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Peripheral Arterial Disease (PAD)December 1, 2022INVAMED Medical Affairs

Gecoverte Stents in peripheren Arterien: Wenn Gefäßprothesen endovaskulär werden

Wie sich gecoverte Stentprothesen von unbeschichteten Stents unterscheiden, wann ePTFE-gecoverte Devices in peripheren Arterien eingesetzt werden und wie die Ausschaltung funktioniert.

Die meisten peripheren Stents sind unbeschichtete Metallgerüste, die ein Gefäß offen halten, während das Blut durch die offenen Zellen des Stents direkten Kontakt zur Arterienwand behält. Ein gecoverter Stent, manchmal auch Stentprothese (Stentgraft) genannt, fügt diesem Metallgerüst eine Gewebe- oder Membranschicht hinzu und schafft so einen abgedichteten Kanal, der den Blutfluss leitet und ihn dabei physisch vom umgebenden Gewebe trennt. Diese Unterscheidung ist klinisch bedeutsam: Ein gecoverter Stent in peripheren Arterien wird für andere Problemstellungen gewählt als jene, die ein unbeschichteter Stent typischerweise adressiert.

Welches Problem löst ein gecoverter Stent?

Unbeschichtete Stents werden im Allgemeinen eingesetzt, um eine verengte oder kürzlich angioplastierte Arterie offen zu halten und den normalen Lumenfluss wiederherzustellen. Gecoverte Stents kommen zum Einsatz, wenn das Ziel die Ausschaltung ist — also das vollständige Abdichten eines Gefäßwandabschnitts. Dies wird in Situationen wie einer arteriellen Perforation während der Angioplastie, einem Pseudoaneurysma, einer arteriovenösen Fistel oder einem stark erkrankten, aneurysmatischen Segment erforderlich, das ausgekleidet und nicht nur abgestützt werden muss. Durch die Schaffung einer durchgehenden Barriere leitet der gecoverte Stent den Blutfluss durch sein eigenes Lumen und weg vom kompromittierten Wandabschnitt.

Wie funktioniert die ePTFE-Beschichtung?

Expandiertes Polytetrafluorethylen (ePTFE) ist das gebräuchlichste Beschichtungsmaterial für periphere Stentprothesen. Es handelt sich um ein biokompatibles, mikroporöses Polymer, das dünn, flexibel und knickresistent ist, sodass es an ein Metallstentgerüst — bei selbstexpandierenden Designs typischerweise Nitinol — gebunden werden kann, ohne die Fähigkeit des Devices, durch gewundene Gefäße zu navigieren oder sich nach der Entfaltung anzupassen, wesentlich zu beeinträchtigen. Die ePTFE-Schicht bildet eine Barriere mit geringer Porosität, die Blutleckagen widersteht, während das Metallgerüst die zum Offenhalten der Prothese gegen die Gefäßwand erforderliche Radialkraft bereitstellt.

Perforationsausschaltung: Ein zentraler Bailout-Einsatz

Die Gefäßperforation ist eine seltene, aber ernste Komplikation der Ballonangioplastie oder Atherektomie, insbesondere in verkalkten oder stark erkrankten peripheren Arterien. Bei einer Perforation kann eine verlängerte Ballonentfaltung die Blutung mitunter vorübergehend kontrollieren, doch ein gecoverter Stent ist häufig die definitive endovaskuläre Lösung: Über der Perforationsstelle entfaltet, dichtet er den Defekt von innen ab und stellt einen abgedichteten Flusskanal wieder her, wodurch häufig die Notwendigkeit einer offenen chirurgischen Notfallreparatur vermieden wird. Dieser Bailout-Einsatz gehört zu den klinisch wichtigsten Rollen, die gecoverte Stents in der peripheren Intervention spielen.

Gecoverte Stents vs. unbeschichtete Stents: Was leitet die Wahl?

