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Ophthalmic & Vision CareAugust 30, 2024INVAMED Medical Affairs

Makulaödem: Behandlungsansätze im Überblick

Überblick über Behandlungsansätze beim Makulaödem: Anti-VEGF-Injektionen, Lasertherapie und wie eine Netzhautschwellung das zentrale Sehvermögen beeinflusst.

Ein Makulaödem bezeichnet eine Netzhautschwellung in der Makula, dem kleinen zentralen Bereich der Netzhaut, der für scharfes, detailliertes Sehen beim Lesen, Autofahren und Erkennen von Gesichtern verantwortlich ist. Da die Makula für das funktionale Sehvermögen so zentral ist, kann bereits eine mäßige Schwellung in diesem Bereich die täglichen Aktivitäten spürbar beeinträchtigen – weshalb die Behandlung des Makulaödems seit vielen Jahren ein aktives Feld der ophthalmologischen Entwicklung ist.

Was verursacht eine Netzhautschwellung in der Makula?

Ein Makulaödem entsteht, wenn Flüssigkeit aus geschädigten oder abnormalen Blutgefäßen in das umliegende Netzhautgewebe austritt und dieses dadurch verdickt und anschwillt. Die häufigste zugrunde liegende Ursache ist die diabetische Retinopathie, bei der chronisch erhöhte Blutzuckerwerte die kleinen Netzhautgefäße im Laufe der Zeit schädigen. Weitere Ursachen sind der retinale Venenverschluss, bei dem eine blockierte Vene zu einem Rückstau von Druck und Flüssigkeitsaustritt führt, die Uveitis (Entzündung im Augeninneren) sowie Komplikationen nach einer Katarakt- oder anderen intraokularen Operation. Die Identifizierung der zugrunde liegenden Ursache ist ein wichtiger Schritt bei der Behandlung des Makulaödems, da sich der Ansatz je nach Auslöser des Flüssigkeitsaustritts unterscheiden kann.

Welche Rolle spielen Anti-VEGF-Injektionen?

Anti-VEGF-Medikamente, die direkt in das Auge injiziert werden, haben sich zu einer primären Behandlung vieler Formen des Makulaödems entwickelt, insbesondere wenn diese mit diabetischer Retinopathie oder retinalem Venenverschluss zusammenhängen. VEGF, der vaskuläre endotheliale Wachstumsfaktor, ist ein Signalprotein, das abnormales Blutgefäßwachstum fördert und die Gefäßdurchlässigkeit erhöht; Anti-VEGF-Medikamente blockieren die Aktivität dieses Proteins, was die Schwellung reduzieren und bei vielen Patienten das Sehvermögen verbessern oder stabilisieren kann. Diese Injektionen werden in der Regel nach einem wiederkehrenden Schema verabreicht, anfangs oft monatlich, wobei die Häufigkeit im Laufe der Zeit anhand des durch Bildgebung überwachten Ansprechens des Auges angepasst wird.

Welche Rolle spielt die Lasertherapie heute?

Die Lasertherapie, konkret der fokale oder Gitter-Makulalaser, spielte historisch eine größere Rolle in der Behandlung des Makulaödems, bevor Anti-VEGF-Medikamente breit verfügbar wurden. Heute wird der Makulalaser häufiger als Ergänzung oder Alternative in bestimmten Situationen eingesetzt, etwa wenn Injektionen das Ödem nicht vollständig kontrollieren, wenn ein Patient die Häufigkeit der Injektionen reduzieren möchte, oder bei bestimmten Ödemtypen, die weniger stark VEGF-getrieben sind. Die Laserbehandlung des Makulaödems verwendet weniger intensive, gezieltere Anwendungen als die breitere panretinale Photokoagulation, die bei anderen Komplikationen der diabetischen Retinopathie eingesetzt wird, was ihre Rolle bei der Stabilisierung statt der aggressiven Behandlung ausgedehnter Erkrankung widerspiegelt.

Gibt es weitere Behandlungsoptionen?

Über Anti-VEGF-Injektionen und Laser hinaus kommen bei Makulaödem gelegentlich Kortikosteroid-Injektionen oder -Implantate zum Einsatz, insbesondere wenn eine Entzündung wesentlich zur Erkrankung beiträgt oder wenn ein Patient nicht ausreichend auf eine Anti-VEGF-Therapie angesprochen hat. Auch die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache ist zentral für das langfristige Management; beim diabetischen Makulaödem gehört dazu die Blutzuckereinstellung, und beim Ödem nach retinalem Venenverschluss ist die Kontrolle assoziierter kardiovaskulärer Risikofaktoren häufig Teil des umfassenderen Behandlungsplans.

Wie entscheiden Ärzte, welcher Ansatz gewählt wird?

Da ein Makulaödem mehrere mögliche Ursachen und verschiedene verfügbare Behandlungen hat, entscheidet ein qualifizierter Arzt über den geeigneten Ansatz anhand der zugrunde liegenden Diagnose, des Schweregrads und Musters der auf Netzhautbildgebung sichtbaren Schwellung sowie des Ansprechens der Erkrankung auf die initiale Behandlung. Viele Patienten erhalten im Laufe der Zeit eine Kombination von Ansätzen statt einer einzigen festen Behandlung, und eine fortlaufende Überwachung ist in der Regel auch nach Stabilisierung des Sehvermögens erforderlich, da das Ödem erneut auftreten kann.

Kann ein Makulaödem nach erfolgreicher Behandlung wiederkehren?

Ein erneutes Auftreten wird häufig berichtet, insbesondere wenn die zugrunde liegende Ursache, etwa Diabetes oder retinaler Venenverschluss, weiterhin aktiv ist. Regelmäßige Kontrollbildgebung wird in der Regel auch nach Abklingen des Ödems empfohlen, damit ein Wiederauftreten rechtzeitig erkannt und behandelt werden kann.


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Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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