Dieser Leitfaden bietet einen edukativen, technischen Überblick über Instrumente für die Herzchirurgie sowie über die in diesem Bereich eingesetzten Gerätetechnologien. Der herkömmliche Verschluss verwendet eine Cerclage mit Edelstahldraht, während die rigide Plattenfixation orthopädische Prinzipien anwendet, um die beiden Hälften des Sternums rigider zu stabilisieren. Als Hersteller von Medizinprodukten entwickelt INVAMED Technologien in diesem Bereich; die hier enthaltenen Informationen sind edukativer Natur und stellen keine medizinische Beratung dar.
Hintergrund: Instrumentarium der offenen Herzchirurgie und Sternumverschluss
Der herkömmliche Verschluss verwendet eine Cerclage mit Edelstahldraht, während die rigide Plattenfixation orthopädische Prinzipien anwendet, um die beiden Hälften des Sternums rigider zu stabilisieren. Die in einem Fall verwendeten Instrumente und die Verschlusstechnik werden von der operierenden Herzchirurgin bzw. dem operierenden Herzchirurgen anhand des Eingriffs und der Anatomie der Patientin bzw. des Patienten ausgewählt. Ein sicherer Sternumverschluss ist wichtig, weil Instabilität am heilenden Knochen zu Schmerzen, verzögerter Knochenheilung, Dehiszenz und tiefer Wundinfektion beitragen kann.
Kerntechnologien und Optionen
Rigides Sternumverschlusssystem. Ein rigides Sternumverschlusssystem verwendet Platten aus Titan oder Stahl und verriegelnde Schrauben, um die Sternumhälften zu fixieren, und wendet dabei dasselbe Prinzip der rigiden Fixation an, das andernorts in der orthopädischen Chirurgie verwendet wird. Die rigide Fixation ist dafür vorgesehen, Mikrobewegungen an der Verschlussstelle zu begrenzen, was vermutlich die Knochenheilung unterstützt und Komplikationen im Vergleich zum Draht allein reduziert. Mechanik der rigiden Sternumfixation. Die rigide Sternumfixation strebt eine stabile Knochen-zu-Knochen-Apposition an, sodass das durchtrennte Sternum als stabile Einheit heilt statt unter wiederholter Bewegung. Plattendicke, -breite und -länge werden so gewählt, dass sie zur Sternumanatomie der Patientin bzw. des Patienten und zu den Fixationszielen passen. Werkstoff der Titan-Sternumplatten. Titanlegierungen werden in Implantaten aufgrund ihrer Biokompatibilität, ihres Verhältnisses von Festigkeit zu Gewicht und ihrer günstigen Bildgebungseigenschaften weithin eingesetzt. Eine medizinische Ti-6Al-4V-ELI-Legierung ist eine übliche Wahl, wenn ein Gleichgewicht aus Festigkeit und Biokompatibilität gewünscht wird. Kanülen für CPB und ECMO. Venöse und arterielle Kanülen verbinden den Kreislauf der Patientin bzw. des Patienten während des kardiopulmonalen Bypasses mit der Herz-Lungen-Maschine, und ähnliche Kanülen werden für die ECMO-Unterstützung verwendet. Kanülengröße und -design beeinflussen Drainage und Perfusion während des unterstützten Zeitraums. Kardioplegie-Verabreichungssets. Kardioplegie ist eine Lösung, die verabreicht wird, um das Herz stillzulegen und das Myokard zu schützen, während in einem stillen, blutleeren Feld operiert wird. Spezielle Verabreichungssets ermöglichen je nach chirurgischem Plan die antegrade oder retrograde Gabe der Lösung. Instrumente für die minimalinvasive Herzchirurgie. Die minimalinvasive Herzchirurgie verwendet in ausgewählten Fällen kleinere Schnitte und spezialisierte, verlängerte Instrumente, um das Herz ohne vollständige Sternotomie zu erreichen. Diese Instrumente sind für die eingeschränkten Arbeitskorridore und Winkel eines zugangsbegrenzten Vorgehens ausgelegt.