Die Entscheidung zwischen einem gecoverten und einem unbeschichteten Stent hängt von der zugrunde liegenden Pathologie ab und nicht von einer allgemeinen Präferenz für eine der beiden Technologien. Unbeschichtete Stents erhalten den Seitenastfluss durch ihre offenen Zellen und sind im Allgemeinen die Standardwahl bei unkomplizierten stenotischen oder okklusiven Läsionen. Gecoverte Stents verschließen konstruktionsbedingt jeden Seitenast, den sie kreuzen, was in astreichen Territorien eine wichtige Überlegung darstellt. Ein qualifizierter Arzt wägt Läsionslokalisation, das Vorhandensein naheliegender Kollateralen oder Äste sowie die spezifische Indikation — Ausschaltung versus Abstützung — bei der Auswahl des Device-Typs ab.

Die Atlas Endovascular Stent Graft von INVAMED

INVAMED bietet die Atlas Endovascular Peripheral Stent Graft als Teil ihres Portfolios für periphere arterielle Verschlusskrankheit an, neben der unternehmenseigenen Linie unbeschichteter selbstexpandierender Stents. Als gecovertes System ist es darauf ausgelegt, ein Metallgerüst mit einer Prothesenbeschichtung zu kombinieren, die für Anwendungen wie die Gefäßausschaltung im peripheren arteriellen System vorgesehen ist. Vollständige technische Spezifikationen sollten direkt über die Produktseite der Atlas Endovascular Peripheral Stent Graft bestätigt werden, und Ärzte sollten die Gebrauchsanweisung (IFU) konsultieren, da Verfügbarkeit und spezifische Indikationen je nach Land variieren. Die umfassendere Produktkategorie periphere arterielle Verschlusskrankheit umfasst verwandte Technologien für unbeschichtete Stents und Ballons.

Haltbarkeitsüberlegungen bei gecoverten Devices

Da das Prothesenmaterial eine physische Barriere hinzufügt, können sich gecoverte Stents im Zeitverlauf etwas anders verhalten als unbeschichtete Stents — etwa hinsichtlich ihrer Reaktion auf Kompressionskräfte im Knie- oder Leistenbereich oder im Muster einer sich entwickelnden In-Stent-Verengung. Herstellerangaben und Langzeitüberwachungsdaten für ein bestimmtes Device sollten vom behandelnden Team überprüft werden, wenn gecoverte Stents außerhalb einfacher Bailout-Szenarien eingesetzt werden, etwa bei der geplanten Ausschaltung femoropoplitealer aneurysmatischer Erkrankung.

Wie unterscheidet sich ein gecoverter Stent von einem gewöhnlichen arteriellen Stent?

Ein gecoverter Stent verfügt über eine Gewebe- oder Polymerschicht, häufig ePTFE, die über ein Metallgerüst gebunden ist und so einen abgedichteten Kanal schafft. Ein gewöhnlicher unbeschichteter Stent ist ein offenes Metallgeflecht, das das Gefäß abstützt, ohne es abzudichten. Dies macht gecoverte Stents geeignet zur Ausschaltung eines geschädigten oder undichten Arterienabschnitts, während unbeschichtete Stents im Allgemeinen zum Offenhalten verengter Lumina eingesetzt werden.

Blockiert ein gecoverter Stent den Blutfluss zu naheliegenden Ästen?

Ja, konstruktionsbedingt verschließt ein gecoverter Stent jeden Seitenast, den er kreuzt, da sein Zweck darin besteht, einen durchgehenden, abgedichteten Kanal zu schaffen. Dies ist ein wichtiger Faktor, den Ärzte vor der Platzierung abwägen, insbesondere in Gefäßabschnitten mit bedeutsamen Kollateral- oder Astgefäßen in der Nähe.

Werden gecoverte Stents nur im Notfall eingesetzt?

Nein. Während die Perforationsausschaltung während der Angioplastie ein anerkannter Notfalleinsatz ist, werden gecoverte Stents auch elektiv in geplanten Situationen eingesetzt, etwa zur Ausschaltung eines aneurysmatischen Arteriensegments oder zur Behandlung eines Pseudoaneurysmas. Ein qualifizierter Arzt entscheidet über die Eignung anhand der vorliegenden spezifischen Gefäßpathologie.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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