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Oncology AblationJune 17, 2026INVAMED Medical Affairs

Kombination von Ablation und Embolisation bei Lebertumoren

Wie die Kombination aus Ablation und Embolisation bei Lebertumoren eingesetzt wird, um Blutfluss und Wärmesenken-Effekt bei der Behandlungsplanung zu berücksichtigen.

Lebertumoren in der Nähe größerer Blutgefäße stellen eine besondere technische Herausforderung für die thermische Ablation dar: Der fließende Blutstrom kann Wärme aus der Behandlungszone abtransportieren, bevor das Tumorgewebe vollständig zerstört ist – ein Effekt, der gemeinhin als Wärmesenken-Effekt (Heat-Sink-Effekt) bezeichnet wird. Eine in der interventionell-onkologischen Literatur diskutierte Strategie zur Bewältigung dieser Herausforderung ist die Kombination aus Ablation und Embolisation, ein Ansatz, der Techniken zum Gefäßverschluss mit Radiofrequenz- oder anderen thermischen Ablationsmethoden verbindet. Dieser Artikel erläutert das allgemeine Konzept hinter der Kombination dieser Behandlungen und die Rolle von Embolisationsgeräten in diesem Zusammenhang.

Warum eine Kombinationsbehandlung anstelle einer alleinigen Ablation in Betracht ziehen?

Tumoren in unmittelbarer Nähe größerer hepatischer Gefäße lassen sich mit einer alleinigen Ablation mitunter schwerer vollständig behandeln, da das durch die nahegelegenen Gefäße fließende Blut kontinuierlich Wärme aus dem Zielbereich abtransportiert – wodurch möglicherweise ein Randsaum vitalen Tumorgewebes in Gefäßnähe verbleibt, selbst wenn der übrige Teil der Läsion ausreichend behandelt wurde. Die Reduktion des Blutflusses zum Tumor vor oder während der Ablation wird in der Literatur häufig als Strategie beschrieben, mit der sich dieser Wärmesenken-Effekt möglicherweise begrenzen lässt, da ein geringerer Blutfluss bedeutet, dass weniger thermische Energie aus der Behandlungszone abtransportiert wird. Dies wird im Allgemeinen als Möglichkeit diskutiert, bei Tumoren, die mit thermischer Energie allein nur schwer zu behandeln wären, eine vollständigere oder größere Ablationszone zu erzielen – wobei die Ergebnisse von Fall zu Fall variieren und dieser Ansatz keine vollständige Tumorzerstörung bei jedem Patienten garantiert.

Was ist TACE plus RFA und wie funktioniert dies im Allgemeinen?

Eine spezifische, in der Lebertumor-Literatur häufig diskutierte Kombination ist die transarterielle Chemoembolisation in Verbindung mit einer Radiofrequenzablation, gelegentlich als TACE plus RFA bezeichnet. Bei der transarteriellen Chemoembolisation werden Chemotherapeutika direkt in die Blutversorgung des Tumors eingebracht, zusammen mit einem embolischen Material, das den Blutfluss zum Tumor blockiert, während die RFA über eine Elektrode zugeführten Radiofrequenzstrom nutzt, um Wärme im Tumor zu erzeugen. Werden beide Verfahren gemeinsam durchgeführt – entweder in derselben Sitzung oder in einer gestaffelten Abfolge –, wird diese Kombination in der Literatur häufig als Ansatz beschrieben, der sowohl die Blutversorgung des Tumors als auch dessen Zellzerstörung über zwei unterschiedliche Mechanismen adressiert. Die konkrete Abfolge, der Zeitpunkt und die Frage, ob diese Kombination für einen bestimmten Patienten geeignet ist, werden vom behandelnden multidisziplinären Team auf Grundlage von Tumorgröße, Lokalisation und der allgemeinen Leberfunktion des Patienten festgelegt.

Wie trägt die Embolisation zur Reduktion des Blutflusses bei?

