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Comprehensive Catheter & Guidewire SystemsFebruary 4, 2023INVAMED Medical Affairs

Katheter-OEM-Fertigung: Was hinter Private-Label-Devices steckt

Ein Blick auf die Katheter-OEM-Fertigung: wie Private-Label-Devices konzipiert und produziert werden und worauf Einkäufer bei einem Auftragsfertiger achten sollten.

Die Katheter-OEM-Fertigung steht hinter einem großen Teil der in Katheterlaboren und interventionellen Suiten weltweit eingesetzten Devices — selbst dann, wenn das Etikett auf der Verpackung einem Distributor oder Gesundheitssystem gehört und nicht dem eigentlichen Hersteller. Original-Equipment-Manufacturing-Vereinbarungen ermöglichen es einem Unternehmen mit Katheterdesign- und Produktionskapazität, Devices zu bauen, die anschließend unter dem Namen einer anderen Marke verkauft werden — ein Modell, das in der interventionellen Kardiologie, der peripheren Gefäßmedizin und bei venösen Device-Kategorien mittlerweile verbreitet ist. Für Einkaufsteams in Krankenhäusern und Distributoren, die einen Fertigungspartner evaluieren, ist das Verständnis dessen, was innerhalb einer OEM-Beziehung geschieht — vom Designtransfer bis zur Qualitätsüberwachung —, zentral für eine fundierte Lieferantenwahl.

Was umfasst eine OEM-Beziehung konkret?

In einer typischen Katheter-OEM-Vereinbarung übernimmt der Hersteller Polymerextrusion, Geflecht oder Wicklung für das Drehmomentverhalten, Spitzenformung, Beschichtungsauftrag, Montage und Sterilisation, während das beauftragende Unternehmen Spezifikationen, Branding und häufig die Zielmärkte definiert. Der Designtransfer ist der Schritt, in dem ein Devicekonzept — sei es neu entwickelt oder auf einer bestehenden Herstellerplattform basierend — in Fertigungsdokumentation, validierte Prozesse und Qualitätsaufzeichnungen überführt wird, die dem jeweils geltenden regulatorischen Rahmen genügen. Ein gut geführter OEM-Hersteller pflegt vollständige Rückverfolgbarkeit vom Rohmaterial-Los bis zum fertigen Device, da diese Rückverfolgbarkeit die Grundlage für Rückrufe, Beschwerdeuntersuchungen und behördliche Audits bildet — unabhängig davon, wessen Name auf der Verpackung steht.

Warum entscheiden sich Distributoren und Gesundheitssysteme für OEM-Sourcing?

Private-Label-Sourcing erlaubt es einem Distributor, ein Katheterportfolio anzubieten, ohne eine eigene Fertigungsinfrastruktur aufzubauen, was die Time-to-Market verkürzen und den Kapitalbedarf senken kann. Es ermöglicht regionalen Distributoren zudem, Verpackung, Sprache und Branding an lokale Märkte anzupassen, während sie sich auf die etablierten Produktionslinien und das Qualitätssystem des Herstellers stützen. Der Kompromiss besteht darin, dass das beauftragende Unternehmen stark von der technischen Leistungsfähigkeit und dem regulatorischen Status des Herstellers abhängig ist — weshalb die Sorgfaltsprüfung des Lieferanten, einschließlich der Prüfung von Qualitätszertifizierungen, Fertigungskapazität und Design-History-Files, ein wesentlicher Bestandteil jeder OEM-Diskussion sein sollte und keine Nebensache.

Was sollten Einkäufer bei einem Katheter-Fertigungspartner prüfen?

Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Wie beeinflusst der Designtransfer die Produktkonsistenz?

Der Designtransfer ist die Phase, in der viele OEM-Projekte gelingen oder scheitern, denn der Übergang von einem Designkonzept zu wiederholbarer, validierter Fertigung erfordert die Übersetzung klinischer und mechanischer Anforderungen in Prozessparameter, Prüfkriterien und Akzeptanzgrenzen. Ein Hersteller mit ausgereiften Designtransfer-Praktiken dokumentiert die Prozessvalidierung (Installations-, Betriebs- und Leistungsqualifizierung), definiert produktionsbegleitende Qualitätsprüfungen an jeder Fertigungsstufe und erstellt einen Device Master Record, der konsistenten Output über Produktionslose hinweg unterstützt. Für ein beauftragendes Unternehmen ist die Anforderung entsprechender Nachweise — statt lediglich eines fertigen Musters — eine der zuverlässigeren Methoden, um zu beurteilen, ob ein Fertigungspartner Qualität im großen Maßstab aufrechterhalten kann, und dies gilt unabhängig davon, welches Unternehmen letztlich auf der Verpackung genannt wird.

Welche Dokumentation sollte ein Einkäufer von einem OEM-Hersteller anfordern?

Übliche Anforderungen umfassen das international anerkannte Qualitätsmanagementstandards-Zertifikat des Herstellers, die europäische Marktzulassungsdokumentation für relevante Devices, Nachweise der Prozessvalidierung sowie Referenzen oder Fertigungshistorie für vergleichbare Device-Typen. Die Prüfung dieser Dokumentation hilft Einkäufern, Konsistenz und regulatorische Reife vor Eingehen einer Lieferbeziehung zu beurteilen.


Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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