Skip to main content
INVAMED
StartseiteINVAblogEin klinischer Leitfaden zur Beckenfrakturfixation
Orthopedic & Trauma SolutionsMarch 16, 2025INVAMED Medical Affairs

Ein klinischer Leitfaden zur Beckenfrakturfixation

Beckenfrakturfixation im Überblick: ein klinischer Leitfaden zur Klassifikation des Beckenrings, Stabilisierungsprinzipien und Plattenfixationsüberlegungen.

Beckenfrakturen gehören zu den biomechanisch und anatomisch komplexesten Verletzungen der orthopädischen Traumapraxis. Eine erfolgreiche Beckenfrakturfixation erfordert ein Verständnis der Beckenringstabilität, der Frakturklassifikationssysteme und der verfügbaren Osteosynthesematerial-Optionen für verschiedene Verletzungsmuster. Dieser Leitfaden beschreibt zentrale Konzepte für die Planung der Beckenfrakturfixation.

Wie werden Beckenringverletzungen klassifiziert?

Beckenringverletzungen werden üblicherweise anhand von Klassifikationssystemen beurteilt, die Mechanismus und Richtung der Krafteinwirkung beschreiben, wie laterale Kompression, anteroposteriore Kompression und vertikale Scherverletzungsmuster. Diese Klassifikationen helfen, assoziierte Verletzungsmuster vorherzusagen – beispielsweise gehen anteroposteriore Kompressionsverletzungen häufiger mit einer erheblichen Vergrößerung des Beckenvolumens und höheren Raten begleitender Gefäßverletzungen einher. Azetabulumfrakturen, die den Hüftgelenkspfannen-Anteil des Beckens betreffen, werden separat mittels Systemen klassifiziert, die die spezifisch betroffenen Säulen und Wände beschreiben.

Was bestimmt, ob eine chirurgische Fixation erforderlich ist?

Nicht alle Beckenfrakturen erfordern eine chirurgische Stabilisierung. Stabile Beckenringverletzungen, bei denen die hinteren lasttragenden Strukturen intakt bleiben, werden häufig konservativ mit geschützter Belastung behandelt. Instabile Beckenringstörungen – bei denen die Dislokation die strukturelle Integrität des Rings beeinträchtigt – und dislozierte Azetabulumfrakturen, die die lasttragende Gelenkfläche betreffen, erfordern eher eine chirurgische Fixation, um die anatomische Ausrichtung und langfristige Gelenkfunktion wiederherzustellen.

Welche Fixationsoptionen sind verfügbar?

Die Beckenfixationsstrategien variieren je nach Bruchmuster und können Folgendes umfassen:

  • Anteriore externe Fixation — manchmal als temporäre Schadensbegrenzungsmaßnahme bei hämodynamisch instabilen Patienten eingesetzt, um das Beckenvolumen zu reduzieren und Blutungen zu kontrollieren
  • Perkutane Schraubenfixation — kanülierte Schrauben, die unter fluoroskopischer oder navigationsgestützter Kontrolle für ausgewählte Verletzungen des hinteren Rings platziert werden und bei geeigneten Bruchmustern eine weniger invasive Option bieten
  • Offene Reposition und Plattenosteosynthese — anatomisch vorgeformte Rekonstruktionsplatten, wie die CytroFIX Pelvic Reconstruction Plate von INVAMED, die über einen offenen chirurgischen Zugang zur direkten Visualisierung und Fixation dislozierter Frakturfragmente angewendet werden

Die CytroFIX Pelvic Reconstruction Plate wird aus hochreiner Ti-6Al-4V-Titanlegierung gefertigt und verfügt über mehrere Lochanordnungen, die sowohl winkelstabile als auch nicht winkelstabile Schraubenoptionen unterstützen, wobei ausgewählte Konfigurationen eine winkelvariable Verriegelung für mehrfragmentäre oder osteoporotische Bruchmuster bieten.

Was sind wichtige Überlegungen bei der Operationsplanung?

Die Beckenfrakturchirurgie erfordert eine detaillierte präoperative Planung, typischerweise mit CT-Bildgebung und dreidimensionaler Rekonstruktion, um die Frakturmorphologie vollständig zu charakterisieren. Die Wahl des chirurgischen Zugangs (anterior, posterior oder kombiniert) hängt vom spezifischen Bruchmuster und den Strukturen ab, die eine direkte Visualisierung erfordern. Aufgrund der Nähe des Beckens zu großen Gefäßen, Nerven und Beckeneingeweiden sowie des Risikos eines erheblichen Blutverlusts im Zusammenhang mit Beckenringstörungen werden diese Eingriffe typischerweise von Chirurgen mit spezifischer Ausbildung und Erfahrung in der Becken- und Azetabulumtraumatologie durchgeführt.

Was sind allgemeine Risikoüberlegungen?

Wie bei allen orthopädischen Traumaeingriffen birgt auch die Beckenfrakturfixation inhärente chirurgische Risiken, einschließlich Infektion, neurovaskulärer Verletzung und implantatbedingter Komplikationen. Da Beckenfrakturen häufig mit Hochenergietrauma-Mechanismen einhergehen, weisen Patienten häufig zusätzliche Verletzungen auf, die in die gesamte Behandlungssequenzierung und den Zeitpunkt der definitiven Fixation einbezogen werden müssen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Beckenringverletzung und einer Azetabulumfraktur?

Eine Beckenringverletzung betrifft die Störung der knöchernen Ringstruktur, die von Sakrum und den beiden Beckenknochen gebildet wird, während eine Azetabulumfraktur speziell die Hüftgelenkspfanne betrifft. Diese Verletzungen können unabhängig voneinander oder gemeinsam auftreten und werden mittels unterschiedlicher Systeme klassifiziert.

Wann wird bei Beckenfrakturen eine externe Fixation eingesetzt?

Die anteriore externe Fixation wird manchmal als temporäre Schadensbegrenzungsmaßnahme bei hämodynamisch instabilen Patienten eingesetzt, um das Beckenvolumen zu reduzieren und Blutungen zu kontrollieren, wobei eine definitive interne Fixation in Betracht gezogen wird, sobald der Zustand des Patienten dies zulässt.

Aus welchem Material besteht die CytroFIX Pelvic Reconstruction Plate?

Die Platte wird aus hochreiner Ti-6Al-4V-Titanlegierung gefertigt, im Einklang mit der Materialstrategie der breiteren orthopädischen Trauma-Implantatlinie von INVAMED.

Verwandte INVAMED-Ressourcen


Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

pelvic fracture fixationpelvic ring injury classificationacetabular fracture surgerypelvic reconstruction platepelvic trauma stabilization
Ein klinischer Leitfaden zur Beckenfrakturfixation | INVAMED