Embolisation bezeichnet allgemein den gezielten Verschluss eines Blutgefäßes mithilfe verschiedener Geräte oder Materialien und stellt den Schritt zur Flussreduktion innerhalb einer Kombinationsstrategie dar. Je nach klinischem Szenario können bei diesen Verfahren eingesetzte Embolisationsgeräte Coils, Partikel oder selbstexpandierende Gefäßverschluss-Plugs umfassen, die zum Verschluss eines Zielgefäßes konzipiert sind. Im Rahmen der transarteriellen Radioembolisation (TARE) oder anderer für das Management von Lebertumoren relevanter Embolisationsverfahren kann ein selbstexpandierendes Verschlusssystem wie der MultiBEAM Embolization Plug vom behandelnden Arzt im Rahmen einer umfassenderen Strategie für den Gefäßzugang und -verschluss eingesetzt werden. Laut Herstellerangaben beschreibt der Hersteller den MultiBEAM als mehrseitigen, selbstexpandierenden Nitinol-Plug, der für den Gefäßverschluss mit minimaler Migration konzipiert und über einen Katheter appliziert wird; er ist unter anderem für Indikationen wie TARE, periphere Aneurysmen und weitere Anwendungen zum Gefäßverschluss vorgesehen. Seine Rolle in einem konkreten Lebertumorfall, einschließlich der Frage, ob er begleitend zu einem Ablationsverfahren eingesetzt wird, bestimmt der behandelnde interventionelle Radiologe auf Grundlage der individuellen Gefäßanatomie des Patienten.

Wie wird dieser Kombinationsansatz für einen individuellen Patienten festgelegt?

Ob Ablation und Embolisation kombiniert werden, eine der beiden Techniken allein zum Einsatz kommt oder ein gänzlich anderer Behandlungsweg eingeschlagen wird, hängt von Größe, Anzahl und Lage der Tumoren relativ zu größeren Gefäßen sowie von der zugrundeliegenden Leberfunktion und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten ab. Diese Entscheidung wird in der Regel im Rahmen einer multidisziplinären Besprechung zwischen interventionellen Radiologen, Hepatologen und Onkologen getroffen, wobei die potenziellen Vorteile einer Kombinationstherapie gegen den zusätzlichen prozeduralen Aufwand zweier statt einer Technik abgewogen werden. Kein Kombinationsansatz kann ein bestimmtes Ergebnis für einen individuellen Patienten garantieren; die Eignung wird von Fall zu Fall beurteilt.

Für diese Kombinationsstrategie relevante Geräte

Der MultiBEAM Embolization Plug ist ein für die Embolisationskomponente dieser Kombinationsstrategie relevantes Gerät; weitere Details finden Sie auf der Produktseite des MultiBEAM Embolization Plug. Die Ablationskomponente stützt sich auf Geräte aus dem breiteren Onkologie-Ablationsportfolio von INVAMED, das auf der INVAMED Produktseite für Onkologie-Ablation eingesehen werden kann.

Garantiert die Kombination aus Ablation und Embolisation eine bessere Tumorkontrolle als Ablation allein?

Nein, keine einzelne Kombination kann ein bestimmtes Ergebnis für einen individuellen Patienten garantieren. Kombinationsansätze werden in der Literatur als Strategie diskutiert, mit der sich die durch den Wärmesenken-Effekt bedingten Einschränkungen in Gefäßnähe möglicherweise adressieren lassen; die Tumorbiologie, die Lokalisation und patientenspezifische Faktoren beeinflussen jedoch alle das tatsächliche Ergebnis, und diese Einschätzung wird vom behandelnden Team getroffen.

Wird TACE plus RFA in einer Sitzung oder über mehrere Termine durchgeführt?

In der Literatur werden sowohl gestaffelte als auch Ansätze innerhalb einer Sitzung beschrieben; die konkrete Abfolge hängt vom institutionellen Protokoll, den Tumormerkmalen und dem Zustand des Patienten ab. Das interventionell-radiologische Team legt den geeigneten Zeitpunkt für den jeweiligen Fall fest.

Welche Gerätetypen werden für den Embolisationsanteil der Kombinationstherapie verwendet?

Embolisationsgeräte können unter anderem Coils, Partikel und selbstexpandierende Gefäßverschluss-Plugs umfassen, die je nach Größe und Anatomie des Zielgefäßes ausgewählt werden. Die Wahl des Geräts trifft der behandelnde Arzt entsprechend dem konkret erforderlichen Gefäßverschluss.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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