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Neurovascular InterventionsDecember 1, 2024INVAMED Medical Affairs

Was ist ein Großgefäßverschluss-Schlaganfall (LVO)?

Was ist ein LVO-Schlaganfall? Erfahren Sie, wie er sich von anderen Schlaganfällen unterscheidet und warum oft eine mechanische Thrombektomie nötig ist.

Der Großgefäßverschluss-Schlaganfall, häufig als LVO (Large Vessel Occlusion) abgekürzt, bezeichnet eine Verstopfung in einer der Hauptarterien des Gehirns — den Gefäßen, die für die Blutversorgung großer Hirngewebebereiche zuständig sind. Da diese Arterien ein so weites Gebiet versorgen, verläuft ein LVO-Schlaganfall in der Regel schwerwiegender als eine Verstopfung in einem kleineren Gefäß und erfordert oft einen anderen Behandlungsansatz. Dieser Artikel erklärt, was ein LVO-Schlaganfall ist, wie er festgestellt wird und warum er eng mit einem Verfahren namens mechanische Thrombektomie verbunden ist.

Welche Arterien sind bei einem LVO-Schlaganfall betroffen?

Ein Großgefäßverschluss bezeichnet typischerweise eine Verstopfung in einer von mehreren zentralen Arterien, die das Gehirn versorgen, darunter:

  • Die Arteria carotis interna (ICA)
  • Die Segmente M1 und in manchen Fällen M2 der Arteria cerebri media (MCA)
  • Die Arteria basilaris
  • Die Arteriae vertebrales

Da diese Gefäße große Bereiche des Hirngewebes versorgen, kann eine Verstopfung an dieser Stelle eine ausgedehntere Schädigung verursachen als eine Verstopfung in einer kleineren, weiter distal gelegenen Arterie. LVO-Schlaganfälle sind zudem mit ausgeprägteren neurologischen Symptomen verbunden, wie etwa erheblicher Schwäche, Sprachstörungen oder Bewusstseinsveränderungen, abhängig davon, welche Arterie und Hemisphäre betroffen sind.

Wie wird ein LVO-Schlaganfall festgestellt?

Die notfallmäßige Schlaganfallabklärung umfasst in der Regel eine schnelle Bildgebung des Gehirns, etwa eine CT-Angiographie, um die Lage einer Verstopfung zu bestimmen. Klinische Bewertungssysteme und körperliche Untersuchungsbefunde können bereits vor Abschluss der Bildgebung den Verdacht auf einen LVO lenken, was Schlaganfallteams hilft, Ressourcen für ein mögliches endovaskuläres Verfahren zu mobilisieren.

Häufig zitierte Schätzungen deuten darauf hin, dass bei einem erheblichen Anteil ischämischer Schlaganfälle ein Großgefäßverschluss vorliegt, was mit ein Grund dafür ist, dass in vielen auf Schlaganfälle spezialisierten Krankenhäusern Protokolle zur schnellen Erkennung bestehen.

Warum erfordert LVO oft einen anderen Behandlungsansatz?

Intravenöse gerinnselauflösende Medikamente können bei vielen ischämischen Schlaganfällen wirksam sein, lösen ein großes, bereits fest etabliertes Gerinnsel, das eine Hauptarterie verschließt, jedoch seltener vollständig auf. An dieser Stelle wird die mechanische Thrombektomie zu einer wichtigen Behandlungsoption.

Die mechanische Thrombektomie ist ein katheterbasiertes Verfahren, bei dem ein Arzt ein Gerät — etwa einen Stent-Retriever oder einen Aspirationskatheter — durch die Blutgefäße bis zur Verschlussstelle führt und das Gerinnsel physisch entfernt. Dieser Ansatz ist darauf ausgelegt, den Blutfluss in geeigneten LVO-Fällen direkter wiederherzustellen als eine medikamentöse Behandlung allein.

Geräte wie das INVAMED KinG Intracranial Revascularization Device wurden speziell für diesen Zweck entwickelt, um Gerinnsel in der Arteria carotis interna, den Segmenten M1/M2, der Arteria basilaris und den Arteriae vertebrales zu erfassen und zu entfernen.

Was bestimmt die Eignung für eine Thrombektomie?

Nicht jeder Patient mit LVO-Schlaganfall ist für eine mechanische Thrombektomie geeignet. Ärzte bewerten in der Regel mehrere Faktoren, darunter:

  • Zeit seit Symptombeginn
  • Lage und Größe des Verschlusses
  • Menge des möglicherweise noch rettbaren Hirngewebes, basierend auf der Bildgebung
  • Allgemeiner Gesundheitszustand und etwaige Kontraindikationen

Alle Verfahren bergen Risiken, und die Eignung wird von einem Arzt anhand des individuellen klinischen Bildes bestimmt.

Häufig gestellte Fragen

Ist ein LVO-Schlaganfall gefährlicher als andere Schlaganfälle?

LVO-Schlaganfälle betreffen in der Regel größere Bereiche des Hirngewebes und sind im Vergleich zu Verstopfungen in kleineren Gefäßen häufig mit ausgeprägteren neurologischen Symptomen verbunden. Die Ergebnisse variieren stark je nach Person, Zeitpunkt der Behandlung und weiteren Faktoren.

Kann ein LVO-Schlaganfall allein mit Medikamenten behandelt werden?

Intravenöse gerinnselauflösende Medikamente können Teil des Behandlungsplans sein, doch große, bereits fest etablierte Gerinnsel in Hauptarterien lösen sich seltener allein durch Medikamente vollständig auf. Deshalb wird bei LVO-Fällen häufig eine mechanische Thrombektomie in Betracht gezogen.

Wie schnell muss ein LVO behandelt werden?

Die Schlaganfallversorgung legt großen Wert auf möglichst schnelles Handeln, da das Zeitfenster für bestimmte Behandlungen begrenzt ist. Jeder mit plötzlichen Schlaganfallsymptomen sollte sofort den Notruf wählen, anstatt abzuwarten, ob sich die Symptome bessern.

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Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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