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Neurovascular InterventionsOctober 9, 2024INVAMED Medical Affairs

Schlaganfall durch Verschluss eines großen Gefäßes: Warum LVO anders ist

Ein Schlaganfall durch Verschluss eines großen Gefäßes betrifft eine der großen Hirnarterien und verursacht häufig schwerere Symptome. Erfahren Sie, wie LVO erkannt und behandelt wird.

Nicht jeder ischämische Schlaganfall ist gleich, und Größe und Lage der verschlossenen Arterie können einen erheblichen Unterschied sowohl bei den Symptomen als auch beim Behandlungsansatz ausmachen. Ein Schlaganfall durch Verschluss eines großen Gefäßes tritt auf, wenn eine der großen Hirnarterien verschlossen wird, was in der Regel ausgeprägtere Symptome verursacht als ein auf ein kleineres Gefäß begrenzter Verschluss. Das Verständnis dessen, was den Verschluss eines großen Gefäßes auszeichnet, hilft zu erklären, warum er so häufig als eigenständige Kategorie innerhalb der Schlaganfallversorgung betrachtet wird. Dieser Überblick behandelt, was LVO allgemein bedeutet, wie es sich typischerweise äußert und wie es aus Behandlungssicht üblicherweise angegangen wird.

Was gilt als Verschluss eines großen Gefäßes?

Der Verschluss eines großen Gefäßes bezeichnet in der Regel eine Blockade in einer der großen, das Gehirn versorgenden Arterien und nicht in einem kleineren, peripheren Ast. Häufig genannte Beispiele umfassen die Arteria carotis interna, das erste Segment der Arteria cerebri media – häufig als M1-Verschluss bezeichnet – sowie, in manchen Klassifikationen, die proximale Arteria cerebri anterior oder die Arteria basilaris. Da diese Gefäße ein vergleichsweise großes Hirngewebeareal versorgen, gefährdet ein Verschluss in einem von ihnen tendenziell ein größeres Gewebevolumen als ein Verschluss in einem kleineren, distalen Ast.

Welche Symptome sind für LVO typisch?

Die LVO-Symptome überschneiden sich in der Regel mit den bekannten allgemeinen Warnzeichen eines Schlaganfalls, erscheinen jedoch oft ausgeprägter oder betreffen mehrere Funktionen gleichzeitig, da ein größeres Hirnareal betroffen ist. Häufig beschriebene Merkmale sind plötzliche Schwäche oder Taubheitsgefühl auf einer Körperseite, herabhängende Gesichtszüge, Sprach- oder Sprachverständnisstörungen, Sehstörungen und mitunter eine verminderte Wachheit. Da diese Symptome gemeinsam auftreten und ausgeprägt sein können, wird der Verschluss eines großen Gefäßes häufig mit dem in Verbindung gebracht, was Ärzte als schwereres Schlaganfallbild im Vergleich zu Verschlüssen kleinerer Gefäße beschreiben. Jede Kombination dieser plötzlich auftretenden Symptome gilt als anerkannter Grund, sofort den Notruf zu wählen, statt abzuwarten, ob sie sich zurückbilden.

Warum wird ein schwerer Schlaganfall infolge eines LVO als eigenständige Kategorie behandelt?

Ein schwerer Schlaganfall infolge eines Verschlusses eines großen Gefäßes wird in der Regel als eigenständige klinische Kategorie behandelt, da ein standardmäßiges gerinnselauflösendes Medikament allein ein großes, fest verankertes Gerinnsel in einer großen Arterie seltener vollständig beseitigen kann. Dies ist ein zentraler Grund, warum die mechanische Thrombektomie speziell bei LVO zu einer wichtigen Behandlungsoption geworden ist: Ein katheterbasierter Eingriff kann bei entsprechend ausgewählten Patienten ein Gerinnsel in einem großen Gefäß direkt erreichen und physisch entfernen. Die rasche Identifikation eines LVO, in der Regel mittels CT- oder MRT-Angiographie, ist ein entscheidender Schritt, der hilft zu bestimmen, ob ein Patient in ein Schlaganfallzentrum eingewiesen werden sollte, das zu dieser Art von Eingriff in der Lage ist.

Wie wird ein LVO typischerweise erkannt und bestätigt?

Ein vermuteter LVO wird in der Regel zunächst anhand des Musters und der Schwere der Symptome eines Patienten erkannt, mitunter unter Verwendung standardisierter präklinischer Schlaganfall-Schweregradskalen, die Rettungsdienste zur Entscheidung heranziehen, in welches Krankenhaus ein Patient transportiert werden soll. Die Bestätigung erfordert in der Regel eine Gefäßbildgebung wie die CT-Angiographie, die es Ärzten ermöglicht, das verschlossene Gefäß direkt darzustellen, statt sich allein auf die Symptome zu verlassen. Dieser Bildgebungsschritt ist wesentlich, da er auch hilft, eine Blutung auszuschließen, und Aufschluss darüber gibt, ob ein Patient für eine mechanische Thrombektomie infrage kommt – eine Behandlungskategorie, zu der Devices wie Stent-Retriever aus INVAMEDs Produktlinie neurovaskuläre Interventionen zählen.

Kommt jeder LVO-Patient für eine mechanische Thrombektomie infrage?

Nein. Die Eignung hängt von Faktoren wie den Bildgebungsbefunden, der seit Symptombeginn verstrichenen Zeit, der betroffenen Arterie und dem allgemeinen klinischen Zustand des Patienten ab. Ein qualifizierter Schlaganfallspezialist bewertet diese Faktoren individuell, um zu bestimmen, ob eine Thrombektomie oder ein anderer Behandlungsansatz angemessen ist.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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