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Oncology AblationDecember 12, 2023INVAMED Medical Affairs

Wer ist ein geeigneter Kandidat für eine Tumorablation? Auswahlkriterien

Wie Ärzte einen geeigneten Kandidaten für eine Tumorablation beurteilen: Tumorgröße, Lokalisation, Anzahl und Begleiterkrankungen im Tumorboard abgewogen.

Die Feststellung, ob eine Person ein geeigneter Kandidat für eine Tumorablation ist, umfasst weit mehr als die Betrachtung einer einzelnen Aufnahme. Interventionelle Radiologen, Onkologen und Chirurgen prüfen in der Regel gemeinsam Bildgebung, Tumorbiologie und den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten, bevor sie einen minimal-invasiven Ablationsansatz gegenüber Operation, Bestrahlung oder systemischer Therapie empfehlen. Das Verständnis der allgemeinen Faktoren, die in diese Beurteilung einfließen, kann Patienten dabei helfen, fundiertere Gespräche mit ihrem Behandlungsteam zu führen.

Welche Tumormerkmale sind am wichtigsten?

Tumorgröße, -anzahl und -lokalisation gelten üblicherweise als die ersten Kriterien bei der Beurteilung der Eignung. Kleinere, gut abgegrenzte Tumoren lassen sich im Allgemeinen leichter vollständig mit thermischer oder anderer ablativer Energie behandeln, da die Ablationszone den Tumor mit einem Sicherheitssaum aus umgebendem Gewebe zuverlässiger abdecken kann. Größere Tumoren können weiterhin in Betracht gezogen werden, mitunter mit gestaffelten Behandlungen oder einer Kombinationstherapie, wobei Ergebnisse und Technik je nach klinischer Einschätzung variieren.

Auch die Lokalisation spielt eine bedeutende Rolle. Tumoren in der Nähe großer Blutgefäße, Gallengänge, des Darms oder des Zwerchfells können zusätzliche technische Herausforderungen darstellen, da Hitze oder Kälte bei der Ablation benachbarte Strukturen beeinträchtigen können und der Blutfluss in der Nähe großer Gefäße Wärme aus der Behandlungszone abtransportieren kann. Dies schließt einen Patienten nicht automatisch aus, verändert jedoch häufig die Technik, den Zugangswinkel oder den Einsatz schützender Maßnahmen während des Eingriffs.

Wie wirken sich Begleiterkrankungen auf die Eignung für eine Ablation aus?

Der allgemeine Gesundheitszustand eines Patienten wird zusammen mit dem Tumor selbst abgewogen. Erkrankungen wie eingeschränkte Nierenfunktion, unkontrollierte Blutgerinnungsstörungen, eine aktive Infektion oder eine begrenzte kardiopulmonale Reserve können beeinflussen, ob ein Patient für ein perkutanes oder laparoskopisches Ablationsverfahren als geeignet erachtet wird und ob dieses unter Sedierung oder Vollnarkose durchgeführt wird. In vielen Fällen können Patienten, die aufgrund von Begleiterkrankungen nicht als geeignete Kandidaten für eine größere Operation gelten, dennoch für eine bildgesteuerte Ablation infrage kommen, da diese im Allgemeinen weniger invasiv ist als eine offene Resektion.

Bei Lebertumoren werden zudem üblicherweise die Leberfunktion sowie der allgemeine Leistungsstatus geprüft. Ein qualifizierter Arzt beurteilt die Eignung im Einzelfall und berücksichtigt dabei, wie gut ein Patient den Eingriff voraussichtlich verträgt und sich anschließend davon erholt.

Warum ist ein multidisziplinäres Tumorboard beteiligt?

Viele onkologische Zentren lassen Entscheidungen über die Eignung für eine Ablation über ein multidisziplinäres Tumorboard laufen, in dem interventionelle Radiologen, medizinische Onkologen, chirurgische Onkologen, Strahlentherapeuten und Pathologen gemeinsam einen Fall besprechen. Dieses kollaborative Modell besteht, weil die Ablation für viele Tumorarten eine von mehreren Behandlungsoptionen neben chirurgischer Resektion, Strahlentherapie und systemischen Therapien darstellt und die optimale Abfolge oder Kombination häufig von Faktoren abhängt, die mehrere Fachgebiete betreffen.

Bei einer Tumorboard-Besprechung werden in der Regel Bildgebung, Biopsieergebnisse, vorherige Behandlungen und die vom Patienten genannten Behandlungsziele geprüft. Dieser Prozess soll den Behandlungsplan auf die konkrete klinische Situation abstimmen, statt einen einheitlichen Ansatz für alle anzuwenden.

Welche Rolle spielt das Ablationsgerät?

Sobald ein Patient als angemessener Kandidat identifiziert wurde, wählt der behandelnde Arzt eine Ablationsmodalität und ein System basierend auf den Tumormerkmalen und der institutionellen Verfügbarkeit aus. Die Radiofrequenzablation beispielsweise nutzt einen Generator und eine Elektrode, um Energie zuzuführen, die Wärme im Zielgewebe erzeugt; CE-gekennzeichnete Systeme verschiedener Hersteller werden in interventionell-onkologischen Programmen für diese Behandlungskategorie eingesetzt. Verfügbarkeit und konkrete Indikationen variieren je nach Land und sollten anhand der geltenden Gebrauchsanweisung (IFU) des jeweiligen Produkts überprüft werden. Interessierte können das breitere Angebot an ablationsbezogenen Produkten auf der INVAMED Kategorieseite für Onkologie-Ablation einsehen.

Was geschieht, wenn ein Tumorboard entscheidet, dass eine Ablation nicht geeignet ist?

Wird eine Ablation nicht empfohlen, bespricht das Tumorboard in der Regel alternative Optionen wie chirurgische Resektion, Strahlentherapie, systemische Behandlung oder eine Kombination von Therapien. Die endgültige Empfehlung hängt von den konkreten Tumormerkmalen und der gesamten klinischen Situation des Patienten ab.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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