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Peripheral Arterial Disease (PAD)October 7, 2025INVAMED Medical Affairs

Rotationsatherektomie: Wie Plaque-Debulking funktioniert

Rotationsatherektomie erklärt: Wie eine hochtourig rotierende Fräse verkalkte Plaque in peripheren Arterien abträgt und das Gefäß für die weitere Behandlung vorbereitet.

Verkalkte Plaque stellt eine der hartnäckigsten Herausforderungen bei der Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit dar, da dichter Kalk der Kompressionskraft eines Standard-Angioplastieballons widerstehen kann. Die Rotationsatherektomie wurde gezielt entwickelt, um dieses Problem zu adressieren: Eine hochtourig rotierende Fräse entfernt oder modifiziert verkalktes Material mechanisch, statt es lediglich gegen die Gefäßwand zu drücken. Dieser Artikel erklärt die Mechanik der Plaquereduktion durch Rotationsatherektomie und ordnet die Technik in eine breitere Behandlungsstrategie ein.

Der Grundmechanismus einer Rotationsatherektomiefräse

Ein Rotationsatherektomiesystem verwendet eine oft mit einem abrasiven Material wie Diamantpartikeln beschichtete Fräse, die auf einem flexiblen Antriebsschaft montiert ist und sich nach Aktivierung mit hoher Geschwindigkeit dreht. Während die Fräse die Läsion passiert, trägt sie selektiv die härtere, verkalkte Plaque ab, während sie – im Prinzip und nach Designabsicht – das elastischere, nachgiebigere Gewebe der gesunden Gefäßwand schont, eine Eigenschaft, die mitunter als differenzielles Schneiden bezeichnet wird. Diese Selektivität ist zentral für die Begründung der Technologie, da sie eine Plaquemodifikation ermöglicht, ohne das umgebende gesunde Gefäßsegment übermäßig zu verletzen.

Warum Fräsengröße und Geschwindigkeit einstellbar sind

Rotationsatherektomiesysteme bieten typischerweise mehrere unabhängige Fräsengrößen, sodass der Anwender den Fräsendurchmesser an das behandelte Gefäß und den gewünschten Grad der Plaquereduktion anpassen kann. Auch die Rotationsgeschwindigkeit lässt sich anpassen, was dem Anwender eine gewisse Möglichkeit gibt, die Aggressivität der Plaqueablation anhand des Ansprechens der Läsion während des Eingriffs zu modulieren. Diese Anpassbarkeit spiegelt die Realität wider, dass verkalkte Läsionen in Dichte, Länge und Verteilung erheblich variieren und ein einzelner fester Ansatz nicht für jeden Fall geeignet wäre.

Debrismanagement während des Eingriffs

Während die Fräse Plaque abträgt, entsteht feiner partikulärer Debris, den das System handhaben muss, um nachgelagerte Komplikationen wie distale Embolisation oder verlangsamten Fluss im behandelten Gefäß zu vermeiden. Viele Rotationsatherektomieplattformen verfügen über eine Aspirationsfunktion, um diesen Debris während des Eingriffs aktiv zu entfernen, statt sich allein auf den Blutstrom zu verlassen, um fragmentiertes Material auf natürlichem Weg abzutransportieren.

Führungsdrahtkompatibilität und Navigation

Rotationsatherektomie-Devices sind in der Regel darauf ausgelegt, über einen bereits über die Läsion positionierten Führungsdraht zu laufen, wobei die gängige Führungsdrahtkompatibilität je nach spezifischem Device und Zielgefäß sowohl 0,014″- als auch 0,035″-Systeme umfasst. Diese führungsdrahtbasierte Navigation ermöglicht es, die Fräse kontrolliert unter Durchleuchtung über das verkalkte Segment vorzuschieben und zurückzuziehen, wobei der Anwender bei Bedarf zusätzlicher Plaquereduktion mehrere Durchgänge vornehmen kann.

Wie diese Technologie in der Praxis angewendet wird

Die Rotationsatherektomie wird typischerweise als Gefäßvorbereitungsschritt eingesetzt, bei dem verkalkte Plaque vor Angioplastie, medikamentenbeschichteter Ballontherapie oder Stentimplantation modifiziert wird, statt als eigenständige Behandlung. Das TemREN-Rotablator-System von INVAMED bietet laut herstellerseitig berichteten Spezifikationen mehrere unabhängige Fräsengrößen, einstellbare Rotationsgeschwindigkeit, 0,014″- und 0,035″-Führungsdrahtkompatibilität, leistungsstarke Aspiration für das Debrismanagement sowie IVUS-Kompatibilität. Weitere Informationen zu dieser Technologie innerhalb des peripheren Portfolios von INVAMED finden Sie auf der Seite periphere arterielle Verschlusskrankheit.

Wird die Rotationsatherektomie bei jedem peripheren Arterieneingriff eingesetzt?

Nein. Sie bleibt generell Läsionen mit erheblicher Verkalkung vorbehalten, die einer angemessenen Angioplastie andernfalls widerstehen könnten. Viele periphere Arterienverschlüsse ohne starke Verkalkung werden allein mit Angioplastie und Stentimplantation erfolgreich behandelt, ohne einen Atherektomieschritt.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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