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Coronary Artery Disease & Cardiac InterventionsAugust 27, 2023INVAMED Medical Affairs

Wie viele Stents kann ein Mensch bekommen? Was die Praxis zeigt

Wie viele Stents kann ein Mensch bekommen? Erfahren Sie, wie Läsionsanzahl, Gefäßanatomie und gestaffelte PCI die Anzahl der Stents beeinflussen.

Patienten, die sich auf eine Koronarintervention vorbereiten, stellen häufig eine sehr praktische Frage: Wie viele Stents kann ein Mensch überhaupt bekommen? Das ist eine berechtigte Überlegung, besonders für jemanden, der seinen ersten Eingriff vor sich hat, oder für jemanden, der bereits einen Stent erhalten hat und sich Sorgen macht, künftig weitere zu benötigen. Die kurze Antwort lautet: Es gibt keine feste, allgemeingültige Obergrenze – die Anzahl der Stents, die ein Mensch erhält, hängt von seiner individuellen Koronaranatomie, dem Ausmaß der Erkrankung und der vom Behandlungsteam gewählten klinischen Strategie ab.

Warum gibt es keine feste Zahl?

Anders als bei einer Dosierung oder einem standardisierten Protokoll richtet sich die Stentimplantation vollständig danach, wie die Koronararterien tatsächlich in der Bildgebung aussehen. Manche Patienten haben eine einzelne, isolierte Engstelle, die mit einem Stent behandelt werden kann. Andere haben eine Erkrankung, die sich über mehrere Segmente oder mehrere Gefäße erstreckt, was mehrere Stents erfordern kann, um den Blutfluss angemessen wiederherzustellen. Da sich die koronare Herzkrankheit von Person zu Person so stark unterscheidet, spiegelt die Anzahl der implantierten Stents das konkrete Muster der bei der Angiografie festgestellten Engstellen wider und nicht eine standardmäßige Vorgabe.

Was bedeutet „vollständige Revaskularisation" in der Praxis?

Operateure streben in der Regel eine sogenannte vollständige oder zumindest angemessene Revaskularisation an – das heißt, klinisch bedeutsame Engstellen werden behandelt, ohne den Versuch, jede kleinste in der Bildgebung sichtbare Unregelmäßigkeit zu therapieren. Nicht jede Verengung in einer Koronararterie erfordert einen Stent; viele leichte oder nicht flussbegrenzende Läsionen werden stattdessen mit Medikamenten und Risikofaktorkontrolle behandelt. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn sie bedeutet, dass die Anzahl der implantierten Stents an die Anzahl der als klinisch bedeutsam eingestuften Läsionen gekoppelt ist, nicht an die Gesamtzahl aller beobachteten Verengungen.

Können Stents über mehrere Eingriffe verteilt platziert werden?

Ja. Wenn ein Patient mehrere signifikante Engstellen aufweist, wählen Ärzte manchmal einen gestaffelten Ansatz statt einer Behandlung in einer einzigen Sitzung. Bei der gestaffelten PCI wird bei einem ersten Eingriff ein Gefäß oder ein Satz von Läsionen behandelt, und der Patient kehrt zu einem späteren Zeitpunkt – oft Tage bis Wochen später – zurück, um verbleibende Krankheitsbereiche zu behandeln. Dieser Ansatz kann gewählt werden, um die Menge des Kontrastmittels und die Eingriffsdauer in einer einzelnen Sitzung zu begrenzen, um eine Erholungsphase zwischen den Eingriffen zu ermöglichen oder um zu beurteilen, wie der Patient auf die erste Intervention reagiert, bevor weiter vorgegangen wird.

Welche praktischen Faktoren begrenzen eine einzelne Sitzung?

Während einer einzelnen PCI-Sitzung gibt es praktische Überlegungen, die beeinflussen können, wie viele Läsionen gleichzeitig behandelt werden. Kontrastmittel, das zur Darstellung der Arterien im Röntgenbild verwendet wird, hat ein kumulatives Volumen, das Ärzte sorgfältig überwachen, insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion. Die Eingriffsdauer ist ein weiterer Faktor, da längere Eingriffe zusätzliche Überlegungen sowohl für den Patienten als auch für das Behandlungsteam mit sich bringen. Bei mehreren signifikanten Läsionen wägt der interventionelle Kardiologe diese praktischen Faktoren gemeinsam mit der anatomischen Komplexität ab, um zu entscheiden, ob alles in einer Sitzung oder gestaffelt über mehrere Termine behandelt wird.

Wie viele Stents erhalten die meisten Patienten tatsächlich?

Im klinischen Alltag erhalten viele Patienten nur ein oder zwei Stents zur Behandlung einer fokalen Engstelle oder eines begrenzten Krankheitsbereichs. Andere Patienten, insbesondere jene mit ausgedehnterer Mehrgefäß-Koronarerkrankung, erhalten möglicherweise mehrere Stents über einen oder mehrere Eingriffe hinweg. Die Bandbreite ist tatsächlich groß, und es ist nicht ungewöhnlich, dass eine Person Jahre nach einem ersten Eingriff zusätzliche Stents in einem anderen Teil des Koronarsystems benötigt, da sich die koronare Herzkrankheit in zuvor unbehandelten Segmenten im Laufe der Zeit weiterentwickeln kann. Allgemeine Informationen zur Technologie koronarer Stents finden Sie in der Kategorie koronare Herzkrankheit und kardiale Interventionen von INVAMED.

Wird eine Person nach ihrem ersten Stent künftig weitere benötigen?

Dies ist individuell sehr unterschiedlich. Manche Patienten benötigen über viele Jahre hinweg keine weiteren Stents, während andere im Laufe der Zeit neue Krankheitsbereiche entwickeln, die zusätzliche Behandlung erfordern können. Fortlaufendes Risikofaktormanagement und Nachsorge sind in der Regel Teil der langfristigen Überwachung, und ein etwaiger künftiger Bedarf wird vom behandelnden Arzt beurteilt.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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