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Peripheral Arterial Disease (PAD)August 10, 2022INVAMED Medical Affairs

IVUS vs. Angiographie bei pAVK: Was jede Methode zeigt

Ein ausgewogener Vergleich von intravaskulärem Ultraschall und Angiographie bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, einschließlich Gefäßgrößenbestimmung und Dissektionserkennung.

Die Angiographie ist seit langem das Standardbildgebungsverfahren für Eingriffe bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit und projiziert mithilfe von Kontrastmittel und Röntgenstrahlen eine zweidimensionale Silhouette des Gefäßlumens. Der intravaskuläre Ultraschall (IVUS) bietet eine grundlegend andere Sichtweise und erzeugt ein Querschnittsbild aus dem Inneren des Gefäßes selbst. Keine der beiden Techniken macht die andere überflüssig; stattdessen arbeiten IVUS und Angiographie bei pAVK-Interventionen zunehmend zusammen, wobei jede die Lücken der anderen kompensiert.

Was die Angiographie zeigt — und was ihr entgeht

Die Angiographie erfasst ein Luminogramm: eine Umrisslinie dessen, wo Kontrastmittel fließt, was dem offenen Lumen des Gefäßes entspricht. Sie ist schnell, jedem Interventionalisten vertraut und bietet eine Echtzeitvisualisierung von Draht- und Device-Position während eines Eingriffs. Ihre zentrale Limitation besteht darin, dass sie nur das Lumen zeigt, nicht die Gefäßwand selbst. Ein Gefäß mit konzentrischer Erkrankung kann angiographisch relativ offen erscheinen, selbst wenn erhebliche Plaque oder Kalzium die Wand auskleidet, und die Angiographie kann die Plaquezusammensetzung nicht zuverlässig unterscheiden oder den wahren Gefäßdurchmesser nicht so präzise messen wie eine direkte Innenansicht.

Was IVUS zum Gesamtbild beiträgt

IVUS verwendet einen kathetermontierten Ultraschallwandler, um Querschnittsbilder der Gefäßwand von innen zu erzeugen und erlaubt die direkte Visualisierung von Plaquelast, Verkalkungsmustern und dem wahren Durchmesser des Gefäßes — nicht nur seines mit Kontrastmittel gefüllten Lumens. Diese zusätzliche Information kann die Device-Auswahl bedeutsam verändern, insbesondere für eine akkurate Stent- oder Ballongrößenbestimmung, da die Angiographie allein den wahren Gefäßdurchmesser in diffus erkrankten Segmenten unterschätzen kann.

Dissektionserkennung: Eine zentrale vergleichende Stärke

Einer der klinisch bedeutsameren Unterschiede zwischen den beiden Modalitäten betrifft die Dissektionserkennung. Die Angiographie kann eine Dissektion durch eine unregelmäßige Kontrastmittelsäule oder einen sichtbaren Flap andeuten, doch subtile oder nicht flusslimitierende Dissektionen werden mitunter übersehen. IVUS kann die Dissektionsebene, ihre Tiefe und ihr Ausmaß direkt visualisieren, was beeinflussen kann, ob ein Operateur sich für eine Behandlung mit zusätzlicher Ballondilatation, Stenting oder für eine bloße Beobachtung entscheidet, da nicht jede im IVUS identifizierte Dissektion eine weitere Intervention erfordert.

Gefäßgrößenbestimmung: Warum der Unterschied für die Device-Auswahl zählt

Die korrekte Stent- und Ballongrößenwahl hängt von einer akkuraten Messung des Gefäßdurchmessers ab. Die angiographische Größenbestimmung kann durch die Qualität der Kontrastmittelopazifizierung, die Gefäßverkürzung bei einem einzelnen Bildgebungswinkel und die inhärente Limitation, nur das Lumen und nicht den vollständigen Gefäßdurchmesser einschließlich Wanddicke und Plaque zu messen, beeinflusst werden. Die IVUS-basierte Größenbestimmung misst das Gefäß direkter, was manche Operateure zur Wahl des Device-Durchmessers nutzen, besonders bei kalzifizierten oder exzentrischen Läsionen, bei denen die angiographische Größenbestimmung weniger zuverlässig sein kann.

Praktische Abwägungen im klinischen Alltag

Die Angiographie bleibt unverzichtbar für die Echtzeit-Devicenavigation und ist in praktisch jedem Herzkatheter- oder Interventionslabor ohne zusätzliche Ausrüstung verfügbar. IVUS erfordert einen dedizierten Katheter und eine Konsole, verlängert die Eingriffsdauer und bringt eigene Kostenüberlegungen mit sich, weshalb sein Einsatz häufig Fällen vorbehalten bleibt, in denen die zusätzliche Information — präzise Größenbestimmung, Dissektionsbeurteilung oder Bestätigung der Stentapposition — voraussichtlich das Management verändert. Statt eine Modalität gegenüber der anderen zu bevorzugen, nutzen viele Operateure die Angiographie als primäre Echtzeitführung und ergänzen selektiv IVUS, wenn zusätzliches Detail benötigt wird.

Wie diese Wahl in die umfassendere pAVK-Behandlungsplanung passt

Die Bildgebungsstrategie ist ein Teil einer größeren Behandlungsentscheidung, die auch Läsionslokalisation, Verkalkung und Vorbehandlungsverlauf umfasst. Ein qualifizierter Arzt legt fest, welche Bildgebungswerkzeuge für einen gegebenen Fall geeignet sind, und Device-Entscheidungen — einschließlich Stents wie dem Atlas Peripheral Stent System von INVAMED — werden letztlich anhand der über die vom Operateur gewählte Kombination aus Angiographie und IVUS gewonnenen Größen- und Läsionsbeurteilung getroffen. Einen Überblick über die in der pAVK-Behandlung eingesetzten Devices finden Sie in der Produktkategorie periphere arterielle Verschlusskrankheit.

Wird IVUS bei jedem peripheren arteriellen Eingriff eingesetzt?

Nein. IVUS wird selektiv eingesetzt, häufig bei komplexeren Läsionen, kalzifizierten Segmenten oder Fällen, in denen eine präzise Größenbestimmung oder Dissektionsbeurteilung voraussichtlich die Behandlung bedeutsam beeinflusst, statt als routinemäßige Ergänzung in jedem Fall. Die Angiographie bleibt in den meisten unkomplizierten Eingriffen das primäre Bildgebungswerkzeug.

Ersetzt IVUS die Notwendigkeit von Kontrastmittel?

IVUS kann in manchen Fällen die Abhängigkeit von Kontrastmittel reduzieren, da es zur Bilderzeugung keine Kontrastmittelinjektion benötigt, was für Patienten mit Nierenerkrankung oder Kontrastmittelsensibilität relevant sein kann. Die meisten Eingriffe verwenden jedoch weiterhin ein gewisses Maß an angiographischem Kontrastmittel für das übergeordnete Roadmapping und die Devicenavigation.

Kann die Angiographie allein eine Dissektion während eines Eingriffs erkennen?

Die Angiographie kann viele Dissektionen erkennen, besonders größere oder flusslimitierende, anhand visueller Hinweise wie Kontrastmittelunregelmäßigkeiten, doch subtilere oder nicht flusslimitierende Dissektionen sind auf Angiographie allein mitunter nicht erkennbar. Dies ist einer der Gründe, warum IVUS selektiv eingesetzt wird, wenn eine detailliertere Wandbeurteilung angezeigt ist.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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