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EmbolizationSeptember 29, 2021INVAMED Medical Affairs

Gefäßverschluss-Plugs: Kontrollierter Verschluss in einem Device

Wie Gefäßverschluss-Plugs einen kontrollierten Gefäßverschluss in einem einzigen Device erreichen und wo sie bei Embolisationen eingesetzt werden.

Wenn ein interventioneller Radiologe ein Blutgefäß kontrolliert und vorhersehbar verschließen muss – sei es bei einem peripheren Aneurysma, einem Endoleak, einer Varikozele oder im Rahmen einer Blutungskontrolle bei Trauma –, ist die Wahl des Embolisationsdevices entscheidend. Gefäßverschluss-Plugs haben sich als vielfach eingesetzte Option etabliert, gerade weil sie darauf ausgelegt sind, den Verschluss eines Zielgefäßes mit einem einzigen, selbstexpandierenden Device zu erreichen, anstatt mehrere einzelne Coils platzieren zu müssen. Das Verständnis der Funktionsweise dieser Devices verdeutlicht, warum sie häufig für bestimmte Gefäßanatomien gewählt werden.

Was ist ein Gefäßverschluss-Plug?

Ein Gefäßverschluss-Plug ist ein selbstexpandierendes Verschlussdevice, das in der Regel aus einem Formgedächtnismetall-Gerüst besteht und über einen Katheter an eine bestimmte Stelle im Blutgefäß eingebracht wird, wo es sich entfaltet und sich der Gefäßwand anpasst. Nach der Freisetzung soll das Device eine Thrombose (Gerinnselbildung) fördern, die den Blutfluss durch dieses Gefäßsegment vollständig unterbricht. Im Unterschied zu Embolisations-Coils, die typischerweise in Reihe platziert werden, um eine okkludierende Masse aufzubauen, ist ein Gefäßverschluss-Plug in der Regel darauf ausgelegt, den Verschluss mit einem einzigen, an der Zielstelle positionierten Device zu erreichen.

Wie funktioniert der Verschlussmechanismus?

Die meisten Gefäßverschluss-Plugs verwenden ein selbstexpandierendes Metallgeflecht – häufig aus Nitinol, einer Formgedächtnislegierung –, das im Führungskatheter komprimiert vorliegt und sich nach der Freisetzung an der Zielstelle auf den vorgesehenen Durchmesser entfaltet. Das Geflecht selbst bewirkt bereits eine erste Flussstörung, und viele Designs enthalten zusätzliches Fasermaterial oder eine Beschichtung, um die Gerinnselbildung über das Device hinweg weiter zu beschleunigen. Röntgendichte Markierungen, häufig aus Platin, ermöglichen die Darstellung des Devices unter Durchleuchtung während und nach der Freisetzung, um die korrekte Positionierung zu bestätigen.

Warum sind Größenwahl und Freisetzung des Plugs so wichtig?

Die korrekte Größenwahl im Verhältnis zum Durchmesser des Zielgefäßes ist ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Platzierung eines Gefäßverschluss-Plugs: Ein zu klein dimensionierter Plug kann migrieren, während ein deutlich zu groß dimensionierter Plug schwer präzise zu platzieren sein oder das Gefäß verformen kann. Plugs werden in der Regel über einen kompatiblen Katheter oder eine Führungsschleuse über einen Führungsdraht zur Zielstelle vorgeschoben; viele Designs erlauben eine Repositionierung oder Rückholung des Devices vor der endgültigen Freisetzung, falls die initiale Position nicht zufriedenstellend ist – ein wichtiges Sicherheitsmerkmal während der Freisetzung.

Wo werden Gefäßverschluss-Plugs klinisch eingesetzt?

Gefäßverschluss-Plugs kommen bei einer Reihe von Embolisationsindikationen zum Einsatz, bei denen ein Gefäßsegment definierter Länge einen zuverlässigen Verschluss mit einem einzigen Device benötigt. Häufig diskutierte Anwendungen umfassen die Kontrolle pelviner Blutungen, die Behandlung der Varikozele (Verschluss der V. gonadalis), das Management von Endoleaks nach Aneurysma-Reparatur, die Vorbereitung der transarteriellen Radioembolisation (TARE) sowie den Verschluss peripherer Aneurysmen. Die Wahl zwischen einem Plug, Coils oder einem anderen Embolisationsmittel hängt vom Gefäßdurchmesser, den Flusseigenschaften und dem konkreten klinischen Ziel ab, was ein qualifizierter Arzt im Einzelfall entscheidet.

Wie lassen sich Plugs und Coils im Allgemeinen vergleichen?

Plugs und Coils sind beides metallbasierte Embolisationsdevices, eignen sich jedoch grundsätzlich für unterschiedliche Szenarien. Ein einzelner Plug kann ein definiertes Gefäßsegment effizient verschließen, was die Eingriffsdauer bei Gefäßen mit passendem Durchmesser und passender Länge verkürzen kann, während Coils mehr Flexibilität für unregelmäßige oder verzweigte Anatomien bieten, bei denen mehrere kleinere Devices zum Erreichen des Verschlusses platziert werden können. Keines der beiden Devices ist grundsätzlich vorzuziehen – Gefäßanatomie und Flussdynamik bestimmen die Wahl, und die klinische Beurteilung legt die jeweils beste Lösung für den Einzelfall fest.

Der MultiBEAM Embolization Plug

INVAMED stellt den MultiBEAM Embolization Plug her, ein mehrseitiges, selbstexpandierendes Verschlussdevice auf Basis eines Nitinol-Drahtgerüsts mit einem herstellerseitig berichteten Design, das das Migrationsrisiko minimieren soll. Laut Herstellerangaben ist das Device in verschiedenen Durchmessern erhältlich und wird über kompatible Katheter oder Führungsschleusen appliziert; zu den Indikationen zählen pelvine Blutungen, Varikozele, Endoleak, TARE und periphere Aneurysmen. Weitere Spezifikationen finden Sie auf der Produktseite des MultiBEAM Embolization Plug. Verfügbarkeit und Indikationen variieren je nach Land; die Gebrauchsanweisung (IFU) ist stets zu konsultieren.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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