Die Uterusmyomembolisation (UFE, uterine fibroid embolization), auch Uterusarterienembolisation genannt, ist ein minimalinvasives, katheterbasiertes Verfahren, das die Blutversorgung von Gebärmuttermyomen reduzieren soll. Das Verständnis der Funktionsweise der UFE kann Patientinnen helfen, diese Option fundiert mit ihrem Arzt zu besprechen, wenn sie Behandlungsansätze für Myome in Betracht ziehen.
Was ist das Ziel der Uterusmyomembolisation?
Myome sind für ihr Wachstum und den Erhalt ihrer Größe auf eine Blutversorgung angewiesen. Die UFE soll diese Blutversorgung unterbrechen, indem embolisches Material in die Uterusarterien eingebracht wird, die die Myome versorgen. Durch die reduzierte Durchblutung können Myome mit der Zeit schrumpfen und weicher werden, was bei manchen Patientinnen zu einer Besserung myombedingter Symptome führen kann. Die individuellen Ergebnisse variieren, und dieses Verfahren entfernt das Myomgewebe nicht direkt, wie es eine Operation tut.
Wie wird die UFE durchgeführt?
Die UFE wird typischerweise von einem interventionellen Radiologen unter Bildgebungskontrolle durchgeführt. Die genaue Technik kann je nach Arzt und Fall variieren, die allgemeinen Schritte umfassen jedoch häufig:
- Gefäßzugang: Der Arzt verschafft sich Zugang zu einer Arterie, üblicherweise am Handgelenk oder in der Leiste, mittels einer kleinen Nadel und einer Einführschleuse.
- Katheternavigation: Ein dünner Katheter wird unter fluoroskopischer Bildgebung durch das arterielle System zu den Uterusarterien geführt.
- Angiographie: Kontrastmittel wird injiziert, um die Anatomie der Uterusarterien sichtbar zu machen und die myomversorgenden Gefäße zu bestätigen.
- Embolisatapplikation: Embolisches Material – üblicherweise Partikel oder Mikrosphären – wird über den Katheter in die Zielgefäßäste der Uterusarterien injiziert, wodurch die Durchblutung der Myome reduziert wird.
- Beidseitige Behandlung: Dieser Vorgang wird üblicherweise auf der gegenüberliegenden Seite wiederholt, da Myome häufig von beiden Uterusarterien mit Blut versorgt werden.
- Bestätigungsbildgebung: Der Arzt bestätigt eine ausreichende Reduktion der Durchblutung, bevor der Eingriff abgeschlossen wird.
Was geschieht nach dem Eingriff?
Patientinnen werden nach dem Eingriff üblicherweise für eine gewisse Zeit überwacht, und Ärzte besprechen in der Regel die zu erwartenden Symptome nach dem Eingriff, wie beispielsweise Unterleibskrämpfe, die nach Anweisung des Behandlungsteams medikamentös behandelt werden können. Die Genesungszeiten variieren je nach Person, und konkrete Nachsorgeanweisungen sollten stets direkt vom behandelnden Arzt stammen.
Wer legt die Eignung für die UFE fest?
Die Eignung für die Uterusmyomembolisation wird von einem Arzt anhand von Faktoren wie Größe, Anzahl und Lage der Myome, Symptomschwere, allgemeinem Gesundheitszustand und individuellen Zielen der Patientin festgelegt – einschließlich etwaiger Überlegungen zu einem zukünftigen Kinderwunsch. Die UFE ist nicht für jede Patientin oder jeden Myomtyp geeignet, und eine gründliche Untersuchung mit Bildgebung ist erforderlich, bevor diese Entscheidung getroffen werden kann.
Häufig gestellte Fragen
Ist die UFE ein chirurgischer Eingriff?
Die UFE gilt als minimalinvasives, katheterbasiertes Verfahren und nicht als klassische Operation, da für die Entfernung des Myoms kein Bauchschnitt erforderlich ist. Sie wird üblicherweise von einem interventionellen Radiologen durchgeführt.
Wie lange dauert eine UFE?
Die Verfahrensdauer variiert je nach individueller Gefäßanatomie und Anzahl der behandelten Myome. Ein Arzt kann anhand der Bildgebung und Planung vor dem Eingriff eine genauere Schätzung angeben.
Beeinflusst die UFE die zukünftige Fruchtbarkeit?
Der Zusammenhang zwischen der UFE und der zukünftigen Fruchtbarkeit ist ein individuelles Thema, das von vielen Faktoren abhängt, einschließlich Myomeigenschaften und Krankengeschichte der Patientin. Patientinnen mit Kinderwunsch sollten dies vor jeder Myombehandlung ausdrücklich mit ihrem Arzt besprechen.
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