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Venous StentsApril 30, 2022INVAMED Medical Affairs

Beckenvenen-Stauungssyndrom und die Rolle des Stentings

Ein Überblick über das Beckenvenen-Stauungssyndrom, seinen Zusammenhang mit Beckenvenenreflux und Venenkompression sowie die mögliche Rolle des Stentings.

Das Beckenvenen-Stauungssyndrom ist eine Erkrankung, bei der erweiterte, schlecht drainierende Venen im Becken zu chronischen Beschwerden beitragen. Es wird zunehmend als eine der möglichen Ursachen chronischer Unterleibsschmerzen bei manchen Patientinnen anerkannt. Die Erkrankung tritt häufig gemeinsam mit abnormalen venösen Drainagemustern und Abflussbehinderungen auf oder wird durch diese verursacht, die sowohl die Beckenvenen als auch das iliakale Venensystem betreffen können. Da chronische Unterleibsschmerzen viele mögliche Ursachen haben, wird das Beckenvenen-Stauungssyndrom in der Regel im Rahmen einer umfassenderen diagnostischen Abklärung betrachtet und nicht als automatische Erklärung angenommen; die Bestätigung erfordert im Allgemeinen eine gezielte venöse Bildgebung.

Was verursacht den Beckenvenenreflux bei dieser Erkrankung?

Beckenvenenreflux beschreibt den Rückfluss von Blut durch nicht mehr ordnungsgemäß funktionierende Klappen in den Ovarial- oder inneren Beckenvenen, wodurch sich Blut im venösen Beckenplexus staut, anstatt effizient in Richtung Herz abzufließen. Dieser Reflux wird häufig gemeinsam mit venösen Kompressionssyndromen diskutiert, bei denen eine Vene durch eine benachbarte Arterie oder anatomische Struktur komprimiert wird, wodurch ein Abflusswiderstand entsteht, der sich in das venöse Beckennetzwerk zurückstaut. Hormonelle Faktoren und vorausgegangene Schwangerschaften werden in der Fachliteratur ebenfalls häufig als mit der Entwicklung eines Beckenvenenreflux assoziiert genannt, wobei die genaue Kombination der beitragenden Faktoren zwischen den Patientinnen variieren kann.

Wie hängen chronische Unterleibsschmerzen mit der venösen Stauung zusammen?

Chronische Unterleibsschmerzen im Zusammenhang mit venöser Stauung werden häufig als dumpfes, ziehendes Beschwerdebild beschrieben, das sich bei längerem Stehen verschlimmert und im Liegen bessern kann – ein Hinweis auf die schwerkraftabhängige Natur der venösen Stauung. Manche Patientinnen berichten zudem, dass sich die Schmerzen zu bestimmten Zeitpunkten im Menstruationszyklus verstärken. Da sich diese Symptome mit mehreren gynäkologischen, muskuloskelettalen und gastrointestinalen Erkrankungen überschneiden, wird generell eine gründliche Abklärung empfohlen, bevor Unterleibsschmerzen spezifisch auf venöse Ursachen zurückgeführt werden. Zur bildgebenden Diagnostik gehören häufig die transvaginale Sonografie, die CT- oder MR-Venografie und mitunter die katheterbasierte Venografie, um erweiterte Beckenvenen zu identifizieren und Refluxmuster zu bestätigen.

Welche Rolle spielt die Venenkompression im diagnostischen Bild?

Bei Patientinnen, die auf ein Beckenvenen-Stauungssyndrom untersucht werden, wird gelegentlich eine Kompression im iliakalen Venensystem festgestellt, da eine Abflussbehinderung auf dieser Ebene zu einem erhöhten Druck beitragen kann, der sich bis in den venösen Beckenplexus fortsetzt. Wird eine solche Kompression bildgebend bestätigt und als klinisch relevant eingestuft, kann die Behandlung der zugrunde liegenden Abflussbehinderung Teil einer umfassenderen Therapiestrategie sein, die bei geeigneten Kandidatinnen ein Stenting des betroffenen Iliakalsegments einschließen kann. Dies unterscheidet sich von der direkten Behandlung der erweiterten Beckenvenen selbst, die häufiger mit anderen Verfahren wie der Embolisation angegangen wird. Der konkrete Behandlungsweg hängt vollständig vom individuellen, bildgebend nachgewiesenen Krankheitsmuster ab.

Wie entscheiden Ärztinnen und Ärzte, ob ein Stenting angezeigt ist?

Ob ein venöses Stenting im Rahmen der Behandlung eine Rolle spielt, hängt davon ab, ob auf iliakaler oder kavaler Ebene tatsächlich eine echte Abflussbehinderung vorliegt und nicht lediglich ein Reflux innerhalb der Beckenvenen. Diese Unterscheidung ist wichtig, da das Stenting eine Obstruktion behandelt, während Reflux ein anderes physiologisches Problem darstellt. Eine qualifizierte Ärztin bzw. ein qualifizierter Arzt prüft Bildgebungsbefunde, Symptommuster und die Vorbehandlungsgeschichte, um festzustellen, ob ein venöses Stenting, eine andere Intervention oder ein kombinierter Ansatz für die jeweilige Patientin geeignet ist. Allgemeine Informationen zu den selbstexpandierenden venösen Stent-Systemen, die bei bestätigter iliakaler Obstruktion eingesetzt werden, finden Sie auf der INVAMED-Kategorieseite für venöse Stents.

Heilt ein Stenting das Beckenvenen-Stauungssyndrom?

Ein Stenting wird eingesetzt, um bei geeigneten Kandidatinnen eine bestätigte venöse Abflussbehinderung zu behandeln, und ist keine universelle Behandlung für alle Fälle des Beckenvenen-Stauungssyndroms, insbesondere nicht für jene, die vorrangig durch Reflux und nicht durch Obstruktion bedingt sind. Die Ergebnisse variieren individuell, und die Eignung für eine Intervention wird von einer qualifizierten Ärztin bzw. einem qualifizierten Arzt anhand der spezifischen diagnostischen Befunde bestimmt. Wenn die Obstruktion nicht die primäre Ursache ist, kommen häufig andere Verfahren zum Einsatz.


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Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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