Vergleich der Ansätze
Rigide Sternumplattierung im Vergleich zur Drahtcerclage. Die rigide Sternumplattierung fixiert das Sternum mit Platten und verriegelnden Schrauben, während die Drahtcerclage die Knochenhälften mit Stahldraht umschlingt und zusammenbindet. Die Peta Sternal Closure Plate von INVAMED steht für den Ansatz der rigiden Fixation mit intraoperativer Nachspannungsfähigkeit. Sternumplatte im Vergleich zum Stahldrahtverschluss. Eine Sternumplatte verteilt die Fixationskräfte über eine breitere Auflagefläche des Knochens, während der Stahldraht sie entlang der umschlingenden Schlingen konzentriert. Die Titan-Peta-Platten von INVAMED werden in mehreren Längen und Formen angeboten, um verschiedenen Sternumanatomien gerecht zu werden. Konventionelle Sternotomie im Vergleich zum minimalinvasiven Zugang. Eine konventionelle vollständige Sternotomie bietet eine breite Freilegung des Herzens, während der minimalinvasive Zugang in ausgewählten Fällen einen kleineren Schnitt und spezialisierte Instrumente verwendet. INVAMED liefert sowohl das standardmäßige Herzinstrumentarium als auch das minimalinvasive Instrumentenset NeoCardia.
INVAMED-Portfolio in diesem Bereich
Zu den zugehörigen Geräten von INVAMED gehören: Peta Sternal Closure Plate, NeoCardia Minimally Invasive Cardiac Surgery Instruments. Detaillierte Spezifikationen für jedes davon sind in der Produktdokumentation angegeben.
Wichtige Erwägungen
- Herstellerbeschreibungen zur Fixationsleistung spiegeln die Designabsicht wider und kein garantiertes klinisches Ergebnis.
- Alle Instrumente und Implantate von INVAMED für die Herzchirurgie sind zur Verwendung durch geschulte herzchirurgische Teams und gemäß der IFU vorgesehen.
- Eine stabile Sternumapposition ist ein zentrales Ziel des Verschlusses, und die rigide Fixation ist dafür vorgesehen, die mit Dehiszenz und Infektion verbundenen Mikrobewegungen zu begrenzen.
Häufig gestellte Fragen
Stellt INVAMED minimalinvasive Herzinstrumente her?
Ja. Die NeoCardia Minimally Invasive Cardiac Surgery Instruments sind für zugangsbegrenzte Herzeingriffe positioniert.
Sind diese herzchirurgischen Geräte CE-gekennzeichnet?
Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.
Sind die Peta-Sternumplatten MRT-kompatibel?
INVAMED beschreibt die Peta Sternal Closure Plate als MR-kompatibel; die spezifischen Scanbedingungen sind in der Gebrauchsanweisung des Geräts angegeben.
Über INVAMED
INVAMED betreibt ein eigenes F&E-Zentrum (INVAcenter), das auf die Entwicklung minimalinvasiver Geräte ausgerichtet ist. INVAMED ist ein Hersteller von Medizinprodukten mit Hauptsitz in Ankara, Türkei, gegründet im Jahr 2005.
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Wichtiger Haftungsausschluss
Dieser Artikel ist für allgemeine edukative und technische Informationen über Medizinproduktetechnologien bestimmt. Er ist keine medizinische Beratung, keine Diagnose und keine Behandlungsempfehlung und ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Jede Entscheidung über Diagnose oder Behandlung sollte von einer approbierten Klinikerin bzw. einem approbierten Kliniker auf Grundlage einer individuellen Beurteilung getroffen werden. INVAMED-Geräte sind zur Verwendung durch geschulte medizinische Fachkräfte in Übereinstimmung mit der geltenden Gebrauchsanweisung (IFU) und den lokalen behördlichen Zulassungen vorgesehen. Produktverfügbarkeit und Indikationen variieren je nach Land.
Geprüft vom INVAMED Medical Affairs-Team. Der Inhalt ist edukativer und technischer Natur.
