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EmbolizationAugust 26, 2022INVAMED Medical Affairs

Postembolisationssyndrom: Symptome und Dauer

Das Postembolisationssyndrom erklärt: typische Symptome, erwartete Dauer und wie Schmerzen und Fieber nach dem Eingriff üblicherweise behandelt werden.

Eine Symptomkombination, die als Postembolisationssyndrom bezeichnet wird, gehört zu den am häufigsten thematisierten Aspekten der Erholung nach Verfahren wie der Embolisation von Gebärmuttermyomen, der Embolisation von Lebertumoren und anderen Embolisationsverfahren größerer Zielgebiete. Trotz des Begriffs "Syndrom" wird dies in der klinischen Literatur allgemein als erwartete physiologische Reaktion von Gewebe auf eine kontrollierte Ischämie beschrieben und nicht als eigenständige Komplikation. Ein Verständnis der typischen Merkmale kann die Sorge von Patienten vor einem bevorstehenden Embolisationsverfahren verringern.

Aus welchen Symptomen setzt sich das Postembolisationssyndrom zusammen?

Das Postembolisationssyndrom umfasst üblicherweise eine Kombination aus Schmerzen am oder in der Nähe des behandelten Organs, leichtem Fieber, Übelkeit, Erschöpfung und einem allgemeinen Krankheitsgefühl. Die genaue Kombination und Intensität variieren je nach Patient und je nach behandeltem Organ — Patientinnen nach Embolisation von Gebärmuttermyomen berichten beispielsweise häufig von Beckenkrämpfen, während Patienten nach hepatischer Arterienembolisation bei einem Lebertumor eher Beschwerden im rechten Oberbauch beschreiben. Diese Symptome werden üblicherweise als am ersten Tag nach dem Eingriff beginnend berichtet.

Warum tritt dieses Symptommuster auf?

Die Embolisation wirkt, indem sie die Durchblutung des Zielgewebes gezielt reduziert oder unterbindet, und die Entzündungsreaktion des Körpers auf diese kontrollierte Ischämie gilt allgemein als der zugrunde liegende Auslöser des Postembolisationssyndroms. Da der Mechanismus an die biologische Reaktion des behandelten Gewebes gebunden ist und nicht an ein technisches Problem des Verfahrens, werden leichte Ausprägungen dieser Symptome üblicherweise als erwarteter Bestandteil des Heilungsprozesses angesehen und nicht als Warnzeichen — schwerere oder anhaltende Symptome sollten jedoch stets ärztlich abgeklärt werden.

Wie lange dauert das Postembolisationssyndrom typischerweise an?

Die Dauer variiert je nach Verfahrenstyp und individuellem Patienten, doch wird das Postembolisationssyndrom üblicherweise als selbstlimitierender Verlauf beschrieben, der bei vielen Patienten von wenigen Tagen bis etwa ein bis zwei Wochen andauert, wobei die Symptome in der Regel in den ersten 48 bis 72 Stunden am stärksten ausgeprägt sind und sich danach allmählich bessern. Größere behandelte Gewebevolumina, etwa bei der Embolisation mehrerer großer Myome, sind mitunter mit einem längeren oder ausgeprägteren Symptomverlauf assoziiert als kleinere, stärker begrenzte Embolisationen.

Wie wird das Postembolisationssyndrom behandelt?

Die Behandlung erfolgt in der Regel supportiv und ist auf das Wohlbefinden ausgerichtet, nicht auf eine Rückgängigmachung der Embolisation selbst.

  • Schmerzkontrolle: Ärzte wenden üblicherweise ein stufenweises Vorgehen bei der Schmerztherapie an, das eine planmäßige nicht-opioide Medikation mit zusätzlichen Optionen für Durchbruchschmerzen umfassen kann, individuell angepasst an den jeweiligen Patienten.
  • Fieberüberwachung: Leichtes Fieber wird üblicherweise überwacht statt aggressiv behandelt, da es häufig Teil der erwarteten Entzündungsreaktion ist — hohes oder anhaltendes Fieber sollte jedoch umgehend gemeldet werden.
  • Flüssigkeitszufuhr und Ruhe: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Ruhe während der akuten Symptomphase werden üblicherweise als Teil der routinemäßigen supportiven Versorgung empfohlen.
  • Maßnahmen gegen Übelkeit: Bei ausgeprägter Übelkeit kann eine Medikation eingesetzt werden, insbesondere in den ersten ein bis zwei Tagen.

Wann werden Symptome zu einem Warnzeichen?

Während leichtes Fieber, Schmerzen und Erschöpfung üblicherweise Teil des erwarteten Verlaufs sind, gelten bestimmte Anzeichen nicht als typisch für ein Postembolisationssyndrom und sollten Patienten dazu veranlassen, umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dazu zählen hohes oder rasch ansteigendes Fieber, Infektionszeichen wie sich ausbreitende Rötung oder Sekretion an einer Zugangsstelle, starke Schmerzen, die nicht auf die verordnete Medikation ansprechen, sowie jedes neue oder sich verschlechternde Symptom im Zusammenhang mit dem behandelten Organ. Ein qualifizierter Arzt entscheidet, ob berichtete Symptome einem erwarteten Verlauf entsprechen oder einer weiteren Abklärung bedürfen.

Embolisationstechnik und der Erholungsverlauf

Die Art und Weise, wie ein Embolisat oder System appliziert wird, kann das Ausmaß der kontrollierten Ischämie im behandelten Gewebe beeinflussen, was wiederum mit dem Symptomerleben während der Erholungsphase in Zusammenhang steht. INVAMED stellt Embolisationssysteme her, die für einen kontrollierten, gezielten Gefäßverschluss in einer Vielzahl interventionell-radiologischer Anwendungen entwickelt wurden; weitere Informationen finden Sie auf der INVAMED-Seite für Embolisationsprodukte. Konkrete Erwartungen an den Erholungsverlauf sollten stets mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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