Skip to main content
INVAMED
StartseiteINVAblogSCS-Testphase vs. dauerhaftes Implantat: Der zweistufige Weg
Pain Management & Spine (Algology)March 26, 2024INVAMED Medical Affairs

SCS-Testphase vs. dauerhaftes Implantat: Der zweistufige Weg

Die Testphase der Rückenmarkstimulation im Vergleich zum dauerhaften Implantat: Ablauf der Stimulator-Testphase und die zugrunde liegenden Erfolgskriterien.

Die Rückenmarkstimulationstherapie wird nahezu immer über ein zweistufiges Verfahren eingeführt: eine vorübergehende Stimulator-Testphase, gefolgt – nur bei Erfolg – von einer dauerhaften Implantation. Dieser Aufbau besteht, weil das individuelle Ansprechen auf die Stimulation im Voraus nicht zuverlässig vorhergesagt werden kann und eine direkte Entscheidung für ein dauerhaft implantiertes Gerät ohne vorherige Bestätigung eines spürbaren Nutzens Patientinnen und Patienten einem unnötigen chirurgischen Risiko aussetzen würde, ohne dass ein Nachweis für die tatsächliche Wirksamkeit der Therapie vorläge.

Was geschieht während der Stimulator-Testphase?

Während der Stimulator-Testphase werden dünne Elektrodenkabel mittels einer minimalinvasiven, nadelbasierten Technik in der Nähe des Rückenmarks platziert, typischerweise ohne dauerhaften Hautschnitt oder implantierten Generator. Diese Elektrodenkabel werden mit einem kleinen externen Stimulationsgerät verbunden, das die Patientin oder der Patient für die Dauer der Testphase trägt – im Allgemeinen zwischen mehreren Tagen und etwa einer Woche. Patientinnen und Patienten nutzen das Gerät in ihrer gewohnten Alltagsumgebung und gehen soweit möglich ihren üblichen Aktivitäten nach, da das Ziel darin besteht, die Wirksamkeit unter Alltagsbedingungen zu beurteilen und nicht nur die Ergebnisse in einer klinischen Umgebung.

Wie wird der Erfolg während der Testphase gemessen?

Die Erfolgskriterien für eine Rückenmarkstimulator-Testphase richten sich im Allgemeinen nach dem Ausmaß der von der Patientin oder dem Patienten berichteten Schmerzreduktion sowie nach funktionellen Verbesserungen, etwa einer gesteigerten Fähigkeit zur Bewältigung alltäglicher Aktivitäten oder einem geringeren Bedarf an Schmerzmedikation. Eine erhebliche Verringerung des Ausgangsschmerzniveaus der Patientin oder des Patienten – häufig eine deutliche prozentuale Besserung –, die über die gesamte Testphase anhält, ist üblicherweise der Maßstab, um festzustellen, ob die Therapie einen spürbaren Nutzen bietet. Patientinnen und Patienten werden häufig gebeten, während dieses Zeitraums ein Schmerztagebuch zu führen oder standardisierte Fragebögen auszufüllen, damit die Ärztin oder der Arzt eine objektive Beurteilung vornehmen kann, statt sich auf ein einzelnes Nachgespräch zu verlassen.

Was geschieht nach einer erfolgreichen Testphase?

Erfüllt die Testphase die vereinbarten Erfolgskriterien, werden die vorübergehenden Elektrodenkabel entfernt, und es wird die Entscheidung getroffen, mit der dauerhaften Implantation fortzufahren. Dies umfasst ein definitiveres Verfahren zur Platzierung dauerhafter Elektrodenkabel und die Implantation eines kleinen Impulsgenerators unter der Haut, typischerweise im Bauch- oder oberen Gesäßbereich. Das dauerhafte System ermöglicht eine langfristige Programmierung und Anpassung und ist auf eine fortlaufende Therapie ausgelegt statt auf die vorübergehende Erfahrung der Testphase.

Was geschieht, wenn die Testphase nicht erfolgreich verläuft?

Erzielt die Stimulator-Testphase keine ausreichende Schmerzlinderung oder funktionelle Verbesserung, werden die vorübergehenden Elektrodenkabel einfach entfernt, und die Patientin oder der Patient schreitet nicht zur dauerhaften Implantation fort. Dieses Ergebnis bedeutet nicht zwangsläufig, dass alle Neuromodulationsoptionen ausgeschöpft sind; eine Ärztin oder ein Arzt kann eine Anpassung der Elektrodenposition oder der Stimulationsparameter und eine Wiederholung der Testphase in Erwägung ziehen oder gänzlich einen alternativen Behandlungspfad empfehlen. Die Reversibilität der Testphase ist beabsichtigt und ermöglicht Patientinnen, Patienten und Ärzteschaft, vor der Entscheidung für ein dauerhaftes Gerät eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Wer begleitet die Entscheidung zwischen Testphase und Implantat?

Da die Entscheidung zur dauerhaften Implantation sowohl von den objektiven Ergebnissen der Testphase als auch von der eigenen Einschätzung des Nutzens durch die Patientin oder den Patienten abhängt, bespricht eine qualifizierte Ärztin oder ein qualifizierter Arzt die Testergebnisse gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten, bevor der nächste Schritt empfohlen wird. Eine psychologische Untersuchung, die Faktoren berücksichtigt, die chronische Schmerzen und das Ansprechen auf die Behandlung beeinflussen können, ist ebenfalls häufig Bestandteil der umfassenden Beurteilung, noch bevor eine Rückenmarkstimulator-Testphase überhaupt eingeleitet wird, was die umfassende Untersuchung widerspiegelt, die dieser zweistufige Weg unterstützen soll.

Kann die Testphase wiederholt werden, wenn der erste Versuch nicht erfolgreich war?

In manchen Fällen kann eine Ärztin oder ein Arzt eine Anpassung der Elektrodenposition oder der Stimulationseinstellungen und eine Wiederholung der Testphase erwägen, insbesondere wenn Grund zur Annahme besteht, dass die erste Testphase das Potenzial der Therapie nicht ausreichend geprüft hat. Diese Entscheidung hängt von den spezifischen Umständen ab und wird gemeinsam von Ärztin bzw. Arzt und Patientin bzw. Patient getroffen.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

spinal cord stimulator trialstimulator trial periodimplant decisionsuccess criteriaspinal cord stimulationtrial periodchronic painpain management
SCS-Testphase vs. dauerhaftes Implantat: Der zweistufige Weg | INVAMED