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Deep Vein Thrombosis (DVT)July 16, 2023INVAMED Medical Affairs

Venografie und IVUS bei TVT: Das Gesamtbild erfassen

Wie Venografie und IVUS bei der TVT-Abklärung zusammenwirken, um Thrombusausmaß, Gefäßdurchmesser und Kompressionen vor und während der Behandlung darzustellen.

Eine wirksame Behandlung der tiefen Venenthrombose setzt voraus, genau zu verstehen, was im Inneren der Vene geschieht – nicht nur, dass ein Thrombus vorliegt. Zwei bildgebende Verfahren, die Kontrastvenografie und der intravaskuläre Ultraschall (IVUS), werden häufig gemeinsam eingesetzt, da jedes Verfahren Informationen liefert, die das andere nicht vollständig erfassen kann. Gemeinsam ermöglichen sie Interventionalisten eine präzisere Behandlungsplanung und -kontrolle als jede Methode für sich allein.

Was die Venografie zeigt

Bei der Venografie wird Kontrastmittel in die Vene injiziert und mittels Röntgenaufnahmen dessen Fluss durch das venöse System erfasst. So entsteht eine Karte, wo Blut fließt und wo nicht, wodurch Lage und Ausmaß eines Thrombus sichtbar werden, indem dargestellt wird, wo der Kontrastmittelfluss blockiert oder umgeleitet ist. Das Verfahren ist breit verfügbar, vergleichsweise schnell durchzuführen und liefert einen nützlichen Überblick über die venöse Anatomie entlang des gesamten behandelten Abschnitts.

Wo die Venografie an Grenzen stößt

Die Venografie eignet sich zwar hervorragend zur Darstellung allgemeiner Flussmuster, stößt jedoch bei Detailfragen an Grenzen. Die Kontrastmittelbildgebung stellt das Lumen des Gefäßes (den inneren Kanal) als zweidimensionale Silhouette dar, wodurch subtilere Befunde übersehen werden können – etwa das genaue Ausmaß einer Wandkompression, eine leichte Reststenose nach einer Thrombektomie oder ein teilweise wandständiger Thrombusanteil, der den Fluss nicht vollständig behindert.

Was IVUS ergänzt

Der intravaskuläre Ultraschall nutzt eine kleine Ultraschallsonde an der Spitze eines Katheters, die direkt in die Vene vorgeschoben wird, um Querschnittsbilder der Gefäßwand und des Lumens von innen zu erzeugen. So erhalten Interventionalisten eine deutlich detailliertere Ansicht von Gefäßdurchmesser, Wanddicke sowie etwaigen Kompressionen oder Restthromben, die auf einer Standard-Venografie möglicherweise nicht erkennbar sind. IVUS ist besonders wertvoll bei der Identifikation von Befunden wie einer Kompression der Vena iliaca, die auf reiner Kontrastmittelbildgebung leicht übersehen werden können.

Gemeinsamer Einsatz beider Verfahren während der Behandlung

Bei vielen TVT-Eingriffen wird zunächst die Venografie eingesetzt, um die gesamte Thrombuslast zu kartieren und die Katheternavigation zu steuern, während IVUS an entscheidenden Punkten – insbesondere nach der Thrombektomie – zum Einsatz kommt, um zu bestätigen, wie viel Thrombusmaterial tatsächlich entfernt wurde und ob eine residuale Stenose oder eine zugrunde liegende Kompression verbleibt. Dieser kombinierte Ansatz trägt dazu bei, das Risiko zu verringern, eine behandelbare Engstelle unbehandelt zu lassen, die andernfalls zu einem erneuten Auftreten des Thrombus beitragen könnte.

Warum die residuale Stenose von Bedeutung ist

Auch nach erfolgreicher Thrombusentfernung kann eine gewisse Verengung der Vene bestehen bleiben – sei es durch Restthrombus, chronische Wandveränderungen oder eine zugrunde liegende anatomische Kompression. Die Identifikation dieser residualen Stenose ist wichtig, da eine unbehandelte Engstelle einen unzureichenden Blutfluss aufrechterhalten und das Risiko eines erneuten Thrombus erhöhen kann. IVUS gilt bei der Erkennung solcher Befunde häufig als sensitiver als die Venografie allein.

Wie dies die Entscheidungsfindung während des Eingriffs prägt

Zeigt IVUS eine deutliche residuale Verengung oder eine zugrunde liegende Kompression wie das May-Thurner-Syndrom, kann der Interventionalist entscheiden, in derselben Sitzung einen Venenstent zu platzieren, um dies zu behandeln. Diese Art der Echtzeit-Entscheidungsfindung auf Grundlage detaillierter Bildgebung ist einer der Gründe, warum Dauer und Ablauf des Eingriffs von Fall zu Fall variieren können, selbst wenn sich der initiale Thrombusbefund auf der Voruntersuchung ähnlich darstellte.

Kann eine auf IVUS festgestellte residuale Verengung immer in derselben Sitzung behandelt werden?

Oft ja, insbesondere wenn ein für den Befund geeigneter Venenstent verfügbar ist, dies hängt jedoch von der jeweiligen Anatomie, dem Allgemeinzustand der Patientin oder des Patienten und der Einschätzung des Interventionalisten hinsichtlich des besten Vorgehens ab.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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