Ein PDO-Fadenlifting ist ein minimalinvasives ästhetisches Verfahren, bei dem feine resorbierbare Fäden aus Polydioxanon (PDO) unter die Haut eingebracht werden, um einen temporären Lifting- oder Konturierungseffekt zu erzielen und gleichzeitig die körpereigene Kollagenproduktion anzuregen. Die Technik wird häufig von Patientinnen und Patienten in Betracht gezogen, die eine weniger invasive Alternative zum chirurgischen Facelifting suchen – mit dem Verständnis, dass der Effekt im Allgemeinen subtiler und kürzer anhält als bei einer Operation.
Was ist Polydioxanon und warum wird es verwendet?
Polydioxanon ist ein biologisch abbaubares synthetisches Polymer, das seit Langem in resorbierbaren chirurgischen Nahtmaterialien verschiedener Fachrichtungen eingesetzt wird, da sein Abbauverlauf vorhersehbar und seine Biokompatibilität gut belegt ist. Beim Fadenlifting wird PDO zu sehr feinen Filamenten verarbeitet, teils glatt, teils mit Widerhaken oder Zähnchen versehen, und mittels Nadel oder Kanüle unter die Haut eingebracht. Da das Material resorbierbar ist, wird es über einen Zeitraum von mehreren Monaten allmählich abgebaut und vom Körper entfernt – ein Unterschied zu älteren, nicht resorbierbaren Fadentechniken, die historisch verwendet wurden.
Wie läuft ein PDO-Fadenverfahren ab?
Die behandelnde Fachperson kartiert zunächst die zu behandelnden Areale und markiert die Eintrittspunkte, häufig entlang der Kieferlinie, der Wangen, der Brauen oder des Halses. Nach der Hautreinigung und Verabreichung einer örtlichen Betäubung werden die Fäden über eine feine Nadel oder Kanüle entlang eines geplanten Pfades knapp unter der Hautoberfläche eingebracht. Fäden mit Widerhaken sind so konzipiert, dass sie subdermales Gewebe fassen und eine mechanische Liftingspannung erzeugen, während glatte Fäden eher zur Anregung der Gewebereaktion als zum strukturellen Lift eingesetzt werden. Eine Sitzung dauert je nach Anzahl der Fäden und behandelten Arealen üblicherweise dreißig bis sechzig Minuten.
Was geschieht mit den Fäden im Zeitverlauf?
PDO-Fäden werden vom Körper durch Hydrolyse über einen Zeitraum von etwa vier bis acht Monaten abgebaut, wobei die genauen Zeiträume je nach Fadendicke und individuellem Stoffwechsel variieren. Während das Material abgebaut wird, wird angenommen, dass es eine lokal begrenzte Entzündungsreaktion anregt, die die Fibroblastenaktivität und die Neubildung von Kollagen entlang des Fadenverlaufs fördert. Das Verfahren umfasst somit zwei unterschiedliche Komponenten: einen unmittelbaren mechanischen Liftingeffekt durch die physische Platzierung des Fadens und einen sich langsamer entwickelnden, kollagenbezogenen Hautqualitätseffekt, der auch nach vollständiger Resorption des Fadens fortbestehen kann.
Welche Empfindungen und Erholungserwartungen sind üblich?
Leichte Schwellung, Blutergüsse und ein Zieh- oder Spannungsgefühl im behandelten Areal werden in den Tagen nach einem PDO-Fadenverfahren häufig berichtet. Manche Patientinnen und Patienten bemerken unmittelbar nach der Behandlung sichtbare oder tastbare Fältelung der Haut, die sich in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen zurückbildet, während sich das Gewebe anpasst. Von intensiver Gesichtsbewegung, zahnärztlichen Eingriffen und anstrengendem Training wird für kurze Zeit nach der Behandlung häufig abgeraten, um das Risiko einer Fadenverschiebung zu verringern. Jegliche Anzeichen einer Infektion, etwa zunehmende Rötung, Wärme oder Ausfluss, sollten Anlass zur Kontaktaufnahme mit der behandelnden Fachperson sein.
Wie schneidet ein Fadenlifting im Vergleich zu dermalen Fillern ab?
Fadenlifting und dermale Filler adressieren unterschiedliche Anliegen und werden mitunter gemeinsam im Rahmen eines umfassenderen Behandlungsplans eingesetzt, statt sich gegenseitig zu ersetzen. Filler, einschließlich Produkte auf Hyaluronsäure-Basis wie VitaFLEX Hyaluronic Acid Intradermal von INVAMED (https://invamed.com/product/vitaflex-hyaluronic-acid-intradermal), werden in der Regel eingesetzt, um Volumen wiederherzustellen oder bestimmte Linien und Falten zu mildern. Fäden hingegen zielen eher auf die Neupositionierung oder Anhebung erschlafften Gewebes und die Anregung einer langfristigeren Kollagenreaktion ab. Die Wahl zwischen diesen Ansätzen oder deren Kombination hängt von der individuellen Gesichtsanatomie und den ästhetischen Zielen ab, wie sie von einer qualifizierten Fachperson beurteilt werden.
Wer könnte eine geeignete Kandidatin oder ein geeigneter Kandidat sein?
Das PDO-Fadenlifting wird im Allgemeinen für Patientinnen und Patienten mit leichter bis mittelschwerer Hautlaxität in Betracht gezogen, die noch nicht nach einem chirurgischen Facelifting suchen oder dafür nicht infrage kommen. Es ist nicht dazu vorgesehen, deutlichen Hautüberschuss oder eine tiefe strukturelle Erschlaffung zu adressieren, was in der Regel eine chirurgische Abklärung erfordert. Eine qualifizierte Ärztin oder ein qualifizierter Arzt beurteilt Hautqualität, Grad der Laxität und allgemeinen Gesundheitszustand vor der Empfehlung einer Fadenplatzierung; die Ergebnisse variieren zwischen Individuen.
Wie lange hält die Liftingwirkung von PDO-Fäden an?
Der mechanische Liftingeffekt ist im Allgemeinen temporär; viele Patientinnen und Patienten berichten von sichtbaren Ergebnissen über etwa zwölf bis achtzehn Monate, wobei dies je nach Individuum und Behandlungsareal variiert. Eine etwaige kollagenbezogene Verbesserung der Hautqualität kann etwas länger anhalten als das Lifting selbst.
Ist ein PDO-Fadenlifting schmerzhaft?
Die meisten Patientinnen und Patienten vertragen den Eingriff unter örtlicher Betäubung gut; die Empfindungen werden eher als Druck oder leichtes Ziehen denn als scharfer Schmerz beschrieben. Eine gewisse Empfindlichkeit und Spannung sind für mehrere Tage danach üblich.
Können PDO-Fäden entfernt werden, wenn eine Patientin oder ein Patient mit dem Ergebnis unzufrieden ist?
Da die Fäden knapp unter der Haut platziert und recht fein sind, ist die Entfernung komplexer als das Einbringen und nicht immer unkompliziert. Patientinnen und Patienten, die den Eingriff in Erwägung ziehen, sollten Erwartungen, mögliche Ergebnisse und den Umgang mit einem unbefriedigenden Resultat vor der Behandlung mit ihrer Fachperson besprechen.
Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.
