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Pulmonary Embolism ManagementOctober 25, 2021INVAMED Medical Affairs

Wie lange kann ein Cava-Filter im Körper verbleiben? Entnahmefenster im Überblick

Wie lange kann ein IVC-Filter im Körper bleiben? Ein Blick auf die Verweildauer retrievierbarer Filter, den Zeitpunkt der Nachkontrolle und warum Entnahmefenster patientenindividuell variieren.

Patientinnen und Patienten, denen ein Vena-cava-inferior-Filter (IVC-Filter) eingesetzt wurde, stellen im Anschluss häufig eine einfache Frage: Wie lange kann ein Cava-Filter im Körper bleiben, bevor er entfernt werden muss? Die ehrliche Antwort lautet, dass dies vom Filtertyp und vom ursprünglichen Grund der Einlage abhängt. Retrievierbare (entnehmbare) Filter sind so konzipiert, dass sie entfernt werden, sobald das kurzfristige Risiko, das ihre Implantation rechtfertigte, abgeklungen ist, während permanente Filter dauerhaft verbleiben sollen. Dieser Unterschied erklärt, warum manchen Patienten der Filter bereits nach wenigen Wochen entfernt wird, während bei anderen von vornherein feststeht, dass er lebenslang verbleibt.

Warum die Verweildauer nicht für alle Patienten gleich ist

Ein IVC-Filter wird eingesetzt, um Thromben aus den tiefen Bein- oder Beckenvenen abzufangen, bevor sie die Lunge erreichen und eine Lungenembolie verursachen können. Filter kommen in der Regel zum Einsatz, wenn eine Antikoagulation nicht toleriert wird, trotz Antikoagulation ein rezidivierender Thrombus auftritt oder eine vorübergehende Hochrisikophase besteht, etwa nach schwerem Trauma oder größeren Eingriffen. Da dieses Risikofenster häufig zeitlich begrenzt ist, handelt es sich bei den heute implantierten Filtern überwiegend um retrievierbare Modelle, die für eine spätere Entfernung und nicht für eine lebenslange Implantation vorgesehen sind.

Wovon hängt das Entnahmefenster ab?

Das Entnahmefenster richtet sich nach dem klinischen Grund für die Filterimplantation. Wurde der Filter eingesetzt, weil eine Antikoagulation vorübergehend nicht sicher möglich war – etwa im Umfeld eines chirurgischen Eingriffs –, wird die Entnahme häufig erwogen, sobald der Patient die Blutverdünnung wieder sicher fortsetzen kann; dies kann innerhalb weniger Tage bis Wochen der Fall sein. Wurde der Filter wegen einer länger bestehenden Kontraindikation gegen Antikoagulation platziert, kann das Device über Monate hinweg verbleiben, während die zugrunde liegende Erkrankung überwacht wird. Klinische Empfehlungen sprechen sich generell dafür aus, einen retrievierbaren Filter zu entfernen, sobald er nicht mehr benötigt wird, da eine verlängerte Verweildauer mit einer zunehmenden technischen Schwierigkeit der Entnahme einhergeht.

Beeinflusst das Filterdesign, wie lange er verbleiben kann?

Die technische Konstruktion des Filters spielt eine Rolle dabei, wie gut ein Device über die Zeit in der Vena cava sitzt. Der MultiBEAM Vena-cava-inferior-Filter von INVAMED wird als Teil des Portfolios für das Lungenembolie-Management gefertigt und ist als retrievierbarer Filter positioniert, der eine Entnahme ermöglichen soll, sobald das Thromboserisiko abgeklungen ist. Wie bei jedem retrievierbaren Filter sind das herstellerseitig angegebene Entnahmefenster sowie die Entnahmetechnik in der Gebrauchsanweisung (IFU) des Produkts beschrieben; die Eignung und der Zeitpunkt für die individuelle Patientin bzw. den individuellen Patienten werden von einem qualifizierten Arzt anhand von Bildgebung und klinischem Status festgelegt. Weitere Informationen zu dieser Gerätekategorie finden Sie auf der INVAMED-Produktseite Lungenembolie-Management.

Was passiert, wenn ein Filter länger als geplant verbleibt?

Mitunter verzögert sich die Entnahme, oder ein Filter verbleibt länger als ursprünglich vorgesehen im Körper – weil das Thromboserisiko des Patienten fortbesteht, ein geplanter Entnahmetermin versäumt wurde oder der Filter sich verkippt oder endothelialisiert hat (teilweise in die Venenwand eingewachsen ist). Eine längere Verweildauer bedeutet nicht automatisch, dass der Filter dauerhaft verbleiben muss, kann die Entnahme jedoch technisch anspruchsvoller machen und fortgeschrittene Schlingentechniken erforderlich machen. Dies ist einer der Gründe, warum Ärzte betonen, vereinbarte Nachsorgetermine wahrzunehmen, damit ein retrievierbarer Filter nicht unbeabsichtigt zu einem dauerhaft verbleibenden wird.

Was geschieht bei den Nachsorgeterminen vor der Entnahme?

Die Nachsorge umfasst in der Regel eine Bildgebung, etwa Röntgen oder CT, um Position des Filters, Verkippung, Migration oder eine noch vorhandene relevante Thrombuslast im Filter zu beurteilen. Auf Basis dieser Befunde entscheidet das Behandlungsteam, ob die Entnahme erfolgen kann oder eine fortgesetzte Filtration weiterhin erforderlich ist.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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