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EmbolizationSeptember 12, 2022INVAMED Medical Affairs

Plug vs. Coil: Die Wahl des richtigen Embolisationsdevices

Gefäßverschluss-Plug vs. Coil bei der Embolisation: wie Operateure Gefäßanatomie, Flussrate und Packungsdichte bei der Devicewahl abwägen.

Interventionellen Radiologen stehen mehrere Familien von Embolisationsdevices zur Verfügung, wenn ein Gefäß verschlossen werden muss; zu den am häufigsten eingesetzten zählen Gefäßverschluss-Plugs und Embolisations-Coils. Keines von beiden ist eine universelle Lösung – die Entscheidung zwischen Plug und Coil hängt maßgeblich vom konkret zu behandelnden Gefäß, seinem Durchmesser, seinen Flusseigenschaften und dem klinischen Ziel des Eingriffs ab. Das Verständnis des jeweiligen Verhaltens dieser Devices erklärt, warum Operateure sich von Fall zu Fall unterschiedlich entscheiden.

Was unterscheidet einen Plug von einem Coil?

Ein Gefäßverschluss-Plug ist in der Regel ein einzelnes, selbstexpandierendes Device, das ein definiertes Gefäßsegment in einer einzigen Freisetzung verschließen soll, während ein Embolisations-Coil ein kleineres, flexibleres Device ist, das häufig in mehrfacher Ausführung platziert wird, um im Zielgefäß eine okkludierende Masse aufzubauen. Coils sind in verschiedenen Formen und Steifigkeitsprofilen erhältlich und lassen sich an unregelmäßige Räume anpassen, während Plugs in der Regel für einen standardisierteren Verschluss eines relativ geraden Gefäßsegments an einem einzigen Punkt konzipiert sind.

Welchen Einfluss hat der Gefäßdurchmesser auf die Wahl?

Der Gefäßdurchmesser ist einer der wichtigsten anatomischen Faktoren bei dieser Entscheidung. Größere Gefäße mit hoher Flussrate – etwa bei manchen pelvinen Blutungssituationen oder größeren Aneurysmahälsen im peripheren Bereich – eignen sich häufig besser für einen Gefäßverschluss-Plug, da ein einzelnes, passend dimensioniertes Device einen zuverlässigen Verschluss effizienter erreichen kann als das Packen zahlreicher Coils. Kleinere oder stärker geschlängelte Gefäße sowie Gefäße mit unregelmäßiger Verzweigung lassen sich häufig wirksamer mit Coils behandeln, die sich formen und packen lassen, um sich komplexer Anatomie anzupassen.

Welche Rolle spielt die Flussrate?

Gefäße mit hoher Flussrate stellen eine besondere Herausforderung für die Embolisation dar, da die Devices dem Verdrängungsdruck des Flusses standhalten müssen, bevor sich eine Thrombose etabliert. Gefäßverschluss-Plugs werden bei Hochflusssituationen häufig bevorzugt, da ihr Gerüst über ein definiertes Gefäßsegment eine unmittelbarere mechanische Flussstörung bewirkt, teils unterstützt durch zusätzliches Fasermaterial zur schnelleren Gerinnselbildung. Coils, die in Hochflussgefäßen eingesetzt werden, erfordern mitunter eine sorgfältige Technik, teils in Kombination mit weiteren Embolisationsmitteln, um eine Migration vor Erreichen einer ausreichenden Packungsdichte zu vermeiden.

Was ist Packungsdichte, und warum ist sie bei Coils relevant?

Wird die Entscheidung für Coils getroffen, wird die Packungsdichte – der Anteil des Gefäßlumens, der mit Coil-Material gefüllt ist – zu einem wichtigen Faktor für einen dauerhaften Verschluss. Eine niedrigere Packungsdichte geht in der Regel mit einem höheren Risiko einer Rekanalisation einher (dem erneuten Öffnen des Gefäßes im Zeitverlauf), während eine höhere Packungsdichte mit einem dauerhafteren Verschluss assoziiert ist – wobei das Erreichen einer hohen Packungsdichte die Eingriffsdauer verlängern kann. Dieser Zielkonflikt ist einer der Gründe, warum manche Operateure in Gefäßen, in denen eine ausreichende Coil-Packungsdichte technisch anspruchsvoll zu erreichen wäre, einen Plug bevorzugen.

Wie gehen Operateure mit Eingriffsdauer und Kosten um?

Gefäßverschluss-Plugs können die Eingriffsdauer bei passend dimensionierten Gefäßen verkürzen, da eine einzelne Device-Freisetzung mehrere Coil-Freisetzungen ersetzen kann. Plugs eignen sich jedoch in der Regel für ein engeres Spektrum an Gefäßgeometrien, während Coils Flexibilität über ein breiteres Spektrum an Anatomien bieten und bei Bedarf mit anderen Embolisationsmitteln kombiniert werden können. Keines der beiden Devices ist grundsätzlich schneller, sicherer oder wirksamer in jeder Situation – die Wahl spiegelt eine fallbezogene klinische Beurteilung wider.

Devices für beide Ansätze

Teams der interventionellen Radiologie sind darauf angewiesen, sowohl Plug- als auch Coil-Optionen zur Verfügung zu haben, um das Device dem jeweils vorgefundenen Gefäß anzupassen. INVAMED stellt den MultiBEAM Embolization Plug für den Gefäßverschluss mit einem einzelnen Device sowie das Spider Peripheral Detachable Coil System für die gepackte Coil-Embolisation peripherer Aneurysmen, AV-Fisteln und abnormer Gefäße her; Details finden Sie auf der Produktseite des MultiBEAM Embolization Plug und der Produktseite des Spider Peripheral Detachable Coil System. Die Devicewahl sollte stets vom behandelnden Arzt und anhand der Gebrauchsanweisung (IFU) des Produkts erfolgen.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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