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Peripheral Arterial Disease (PAD)December 27, 2023INVAMED Medical Affairs

Dimensionierung peripherer Stents: Das Gerät auf das Gefäß abstimmen

Wie Entscheidungen zur Dimensionierung peripherer Stents hinsichtlich Durchmesser, Länge und Übergröße getroffen werden, um ein selbstexpandierendes Gerät an das Zielgefäß anzupassen.

Die Wahl der richtigen Stentgröße ist eine der folgenreichsten technischen Entscheidungen bei der peripheren arteriellen Intervention und umfasst mehr als die Auswahl der dem gemessenen Gefäßdurchmesser am nächsten liegenden Zahl. Die Dimensionierung peripherer Stents berücksichtigt, wie sich selbstexpandierende Nitinol-Geräte nach der Implantation verhalten, wie viel Länge zur Abdeckung einer Läsion mit ausreichendem Sicherheitsabstand erforderlich ist und wie sich eine Übergröße sowohl auf die Stentanlage als auch auf die langfristige Leistung auswirkt.

Warum die Durchmesserwahl keine einfache Übereinstimmung ist

Bei selbstexpandierenden Stents empfehlen Hersteller in der Regel die Wahl eines nominellen Stentdurchmessers, der etwas größer ist als der gemessene Referenzgefäßdurchmesser – eine Praxis, die als Übergröße (Oversizing) bezeichnet wird. Dies liegt daran, dass selbstexpandierende Stents darauf angewiesen sind, fortlaufend eine chronische Außenkraft gegen die Gefäßwand auszuüben, um die Anlage aufrechtzuerhalten und Kompressionskräften über die Zeit zu widerstehen; ein exakt an das Gefäß angepasster Stent ohne Übergrößenmarge kann sich unzureichend entfalten oder keinen ausreichenden Wandkontakt aufrechterhalten, wenn sich das Gefäß auf das Implantat einstellt. Der geeignete Übergrößenanteil variiert je nach Gerät und ist in der Gebrauchsanweisung jedes Produkts festgelegt.

Wie die Gefäßmessung die Durchmesserwahl beeinflusst

Der genaue Referenzgefäßdurchmesser wird typischerweise mittels Angiographie ermittelt, mitunter ergänzt durch intravaskulären Ultraschall (IVUS), wenn eine präzisere Dimensionierung erforderlich ist, insbesondere bei verkalkten oder exzentrischen Läsionen, bei denen die angiographische Messung allein weniger zuverlässig sein kann. Da der Referenzgefäßdurchmesser entlang eines erkrankten Segments variieren kann – häufig unterscheidet er sich proximal und distal der Läsion –, müssen Anwenderinnen und Anwender entscheiden, welche Referenzpunkte für die Wahl eines einzelnen Stentdurchmessers herangezogen werden, was mitunter einen gestuften oder konischen Ansatz in Segmenten mit erheblicher Durchmesserdiskrepanz erfordert.

Längenauswahl und Überlegungen zur Landezone

Die Stentlänge muss das erkrankte Segment ausreichend abdecken und dabei bis in gesunde oder nahezu gesunde „Landezonen" an beiden Enden reichen, da Stentränder, die in erkranktem Gewebe platziert werden, anfälliger für eine Randrestenose sind. Gleichzeitig erhöhen unnötig lange Stents die gesamte Metallbelastung im Gefäß, was laut manchen Daten mit einem höheren Risiko einer In-Stent-Restenose in bestimmten Gefäßsegmenten in Verbindung stehen könnte. Das Abwägen zwischen ausreichender Läsionsabdeckung und Minimierung überschüssiger Stentlänge ist ein routinemäßiger Bestandteil der Planung peripherer Stents.

Warum die Übergröße Grenzen hat

Obwohl ein gewisses Maß an Übergröße in der Regel beabsichtigt ist, birgt eine übermäßige Übergröße eigene Risiken: Ein deutlich größer als das Gefäß dimensionierter Stent kann eine übermäßige chronische Außenkraft erzeugen, wodurch potenziell eine stärkere Gefäßwandverletzung und eine aggressivere Intimahyperplasie-Reaktion hervorgerufen werden, was das Restenoserisiko paradoxerweise erhöhen statt davor schützen könnte. Hersteller geben für jedes Stentmodell in der Regel gezielt einen empfohlenen Übergrößenbereich an, um Anwenderinnen und Anwendern zu helfen, sowohl eine Unter- als auch eine Übergröße zu vermeiden.

INVAMEDs Dimensionierungsmatrix des Atlas Peripheral Stent System

INVAMEDs Atlas Peripheral Stent System ist ein selbstexpandierender, lasergeschnittener Nitinol-Stent für iliakale, SFA-, proximal-popliteale und subklaviale Läsionen. Laut Herstellerangaben deckt das System Gefäßdurchmesser von 5–8 mm mit Stentlängen von 20–200 mm ab, wird über ein 6F-Profil (maximaler Außendurchmesser 2,1 mm) kompatibel mit einem 0,035"-Führungsdraht eingebracht, verwendet einen triaxialen Schaft für die Rückzugsfreisetzung und zwei röntgendichte Markierungspunkte zur Unterstützung der fluoroskopischen Platzierung. Vollständige Dimensionierungstabellen finden Sie auf der Produktseite des Atlas Peripheral Stent System; die spezifischen Dimensionierungsempfehlungen in der Gebrauchsanweisung (IFU) sollten die Geräteauswahl stets leiten, da diese je nach Produkt und Verfügbarkeitsland variieren.

Die Arbeit mit einer Dimensionierungsmatrix in der Praxis

Die meisten Hersteller peripherer Stents veröffentlichen eine Dimensionierungsmatrix, die jeden verfügbaren Stentdurchmesser mit einem entsprechend empfohlenen Gefäßdurchmesserbereich verknüpft und Anwenderinnen und Anwendern hilft, eine gemessene Gefäßgröße ohne Rätselraten in eine geeignete Geräteauswahl zu übersetzen. Diese Matrix gemeinsam mit den Bildgebungsbefunden zu prüfen, gehört zur standardmäßigen Verfahrensplanung; durchstöbern Sie die Produktkategorie periphere arterielle Verschlusskrankheit für weitere Dimensionierungsinformationen zum Ballon- und Stentportfolio von INVAMED.

Kann die Bildgebung allein für eine genaue Dimensionierung jemals unzureichend sein?

Ja, die Angiographie allein kann den tatsächlichen Gefäßdurchmesser mitunter unterschätzen oder falsch einschätzen, insbesondere bei verkalkten oder exzentrischen Läsionen; dies ist einer der Gründe, warum IVUS in komplexen Fällen gezielt eingesetzt wird, um vor der endgültigen Geräteauswahl eine präzisere Messung zu erhalten.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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