Dieser Leitfaden bietet einen bildungsorientierten, technischen Überblick über die Augenheilkunde und Sehversorgung sowie die in diesem Bereich eingesetzten Gerätetechnologien. Auf der Seite der Tränenwege kann ein verstopfter Tränengang mit einer Laser-Dakryozystorhinostomie (DCR) behandelt werden, die mithilfe von Laserenergie einen neuen Abflussweg schafft. Als Hersteller von Medizinprodukten entwickelt INVAMED Technologien in diesem Bereich; die hier enthaltenen Informationen dienen der Aufklärung und stellen keine medizinische Beratung dar.
Hintergrund: Netzhaut- und Tränenwegserkrankungen, die mit Laser behandelt werden
Die diabetische Retinopathie ist eine Komplikation des Diabetes, bei der die Blutgefäße der Netzhaut geschädigt werden, und in bestimmten Stadien kann sie nach Einschätzung einer Augenärztin bzw. eines Augenarztes mit einer retinalen Laserphotokoagulation behandelt werden. Mehrere Augenerkrankungen, die die Netzhaut und das Tränenabflusssystem betreffen, können mit Laserenergie behandelt werden, die durch feine faseroptische Sonden abgegeben wird. Diese Verfahren stützen sich auf faseroptische Lasersonden mit definierten Abmessungen, die Energie präzise an das Zielgewebe im Auge oder im Tränenwegssystem übertragen.
Kerntechnologien und Optionen
Retinale Laserphotokoagulation. Die retinale Laserphotokoagulation nutzt Laserenergie, um kleine, kontrollierte Verbrennungen auf der Netzhaut zu erzeugen, die erkrankte oder undichte Bereiche stabilisieren sollen. Sie ist eine gut etablierte Technik bei der Behandlung bestimmter Stadien der diabetischen Retinopathie und anderer Netzhauterkrankungen, nach Einschätzung einer Augenärztin bzw. eines Augenarztes. Endolasersonden für die vitreoretinale Chirurgie. Eine Endolasersonde ist ein feines faseroptisches Instrument, das während einer vitreoretinalen Operation in das Auge eingeführt wird, um Laserenergie im Inneren abzugeben. Sie ermöglicht es der Operateurin bzw. dem Operateur, die Photokoagulation aus dem Inneren der Glaskörperhöhle direkt auf die Netzhaut anzuwenden. Größen faseroptischer Lasersonden. Faseroptische Lasersonden werden in definierten Kerndurchmessern hergestellt, damit die Operateurin bzw. der Operateur eine für die Aufgabe geeignete Größe auswählen kann. Die INVAMED Horus Fiber Optic Reihe wird in Faserdurchmessern von 300, 500 und 600 Mikron angeboten. Laser-Dakryozystorhinostomie (DCR). Die Laser-Dakryozystorhinostomie ist ein Verfahren, das mithilfe von Laserenergie einen neuen Abflussweg für Tränen schafft, wenn der natürliche Gang verstopft ist. Sie ist dafür vorgesehen, bei entsprechend ausgewählten Patientinnen und Patienten Symptome eines verstopften Tränengangs wie Tränenfluss und wiederkehrende Infektionen zu lindern. Laserbehandlung der diabetischen Retinopathie. Bei der diabetischen Retinopathie wird die Laserbehandlung in bestimmten Stadien eingesetzt, um den Antrieb zum abnormen Wachstum neuer Gefäße zu verringern und die Netzhaut zu stabilisieren. Die panretinale Photokoagulation setzt Laserverbrennungen über die periphere Netzhaut hinweg, während die fokale Behandlung auf bestimmte undichte Bereiche zielt. Panretinale Photokoagulation (PRP). Die panretinale Photokoagulation, oder PRP, verteilt Laseranwendungen über die periphere Netzhaut hinweg, anstatt an einem einzelnen fokalen Punkt. Sie wird bei proliferativer diabetischer Retinopathie mit dem Ziel eingesetzt, den Reiz für die abnorme Gefäßbildung zu verringern.
