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Deep Vein Thrombosis (DVT)July 9, 2026INVAMED Medical Affairs

Kathetergesteuerte Thrombolyse (und EKOS-Typ-Therapie) für TVT und PE

By INVAMED Medical Affairs, Clinical & Scientific Review BoardUpdated July 21, 2026

Bei der kathetergesteuerten Thrombolyse wird ein Gerinnsel auflösendes Medikament über einen Katheter direkt in ein großes Gerinnsel abgegeben, manchmal unterstützt durch Ultraschall. Wie es bei TVT und Lungenembolie wirkt und wie es mit systemischen Medikamenten verglichen wird.

Bei der kathetergesteuerten Thrombolyse (CDT) wird ein fibrinolytisches Medikament über einen im Gerinnsel platzierten Katheter mit mehreren Seitenlöchern direkt in einen Thrombus abgegeben, anstatt es systemisch zu infundieren. Der Grund dafür ist einfach und überzeugend: Eine hohe lokale Wirkstoffkonzentration löst Gerinnsel schneller und mit einem Bruchteil der systemischen Dosis auf, wodurch das Blutungsrisiko gesenkt, aber nicht beseitigt wird. Bei ausgewählten tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (PE) sind die CDT und ihre ultraschallgestützte Variante zentrale Instrumente der interventionellen Reaktion. In diesem Artikel wird beschrieben, wie CDT funktioniert, wo es passt und welche Geräte es bereitstellen.

So funktioniert CDT

Unter bildgebender Kontrolle wird ein Katheter mit mehreren Seitenlöchern entlang der Länge des Thrombus eingebettet und ein Thrombolytikum über Stunden direkt in das Gerinnsel infundiert. Da das Medikament dort konzentriert wird, wo es benötigt wird, ist die Gesamtdosis weitaus geringer als bei einer systemischen Thrombolyse. Bei der ultraschallunterstützten CDT (der EKOS-Ansatz) wird hochfrequenter Ultraschall aus dem Katheter hinzugefügt, der Fibrinstränge auflöst, um mehr Oberfläche für das Medikament freizulegen – was die Lyse bei niedrigen Medikamentendosen beschleunigt. Viele aktuelle Programme kombinieren auch CDT mit mechanischer Thrombektomie in einer „pharmakomechanischen“ Strategie, um die Infusionszeiten zu verkürzen.

CDT bei TVT: Erhaltung der Vene

Bei ausgedehnter proximaler (iliofemoraler) TVT besteht das Ziel über die Linderung akuter Symptome hinaus darin, das postthrombotische Syndrom zu verhindern – die chronische Schwellung, den Schmerz und die Geschwürbildung, die auf eine Klappenschädigung durch ein an Ort und Stelle verbliebenes Gerinnsel folgt. CDT zielt darauf ab, den Fluss wiederherzustellen und die Klappenfunktion bei entsprechend ausgewählten Patienten zu erhalten, insbesondere bei jüngeren Patienten mit ausgedehntem iliofemoralem Gerinnsel und geringem Blutungsrisiko. Dabei wird häufig eine zugrunde liegende Iliakalvenenkompression (May-Thurner) Läsion aufgedeckt, die dann eine venöse Stentimplantation erfordert. Die Patientenauswahl ist von zentraler Bedeutung: CDT ist nicht für jede TVT geeignet und wird in den Leitlinien nur für bestimmte Szenarien eingesetzt.

CDT in PE: Der Mittelweg zwischen mittlerem und hohem Risiko

Die Behandlung von Lungenembolien ist risikostratifiziert. Bei einer massiven (Hochrisiko-)PE mit Schock kann eine systemische Thrombolyse oder ein aggressiver Eingriff erforderlich sein. PE mit geringem Risiko wird nur mit Antikoagulation behandelt. In der schwierigen Mitte – PE mit mittlerem bis hohem Risiko und rechtsventrikulärer Belastung, aber erhaltenem Druck – hat sich die katheterbasierte Therapie durchgesetzt und ermöglicht eine Gerinnselreduktion und Entlastung des rechten Herzens bei geringerem Blutungsrisiko als eine systemische Lyse in voller Dosis. Hier kommen neben der mechanischen Aspiration auch kathetergesteuerte und ultraschallgestützte Zugänge in Frage.

Geräte hinter CDT

Auf die Hardware für die Verabreichung kommt es an: Der Infusionskatheter muss das Medikament über das gesamte Gerinnsel verteilen, und bei pharmakomechanischen Strategien geht dies mit Aspiration oder Mazeration einher. INVAMEDs INCA-Thrombolysekatheter und Viper Ultra-Thrombolysekatheter erfüllen diese Rolle innerhalb der DVT-Portfolio, ergänzt durch Aspirationssysteme wie den DOVI-Aspirationskatheter. Die Auswahl des Geräts und der Strategie richtet sich nach dem klinischen Szenario und der Gebrauchsanweisung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen kathetergesteuerter und systemischer Thrombolyse?

Bei der systemischen Thrombolyse wird das Medikament in eine periphere Vene infundiert, damit es überall zirkulieren kann. CDT führt es über einen Katheter direkt in das Gerinnsel ein und erreicht so eine schnellere lokale Lyse bei einer viel geringeren Dosis und einem geringeren Blutungsrisiko.

Was ist EKOS / ultraschallgestützte Thrombolyse?

Eine CDT-Variante, die katheterbasierten Ultraschall hinzufügt, um Fibrin zu lösen und mehr Gerinnsel dem Medikament auszusetzen, was eine wirksame Lyse bei niedrigen thrombolytischen Dosen ermöglicht.

Wer sollte CDT für TVT erhalten?

Typischerweise ausgewählte Patienten mit ausgedehnter iliofemoraler TVT, gutem Funktionsstatus und geringem Blutungsrisiko, bei denen der Erhalt der Venenklappen zur Vorbeugung eines postthrombotischen Syndroms Priorität hat.

Wird die kathetergesteuerte Thrombolyse bei Lungenembolien eingesetzt?

Ja, insbesondere bei PE mit mittlerem bis hohem Risiko und rechtsventrikulärer Belastung, als Alternative mit geringerem Blutungsrisiko zur vollständigen systemischen Thrombolyse.

Verwandt mit INVAMED

Begleiter: katheterbasierte PE-Behandlung, IVC-Filter. Portfolio: DVT und Lungenemboliemanagement.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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