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Varicose Vein TreatmentNovember 12, 2023INVAMED Medical Affairs

Cyanoacrylat-Verschluss bei Krampfadern: Funktionsweise

Cyanoacrylat-Verschluss bei Krampfadern nutzt medizinischen Klebstoff, um insuffiziente Venen ohne Hitze zu verschließen. So funktioniert dieses Verfahren.

Der Cyanoacrylat-Verschluss bei Krampfadern ist eine nicht-thermische Technik, bei der eine insuffiziente Vene mit einer kleinen Menge medizinischen Klebstoffs verschlossen wird, der über einen Katheter zugeführt wird. Im Gegensatz zu hitzebasierten Methoden ist bei diesem Ansatz keine thermische Energie zum Verschließen der Vene erforderlich, was sich auf die Durchführung des Eingriffs und die Erfahrung der Patienten auswirkt. Dieser Leitfaden erklärt den Wirkmechanismus, den Ablauf des Eingriffs und wichtige Aspekte.

Was ist der Cyanoacrylat-Venenverschluss?

Der Cyanoacrylat-Verschluss, informell manchmal auch als „Venenkleber"-Behandlung bezeichnet, verwendet einen speziellen medizinischen Klebstoff, um eine insuffiziente Stamm- oder Perforansvene der Vena saphena dauerhaft zu verschließen. Der Klebstoff wird über einen dünnen Katheter zugeführt, der unter Ultraschallkontrolle in der erkrankten Vene platziert wird. Sobald er mit der Venenwand in Kontakt kommt, polymerisiert der Klebstoff rasch und verschließt die Vene.

Da weder thermische Energie noch eine umfangreiche Tumeszenzanästhesie erforderlich ist, wird diese Technik häufig als nicht-thermischer, nicht-tumeszenter (NTNT) Venenverschluss bezeichnet. Das VenaBLOCK-System von INVAMED ist ein Beispiel für ein Cyanoacrylat-basiertes Verschlussgerät, das für diese Art von Anwendung entwickelt wurde und für den Verschluss der Vena saphena magna und parva sowie von Perforansvenen bei der endovenösen Behandlung insuffizienter Krampfadern indiziert ist.

Wie wird der Eingriff typischerweise durchgeführt?

Ein Cyanoacrylat-Verschlussverfahren folgt im Allgemeinen dieser Abfolge:

  1. Ultraschallgestützter Zugang — der Arzt identifiziert die Zielvene und führt über eine kleine Nadelpunktion einen Katheter ein.
  2. Katheterpositionierung — der Katheter wird bis zum geeigneten Ausgangspunkt innerhalb des erkrankten Venensegments vorgeschoben.
  3. Klebstoffabgabe — kleine, kontrollierte Mengen des Cyanoacrylat-Klebstoffs werden abgegeben, während der Katheter entlang der Vene zurückgezogen wird.
  4. Manuelle Kompression — der Arzt übt entlang der Vene äußeren Druck aus, um einen gleichmäßigen Kontakt des Klebstoffs mit der Venenwand sicherzustellen.
  5. Verschlussbestätigung — mittels Ultraschall wird der Venenverschluss bestätigt, bevor der Eingriff abgeschlossen wird.

Die Polymerisation beginnt rasch, sobald der Klebstoff unter geeigneten Bedingungen mit der Venenwand in Kontakt kommt, sodass der Arzt entlang des Venensegments kontrolliert und schrittweise arbeiten kann.

Wie unterscheidet sich dies von thermischen Techniken?

Der entscheidende Unterschied liegt im Verschlussmechanismus. Thermische Techniken wie die Radiofrequenzablation nutzen Hitze, um eine Kontraktion des Kollagens der Venenwand zu bewirken, was in der Regel eine Tumeszenzanästhesie erfordert, um das umgebende Gewebe zu schützen und während der Energieabgabe für Komfort zu sorgen. Der Cyanoacrylat-Verschluss beruht hingegen auf einer chemisch-mechanischen Versiegelung durch den Klebstoff selbst, sodass im Allgemeinen keine größeren Mengen an Tumeszenzanästhesie erforderlich sind. Dies kann zu weniger Nadelinjektionen während des Eingriffs führen, wobei individuelle Erfahrungen und ärztliche Techniken variieren.

Was sollten Patienten vor dem Eingriff wissen?

Wie bei jedem gefäßchirurgischen Eingriff birgt der Cyanoacrylat-Verschluss Risiken und ist nicht für jeden Patienten geeignet. Die Eignung hängt von Faktoren wie der Venenanatomie, dem Ausmaß des Reflux und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab, die alle von einem qualifizierten Arzt beurteilt werden sollten. Manche Patienten können eine Empfindlichkeit gegenüber den Klebstoffbestandteilen aufweisen, was ein weiterer Grund dafür ist, dass eine gründliche Anamnese und ärztliche Untersuchung vor dem Eingriff unerlässlich sind.

Häufig gestellte Fragen

Erfordert der Cyanoacrylat-Verschluss eine Anästhesie?

Der Eingriff erfordert typischerweise nur eine minimale örtliche Betäubung an der Einstichstelle, statt der umfangreicheren Tumeszenzanästhesie, die bei thermischen Techniken eingesetzt wird. Die konkrete Anästhesiemethode sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Ist die Venenkleber-Behandlung dauerhaft?

Der Cyanoacrylat-Verschluss ist darauf ausgelegt, das behandelte Venensegment dauerhaft zu verschließen. Wie bei jedem Veneneingriff variieren die individuellen Ergebnisse, und ein Arzt kann die zu erwartende Dauerhaftigkeit anhand der spezifischen Anatomie eines Patienten erläutern.

Was geschieht mit dem Klebstoff nach dem Eingriff?

Der Klebstoff verbleibt im verschlossenen Venensegment, während die natürlichen Heilungsprozesse des Körpers die behandelte Vene allmählich resorbieren. Ärzte können die zu erwartende Gewebereaktion anhand des aktuellen klinischen Kenntnisstands erläutern.

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Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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