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Urology & Incontinence ManagementJune 11, 2022INVAMED Medical Affairs

Wie lange kann eine Harnleiterschiene liegen bleiben? Verweildauer erklärt

Ein Leitfaden zur üblichen Verweildauer einer Harnleiterschiene im Körper, mit Informationen zu typischer Liegezeit, Indwelling-Zeit und Wechselplanung.

„Wie lange kann eine Harnleiterschiene liegen bleiben?" ist eine der ersten Fragen, die sich Patientinnen und Patienten stellen, wenn sie erfahren, dass eine solche eingesetzt werden muss – sei es nach einem Eingriff wegen eines Nierensteins, einer Ureteroskopie oder im Rahmen der Behandlung einer Harnleiterobstruktion. Die Antwort hängt vom zugrunde liegenden Grund für die Einlage, dem Stentmaterial und individuellen Patientenfaktoren ab, sodass es keinen einzigen, universell gültigen Zeitrahmen gibt, der für jeden Fall zutrifft. Grundsätzlich wird die Liegedauer vom behandelnden Arzt geplant und liegt typischerweise in einem Zeitraum von wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten, mit regelmäßiger Kontrolle im weiteren Verlauf. Dieser Artikel beschreibt die allgemeinen Faktoren, die die Verweildauer eines Stents bestimmen, und erläutert, warum ein rechtzeitiger Wechsel oder eine rechtzeitige Entfernung ein wichtiger Bestandteil des Stent-Managements ist.

Was bestimmt, wie lange ein Stent an Ort und Stelle bleibt?

Die geplante Liegedauer einer Harnleiterschiene hängt maßgeblich davon ab, warum sie eingesetzt wurde. Ein Stent, der vorübergehend nach einer Ureteroskopie zur Steinentfernung eingelegt wird, verbleibt üblicherweise für einen Zeitraum von einigen Tagen bis wenigen Wochen im Körper, damit der Harnleiter abheilen und die Schwellung zurückgehen kann. Ein Stent, der zur Behandlung einer chronischen Obstruktion eingesetzt wird – etwa infolge einer Striktur, äußerer Kompression oder einer malignen Erkrankung – kann hingegen für eine längerfristige Verweildauer mit geplanten Wechseln vorgesehen sein. Ärztinnen und Ärzte berücksichtigen bei der Planung der Liegedauer auch das Stentmaterial und die vom Hersteller angegebenen Indikationen, da nicht alle Stents für dieselbe maximale Verweildauer validiert sind. Individuelle Anatomie, Nierenfunktion und wie gut ein Patient den Stent toleriert, können ebenfalls beeinflussen, ob ein Arzt den ursprünglich geplanten Zeitplan anpasst.

Warum kann ein Stent nicht einfach unbegrenzt liegen bleiben?

Harnleiterschienen sind grundsätzlich nicht für eine unbegrenzte Liegedauer ohne Kontrolle vorgesehen – vor allem wegen eines gut dokumentierten Phänomens, das als Enkrustation bezeichnet wird: die allmähliche Ablagerung von Mineralsalzen aus dem Urin auf der Stentoberfläche im Zeitverlauf. Das Enkrustationsrisiko wird häufig als mit zunehmender Liegedauer steigend beschrieben und kann in fortgeschritteneren Fällen zu einer Verstopfung des Stents, Schwierigkeiten bei der späteren Entfernung oder zur Neubildung von Steinen am Stent selbst beitragen. Auch die Biofilmbildung – eine Schicht aus Bakterien und deren Stoffwechselprodukten, die sich auf nahezu jedem liegenden Harnwegs-Device bilden kann – ist ein Grund, warum ein regelmäßiger Wechsel oder eine Entfernung generell empfohlen wird, da mit Biofilm assoziierte Devices ein gewisses erhöhtes Risiko für Harnwegsinfektionen bergen, wenn sie deutlich über die vorgesehene Dauer hinaus belassen werden. Aus diesen Gründen planen Ärztinnen und Ärzte Stentwechsel-Termine typischerweise proaktiv, anstatt abzuwarten, bis Symptome auftreten.

Wie oft werden Stents bei längerfristigen Fällen üblicherweise gewechselt?

Bei Patientinnen und Patienten, die eine längerfristige Schienung benötigen, planen Ärztinnen und Ärzte üblicherweise periodische Wechsel, wobei die Intervalle häufig eher in Monaten als in Jahren angegeben werden – der genaue Zeitplan wird jedoch individuell anhand des verwendeten Stentprodukts und der klinischen Situation des Patienten festgelegt. Beim Wechsel wird der vorhandene Stent üblicherweise per Zystoskopie entfernt, und falls weiterhin eine Drainage erforderlich ist, wird im selben Termin ein neuer Stent eingesetzt. Vom Versäumen eines geplanten Wechseltermins wird generell abgeraten, da sich dadurch die Liegedauer über das klinisch geplante Maß hinaus verlängert und das Enkrustations- oder Infektionsrisiko steigen kann. Patientinnen und Patienten wird empfohlen, das Datum der Stenteinlage sowie den vom Arzt angegebenen Wechselplan im Blick zu behalten und sich an ihre urologische Praxis zu wenden, falls ein Termin verschoben werden muss, anstatt ihn ganz ausfallen zu lassen.

Für die Liegedauer relevante Überlegungen zum Stentmaterial

Zusammensetzung und Oberflächenbehandlung des Stents sind Faktoren, die Ärztinnen und Ärzte bei der Planung längerer Liegezeiten berücksichtigen können. Die von INVAMED hergestellten UroFlow Ureteral Stents bestehen aus Polyurethan (PUR) mit einer optionalen Phosphorylcholin(PC)-Oberflächenbeschichtung, die laut Herstellerangabe dazu beitragen soll, Enkrustation entgegenzuwirken und den Einsatz über längere Liegezeiten zu unterstützen. Die Materialwahl ist eine von mehreren Variablen – neben Patientenanatomie und der zugrunde liegenden urologischen Erkrankung –, die ein Arzt bei einem individualisierten Schienungsplan berücksichtigt. Weitere Informationen zu Harnleiterschienen finden Sie auf der Produktseite UroFlow Ureteral Stents; die übergeordnete Gerätekategorie kann auf der Seite Urologie und Inkontinenzmanagement eingesehen werden.

Bedeutet eine längere Liegedauer mehr Beschwerden?

Nicht zwangsläufig, wenngleich viele Patientinnen und Patienten unabhängig von der geplanten Dauer über eine anfängliche Eingewöhnungsphase berichten. Der Komfort wird neben der Liegedauer auch von Faktoren wie Stentposition, Blasenempfindlichkeit und individueller Anatomie beeinflusst; neue oder sich verschlechternde Symptome sollten stets mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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