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Ophthalmic & Vision CareJune 24, 2022INVAMED Medical Affairs

Laserbehandlung bei diabetischer Retinopathie: So hilft sie

Wie die Laserbehandlung bei diabetischer Retinopathie wirkt: panretinale Photokoagulation, Makulalaser und was Patienten erwarten können.

Die Laserbehandlung bei diabetischer Retinopathie wird seit Jahrzehnten eingesetzt, um eine der häufigsten Folgeerkrankungen eines langjährigen Diabetes zu behandeln. Eine diabetische Augenerkrankung entsteht, wenn dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte die kleinen Blutgefäße der Netzhaut schädigen, was zu Flüssigkeitsaustritt, abnormalem Gefäßwachstum und in fortgeschrittenen Stadien zu einem Risiko schweren Sehverlusts führt. Die Lasertherapie bleibt ein wichtiges Instrument, um diesen Prozess zu verlangsamen, häufig ergänzend zu anderen Behandlungen wie injizierbaren Medikamenten.

Wie schädigt Diabetes die Netzhaut?

Die diabetische Retinopathie schreitet in Stadien voran, beginnend mit milden Veränderungen wie kleinen Bereichen geschwächter Gefäße, und entwickelt sich bei manchen Patienten bis zu fortgeschritteneren Stadien mit abnormalem Wachstum neuer Blutgefäße, einem Prozess, der als Neovaskularisation bezeichnet wird. Diese fragilen neuen Gefäße können in das Auge einbluten oder zur Bildung von Narbengewebe beitragen, das die Netzhaut verzieht oder ablöst. Das diabetische Makulaödem, eine verwandte Komplikation mit Flüssigkeitsansammlung im zentralen Netzhautbereich, kann das Sehvermögen unabhängig davon bedrohen, wie weit die Retinopathie insgesamt fortgeschritten ist.

Was ist die panretinale Photokoagulation?

Die panretinale Photokoagulation, häufig als PRP-Laserbehandlung bezeichnet, wird bei fortgeschrittener, proliferativer diabetischer Retinopathie eingesetzt, wenn ein abnormales Gefäßwachstum begonnen hat oder ein hohes Risiko dafür besteht. Bei der Behandlung werden mehrere Hundert bis über tausend kleine Laserherde über die periphere Netzhaut verteilt appliziert, wobei die zentrale Makula ausgespart wird. Die Überlegung dahinter ist, dass eine Verringerung des Sauerstoffbedarfs der peripheren Netzhaut, die bei fortgeschrittener diabetischer Retinopathie oft schlecht durchblutet ist, den Reiz für abnormales Gefäßwachstum reduzieren kann. Die PRP-Laserbehandlung erfolgt in der Regel über mehrere Sitzungen statt in einem einzigen Termin, unter anderem um das Risiko vorübergehender Nebenwirkungen wie eingeschränktes Nachtsehen oder Veränderungen des peripheren Sehvermögens zu verringern.

Was ist die Makulalaser-Behandlung?

Der Makulalaser, ein gezielterer und schonenderer Ansatz als die PRP, wird speziell beim diabetischen Makulaödem eingesetzt, bei dem Flüssigkeitsaustritt das zentrale Sehvermögen bedroht. Fokale oder Gitter-Lasermuster werden auf bestimmte undichte Gefäße oder Bereiche der Makula angewendet, mit dem Ziel, die Flüssigkeitsansammlung zu reduzieren und das Sehvermögen zu stabilisieren. In den letzten Jahren wird der Makulalaser häufig begleitend zu oder nach injizierbaren Anti-VEGF-Medikamenten eingesetzt, die sich zu einer primären Behandlung des Makulaödems entwickelt haben; der Laser bleibt Fällen vorbehalten, in denen er einen zusätzlichen Nutzen bieten kann.

Was können Patienten von der Behandlung erwarten?

Die Laserbehandlung bei diabetischer Retinopathie wird im Allgemeinen als Möglichkeit beschrieben, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen oder zu stabilisieren, nicht als Verfahren, das bereits verlorenes Sehvermögen wiederherstellt. Viele Patienten benötigen mehrere Sitzungen, und manche erleben nach einer PRP vorübergehende visuelle Nebenwirkungen wie eingeschränktes Nachtsehen, leichte Unschärfe oder Veränderungen des peripheren Sehvermögens. Die langfristigen Ergebnisse hängen wesentlich von einer fortlaufend guten Blutzuckereinstellung und regelmäßiger Netzhautüberwachung ab, da die diabetische Augenerkrankung auch nach einer Laserbehandlung weiter fortschreiten kann, wenn das zugrunde liegende Diabetesmanagement nicht optimal eingestellt ist.

Die Rolle der Endolaser-Technologie bei vitreoretinalen Eingriffen

In fortgeschritteneren Fällen mit Glaskörperblutung oder deutlicher Narbenbildung kann eine diabetische Retinopathie eine Vitrektomie erforderlich machen, bei der der Laser mittels einer faseroptischen Endolaser-Sonde, die in das Auge eingeführt wird, direkt auf die Netzhaut angewendet wird. INVAMED stellt die Horus Optic Laser Probes her, die in der vitreoretinalen Chirurgie zur Photokoagulation eingesetzt werden und laut Herstellerangaben in den Gauge-Größen 20, 23, 25 und 27 erhältlich sind. Weitere Informationen finden Sie auf der INVAMED-Produktseite zu den Horus Optic Laser Probes. Ein qualifizierter Netzhautspezialist entscheidet, ob Laserbehandlung, injizierbare Therapie, Operation oder eine Kombination davon für die diabetische Augenerkrankung eines individuellen Patienten geeignet ist.

Wie häufig sollten Menschen mit diabetischer Retinopathie Augenuntersuchungen wahrnehmen?

Die Häufigkeit der Augenuntersuchungen richtet sich nach dem Schweregrad der Retinopathie, und ein Netzhautspezialist oder Ophthalmologe empfiehlt üblicherweise einen individuellen Kontrollplan, der von jährlichen Untersuchungen bei milder Erkrankung bis zu Kontrollen alle paar Monate bei fortgeschritteneren oder aktiv behandelten Fällen reichen kann. Menschen mit Diabetes sollten die spezifischen Empfehlungen ihres Arztes befolgen.


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Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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