Gebärmutter) selektiv blockiert wird, was für geeignete Patientinnen eine Alternative zur chirurgischen Myomentfernung darstellt. In der Onkologie kann die Embolisation als ergänzende Behandlung dienen – beispielsweise durch Blockade des Blutflusses zu einem stark durchbluteten Tumor vor einer chirurgischen Resektion, oder durch Kombination der Embolisation mit lokaler Chemotherapie oder Ablation zur Behandlung bestimmter Lebertumoren. Diese onkologischen Anwendungen werden in der Regel von einem multidisziplinären Tumorboard anhand von Tumortyp, Lage und Gesamtbehandlungsplan festgelegt.

Was bestimmt, welches Embolisat verwendet wird?

Die Wahl des Embolisats – Coils, Gefäßplugs, Partikel oder flüssige Embolisate – hängt von Faktoren wie dem Gefäßdurchmesser, den Blutflusseigenschaften, der Notwendigkeit einer präzisen oder breiteren Okklusion sowie davon ab, ob eine dauerhafte oder vorübergehende Blockade angestrebt wird. Größere Gefäße, wie sie beispielsweise beim Ausschluss eines Aneurysmasacks als Ziel dienen, eignen sich gut für Coils oder Plugs, während komplexe Gefäßnetzwerke wie AVMs häufig ein flüssiges Embolisat erfordern, das in der Lage ist, kleinere Gefäßäste zu durchdringen. Diese Entscheidung trifft der behandelnde Arzt anhand der diagnostischen Bildgebung und der Behandlungsziele.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Embolisation eine dauerhafte Behandlung?

Manche Embolisationsanwendungen sind auf Dauerhaftigkeit ausgelegt, wie beispielsweise die Coil-Platzierung zur Aneurysmabehandlung, während andere je nach Erkrankung wiederholte Eingriffe erfordern können. Ihr Arzt kann Ihnen die zu erwartende Dauerhaftigkeit für Ihre spezifische Situation erläutern.

Ist Embolisation immer eine Alternative zur Operation?

Nicht immer – Embolisation wird manchmal auch begleitend zu einer Operation eingesetzt, etwa als präoperative Embolisation zur Verringerung des Blutungsrisikos bei einer Tumorentfernung. In anderen Fällen kann sie als eigenständige Alternative dienen. Die geeignete Rolle hängt von der jeweiligen Erkrankung ab.

Welche allgemeinen Risiken sind mit Embolisationsverfahren verbunden?

Wie bei allen interventionellen Verfahren birgt auch die Embolisation inhärente Risiken, einschließlich der Möglichkeit einer unbeabsichtigten Blockade benachbarter Gefäße. Ein Arzt bespricht diese Risiken im Rahmen der Aufklärung vor dem Eingriff anhand der jeweiligen Anwendung.

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Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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