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Urology & Incontinence ManagementDecember 23, 2022INVAMED Medical Affairs

Entfernung der Doppel-J-Schiene: So läuft der Eingriff ab

Eine Schritt-für-Schritt-Übersicht zur Entfernung der Doppel-J-Schiene: Zystoskopie-Methode, Fadenentfernung sowie häufig berichtete Symptome danach.

Patientinnen und Patienten, die tage- oder wochenlang mit einer Doppel-J-Harnleiterschiene gelebt haben, gehen den Tag der Entfernung oft mit einer Mischung aus Erleichterung und Unsicherheit an, ohne genau zu wissen, was der Termin beinhaltet. Die Entfernung der Doppel-J-Schiene ist in der Regel ein kurzer ambulanter Eingriff, und das Verständnis der beiden gängigen Methoden – Fadenentfernung oder zystoskopische Entfernung – sowie der zu erwartenden Empfindungen kann helfen, Unsicherheit vor dem Termin abzubauen. Dieser Artikel beschreibt, was vor, während und nach der Stententfernung typischerweise geschieht, basierend auf allgemein etablierter urologischer Praxis.

Welche Entfernungsmethode kommt zum Einsatz: Faden oder Zystoskopie?

Es gibt zwei gängige Vorgehensweisen zur Entfernung der Doppel-J-Schiene, und welche davon zutrifft, hängt davon ab, wie der Stent ursprünglich eingesetzt wurde. Manche Stents werden mit einem externen Faden platziert, manchmal als Rückholfaden bezeichnet, der vom blasenseitigen Ende des Stents durch die Harnröhre nach außen verläuft und beim Patienten fixiert wird. Ist ein Faden vorhanden, kann die Entfernung häufig durch einfaches, gleichmäßiges Ziehen am Faden in der Praxis erfolgen, ohne dass ein Endoskop erforderlich ist. Die meisten Stents werden jedoch ohne externen Faden eingesetzt; in diesem Fall ist für die Entfernung eine Zystoskopie erforderlich – ein Verfahren, bei dem ein Arzt ein dünnes, flexibles oder starres Endoskop durch die Harnröhre in die Blase einführt, um das aufgerollte Ende des Stents zu visualisieren, zu greifen und anschließend herauszuziehen. Der behandelnde Arzt weiß, welche Methode bei der Einlage verwendet wurde, und erläutert vor dem Termin das jeweils zutreffende Entfernungsverfahren.

Was geschieht bei einer zystoskopischen Stententfernung?

Bei einer zystoskopischen Entfernung wird die Patientin oder der Patient üblicherweise ähnlich wie bei anderen ambulanten urologischen Untersuchungen gelagert, und vor dem Einführen des Endoskops wird häufig ein örtlich betäubendes Gel in die Harnröhre eingebracht, um die Beschwerden während des Eingriffs zu reduzieren. Der Arzt führt das Zystoskop in die Blase ein, lokalisiert das eingerollte Ende des Stents und nutzt ein kleines, durch das Endoskop geführtes Fassinstrument, um den Stent zu sichern, bevor Endoskop und Stent gemeinsam herausgezogen werden. Der Eingriff ist in der Regel kurz, häufig innerhalb weniger Minuten abgeschlossen, und wird typischerweise ohne Sedierung in einer ambulanten Praxis durchgeführt, wobei die Vorgehensweise je nach Behandler und patientenspezifischen Faktoren variieren kann. Patientinnen und Patienten berichten häufig über ein Druckgefühl oder ein kurzes Ziehen, während der Stent durch die Harnröhre gleitet – ein Gefühl, das sich in der Regel rasch löst, sobald der Stent entfernt ist.

Wie fühlt sich die Fadenentfernung im Vergleich dazu an?

Wird ein Rückholfaden verwendet, verläuft die Entfernung tendenziell schneller und wird von Patientinnen und Patienten häufig als weniger aufwendig beschrieben als die Zystoskopie, da kein Endoskop erforderlich ist. Der Arzt oder das Fachpersonal fasst den externen Faden und zieht den Stent mit gleichmäßigem Zug heraus. Patientinnen und Patienten berichten häufig über ein kurzes Zieh- oder Krampfgefühl im Moment der Entfernung, ähnlich dem, was bei der zystoskopischen Entfernung beschrieben wird, wobei der gesamte Termin oft kürzer ausfällt. Wie bei der zystoskopischen Entfernung variiert die individuelle Erfahrung, und alle eingriffsbezogenen Fragen sollten an den durchführenden Arzt gerichtet werden.

Welche Symptome sind in den Stunden und Tagen nach der Entfernung häufig?

Nach beiden Entfernungsmethoden wird häufig berichtet, dass Patientinnen und Patienten leichtes Brennen beim Wasserlassen, gelegentlich leichtes Blut im Urin und für kurze Zeit einen verstärkten Harndrang oder häufigeres Wasserlassen bemerken – Symptome, die im Allgemeinen der Reizung durch die Anwesenheit des Stents und seine Entfernung zugeschrieben werden und nicht einer neuen Komplikation. Diese Effekte werden typischerweise als sich über den folgenden Tag oder die folgenden zwei Tage bessernd beschrieben. Symptome, bei denen Patientinnen und Patienten umgehend ärztliche Hilfe suchen sollten, umfassen starke oder anhaltende Blutungen, hohes Fieber, deutliche Flankenschmerzen oder die Unfähigkeit, Wasser zu lassen. Ein qualifizierter Arzt entscheidet, ob ein Symptom nach der Entfernung eine weitere Abklärung erfordert, und Patientinnen und Patienten wird generell empfohlen, sich bei Bedenken an ihre urologische Praxis zu wenden, anstatt auf einen geplanten Kontrolltermin zu warten.

Für die Entfernungserfahrung relevante Überlegungen zum Stentdesign

Das verwendete Stentprodukt kann die Entfernungserfahrung in gewissem Umfang beeinflussen, da Materialflexibilität und Oberflächeneigenschaften bestimmen, wie sich das eingerollte Ende durch die Harnröhre bewegt. UroFlow Ureteral Stents, hergestellt von INVAMED aus Polyurethan (PUR) mit optionaler Phosphorylcholin(PC)-Oberflächenbehandlung, werden vom Hersteller als mit Blick auf den Patientenkomfort über die gesamte Liegedauer konzipiert beschrieben, was auch den Entfernungsvorgang einschließen kann. Weitere Details finden Sie auf der Seite UroFlow Ureteral Stents; Leserinnen und Leser können zudem die übergeordnete Kategorie Urologie und Inkontinenzmanagement für verwandte Produkte durchsuchen.

Wie schnell können normale Aktivitäten nach der Stententfernung wieder aufgenommen werden?

Viele Patientinnen und Patienten nehmen ihre üblichen Alltagsaktivitäten innerhalb eines Tages nach der Entfernung wieder auf, wobei dies je nach individueller Erholung und dem ursprünglichen Grund der Stenteinlage variiert. Der behandelnde Arzt kann eine auf die individuelle Situation abgestimmte Empfehlung geben, einschließlich etwaiger Aktivitätseinschränkungen im Zusammenhang mit der zugrunde liegenden urologischen Erkrankung.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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