Vergleich der Ansätze
Laser-DCR vs. externe Dakryozystorhinostomie. Die Laser-Dakryozystorhinostomie schafft mithilfe von Laserenergie einen neuen Tränenabflussweg, häufig auf endonasalem Weg ohne äußeren Hautschnitt. Der Laseransatz wird im Allgemeinen so positioniert, dass er eine äußere Narbe vermeidet, während die externe DCR über eine lange Erfolgsbilanz verfügt. Photokoagulation vs. Anti-VEGF-Injektion. Die retinale Laserphotokoagulation nutzt Laserenergie, um erkrankte Netzhautbereiche zu stabilisieren, während die Anti-VEGF-Therapie ein Medikament in das Auge abgibt, um Leckagen und abnorme Gefäße zu reduzieren. Der Laser ist eine gerätebasierte, energieabgebende Behandlung, während Anti-VEGF eine pharmakologische Injektion ist, die nach einem Zeitplan verabreicht wird. Gerade Endolasersonde vs. gebogene Endolasersonde. Endolasersonden können in geraden oder gebogenen Ausführungen konfiguriert werden, um der Operateurin bzw. dem Operateur zu helfen, verschiedene Bereiche der Netzhaut zu erreichen. Beide Ausführungen geben Laserenergie über einen faseroptischen Kern an das Zielgewebe ab.
INVAMED-Portfolio in diesem Bereich
Zu den zugehörigen Geräten von INVAMED gehören: Horus Optic Laser Probes, Horus Fiber Optic Laser DCR, Horus Fiber Optic 300/500/600 Laser Probes, Lasergade Laser Probes Photocoagulation. Detaillierte Spezifikationen zu jedem finden sich in der Produktdokumentation.
Wichtige Überlegungen
- Die ophthalmischen Lasersonden von INVAMED sind für die Verwendung durch geschulte Augenchirurginnen und -chirurgen im Einklang mit der Produktdokumentation und den lokalen Zulassungen vorgesehen.
- Eine genaue Stadieneinteilung der Netzhauterkrankung bestimmt, ob und wie die Laserphotokoagulation angewandt wird, und diese Beurteilung wird von einer Augenärztin bzw. einem Augenarzt durchgeführt.
- Die Auswahl des Faserdurchmessers aus den verfügbaren Optionen von 300, 500 und 600 Mikron wird von der operierenden Chirurgin bzw. dem operierenden Chirurgen auf den Eingriff abgestimmt.
Häufig gestellte Fragen
Funktionieren die Sonden mit jeder Laserkonsole?
Die Kompatibilität der Laserplattform ist in der Produktdokumentation angegeben und sollte vor der Beschaffung bestätigt und nicht vorausgesetzt werden.
Wer entscheidet über eine retinale Laserbehandlung?
Eine qualifizierte Augenärztin bzw. ein qualifizierter Augenarzt entscheidet auf Grundlage einer individuellen Beurteilung und der Stadieneinteilung der Erkrankung; dieser Inhalt dient der Aufklärung und ist keine Behandlungsempfehlung.
In welchen Fasergrößen sind die Horus-Lasersonden erhältlich?
Die Horus Fiber Optic Lasersonden von INVAMED werden in Durchmessern von 300, 500 und 600 Mikron angeboten; die geeignete Größe wird von der operierenden Chirurgin bzw. dem operierenden Chirurgen ausgewählt.
Über INVAMED
INVAMED gibt an, mehr als 100 internationale Patente über sein Geräteportfolio hinweg zu halten. INVAMED berichtet, dass CE-gekennzeichnete Geräte in mehr als 80 Länder vertrieben werden.
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Wichtiger Haftungsausschluss
Dieser Inhalt ist bildungsorientiert und technischer Natur und darf nicht als medizinische Beratung oder als Versprechen eines klinischen Ergebnisses ausgelegt werden. Individuelle Ergebnisse hängen von vielen Faktoren ab und können nur von einer behandelnden Ärztin bzw. einem behandelnden Arzt beurteilt werden. INVAMED zugeschriebene Zahlen spiegeln Hersteller- oder veröffentlichte Daten wider und sind keine Garantie für Ergebnisse. Alle INVAMED-Geräte sind von geschulten Klinikerinnen und Klinikern gemäß der zugelassenen IFU zu verwenden, und die Verfügbarkeit unterliegt dem lokalen regulatorischen Status.
Geprüft vom INVAMED Medical Affairs Team. Die Inhalte sind bildungsorientiert und technischer Natur.
