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Peripheral Arterial Disease (PAD)August 4, 2025INVAMED Medical Affairs

Teams zum Extremitätenerhalt: Wie interdisziplinäre Versorgung funktioniert

Wie interdisziplinäre Teams zum Extremitätenerhalt gefäßchirurgische, wundtherapeutische und podologische Expertise kombinieren, um bei fortgeschrittener pAVK eine Amputation zu vermeiden.

Fortgeschrittene periphere arterielle Verschlusskrankheit, insbesondere die kritische Extremitätenischämie mit nicht heilenden Wunden, spricht selten gut auf eine Behandlung durch ein einzelnes, isoliert arbeitendes Fachgebiet an. Die Wiederherstellung der Durchblutung durch Revaskularisation löst nur einen Teil des Problems, wenn bereits eine Wunde besteht; Wundversorgung, Infektionsmanagement und – bei Menschen mit Diabetes – glykämische Kontrolle sowie entlastendes Schuhwerk beeinflussen allesamt, ob eine Extremität letztlich erhalten werden kann. Dies ist die Überlegung, die dem Modell des interdisziplinären Teams zum Extremitätenerhalt zugrunde liegt, das viele Gefäßzentren übernommen haben.

Warum Revaskularisation allein nicht immer ausreicht

Eine erfolgreich wiedereröffnete Arterie stellt die Durchblutung der Extremität wieder her, doch eine bereits entstandene Wunde – durch ein Ulkus, eine Verletzung oder eine Infektion – muss weiterhin abheilen, was fortlaufende Wundversorgung wie Débridement, Verbandswahl und Infektionsüberwachung erfordert. Bei Menschen mit Diabetes können zusätzliche Faktoren, einschließlich neuropathiebedingtem Sensibilitätsverlust und veränderter Fußbiomechanik, die Heilung auch nach Wiederherstellung der Durchblutung weiterhin gefährden, weshalb die Revaskularisation typischerweise als notwendiger, jedoch nicht immer ausreichender Schritt zum Extremitätenerhalt eingeordnet wird.

Wer gehört typischerweise zu einem Team für Extremitätenerhalt?

Ein gut strukturiertes Team umfasst häufig Gefäßchirurgie oder interventionelle Radiologie (für die Revaskularisation), Podologie (für die fußspezifische Wund- und Biomechanikbeurteilung), Infektiologie (für komplexe oder tiefe Infektionen), Endokrinologie (für das Diabetesmanagement) sowie Wundpflegepersonal oder spezialisierte Wundambulanzen für die laufende Verbandsversorgung und Überwachung. Manche Programme beziehen zudem die plastische Chirurgie für komplexe Weichteilrekonstruktionen sowie Physiotherapie oder Prothetik-Fachpersonal ein, wenn eine Amputation trotz bestmöglicher Bemühungen nicht vermieden werden kann.

Wie koordinierte Versorgung den Behandlungszeitplan verändert

Statt dass eine Patientin oder ein Patient nacheinander mit Verzögerungen zwischen den Überweisungen zwischen Fachärztinnen und Fachärzten wechselt, ist eine koordinierte Teamstruktur zum Extremitätenerhalt darauf ausgelegt, den Zeitpunkt der Revaskularisation von Beginn an mit der Wundversorgungsplanung abzustimmen und so Lücken zu verringern, in denen sich eine Wunde während des Wartens auf den nächsten Facharzttermin verschlechtern könnte. Regelmäßige Fallbesprechungen oder gemeinsame Sprechstunden ermöglichen es dem Team, den Behandlungsplan als Reaktion darauf anzupassen, wie Wunde und Durchblutung gemeinsam ansprechen, statt in getrennten Bereichen zu arbeiten.

Erkennen, wann eine dringende Abklärung erforderlich ist

Bestimmte Befunde erfordern eine sofortige ärztliche Versorgung statt eines Abwartens bis zur nächsten routinemäßigen Nachkontrolle: sich rasch ausbreitende Rötung oder Überwärmung um eine Wunde, Fieber, eine Wunde mit üblem Geruch oder zunehmendem Sekretaustritt, neu aufgetretene Taubheit oder starke Schmerzen, oder eine plötzliche Veränderung der Hautfarbe an Fuß oder Zehen. Diese Befunde können auf eine extremitätenbedrohende Infektion oder eine sich verschlechternde Ischämie hindeuten, die von einer umgehenden Beurteilung durch ein zum Extremitätenerhalt befähigtes Team profitiert.

Die Rolle der Revaskularisationstechnologie in diesem Modell

Ist die Revaskularisation Teil des Behandlungsplans, wird das konkrete Vorgehen – Angioplastie, Atherektomie bei verkalkter Erkrankung, Therapie mit medikamentenbeschichtetem Ballon oder Stenting – anhand von Lokalisation und Schweregrad der Läsion ausgewählt, im Einklang mit dem Wundversorgungs- und Infektionsmanagementplan, den das umfassendere Team koordiniert. Die in diesem Spektrum eingesetzten Geräte werden in INVAMEDs Produktkategorie periphere arterielle Verschlusskrankheit beschrieben, und ein qualifizierter Arzt/eine qualifizierte Ärztin innerhalb des behandelnden Teams legt fest, welche konkrete Intervention für Anatomie und Wundstatus der jeweiligen Patientin bzw. des jeweiligen Patienten geeignet ist.

Warum dieses Modell bei manchen Patientinnen und Patienten mit besseren Ergebnissen verbunden ist

Koordinierte, interdisziplinäre Programme zum Extremitätenerhalt werden in der gefäßmedizinischen Literatur häufig mit reduzierten Raten größerer Amputationen im Vergleich zu fragmentierten, auf ein einzelnes Fachgebiet beschränkten Versorgungspfaden in Verbindung gebracht, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit kritischer Extremitätenischämie und komplexen Wunden. Die zugrunde liegende Überlegung ist naheliegend: Der Extremitätenerhalt bei fortgeschrittener pAVK hängt von mehreren miteinander verknüpften Faktoren ab – Durchblutung, Infektionskontrolle, Wundbiologie und patientenspezifische Begleiterkrankungen –, die für ein einzelnes Fachgebiet allein nur schwer optimal zu managen sind.

Können Teams zum Extremitätenerhalt eine Amputation immer verhindern?

Nicht in jedem Fall. Trotz koordinierter, umfassender Versorgung benötigen manche Patientinnen und Patienten letztlich eine Amputation aufgrund des Ausmaßes des Gewebeverlusts, der Schwere der Infektion oder zu stark erkrankter Gefäße, die sich nicht erfolgreich revaskularisieren lassen. Ziel des interdisziplinären Ansatzes ist es, die Wahrscheinlichkeit des Extremitätenerhalts dort zu maximieren, wo dies klinisch möglich ist, nicht, ihn in jeder Situation zu garantieren.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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