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Pillar GuidesJune 6, 2018INVAMED Medical Affairs

Interventionelle Radiologie: Der komplette Leitfaden

Neu bei der interventionellen Radiologie? Dieser Leitfaden erklärt, was IR ist, wie Eingriffe ablaufen und wo sie in der Medizin heute stehen.

Die interventionelle Radiologie (IR) ist eine medizinische Fachrichtung, die Bildgebung nutzt, um minimalinvasive diagnostische und therapeutische Eingriffe im gesamten Körper durchzuführen. Falls Ihr Arzt eine Überweisung an die interventionelle Radiologie erwähnt hat, erklärt dieser Leitfaden für Einsteiger, welche Bereiche das Fachgebiet abdeckt, wie Eingriffe im Allgemeinen ablaufen und wie es sich in die moderne Medizin neben anderen Fachrichtungen einfügt.

Was genau ist interventionelle Radiologie?

Interventionelle Radiologen sind Ärzte, die darin ausgebildet sind, Erkrankungen mit bildgesteuerten, minimalinvasiven Techniken zu diagnostizieren und zu behandeln, anstatt eine klassische offene Operation durchzuführen. Mithilfe von Instrumenten wie der Durchleuchtung (Fluoroskopie, Röntgen in Echtzeit), Ultraschall und CT-Bildgebung navigieren sie dünne Katheter und spezialisierte Instrumente durch Blutgefäße oder direkt in Organe, um Erkrankungen von innen zu behandeln. Die Fachrichtung entwickelte sich aus der diagnostischen Radiologie, hat sich jedoch zu einem behandlungsorientierten Fachgebiet erweitert, das sowohl vaskuläre als auch nicht-vaskuläre Erkrankungen umfasst.

Welche Erkrankungen behandelt die interventionelle Radiologie?

Der Umfang der IR ist breit gefächert. Auf der vaskulären Seite behandeln IR-Ärzte periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK), tiefe Venenthrombose (TVT), Krampfadern und Aortenaneurysmen mithilfe von Stents, Angioplastie-Ballons und Thrombektomiesystemen. Embolisationsverfahren – zur gezielten Blockierung abnormer Blutgefäße – behandeln Erkrankungen, die von unkontrollierten Blutungen bis hin zu Gebärmuttermyomen und bestimmten Tumoren reichen. Die IR spielt auch in der Onkologie eine Rolle, und zwar durch Ablationstechniken, die Tumorgewebe mittels Hitze oder Kälte zerstören, sowie beim Einsetzen von Vorrichtungen wie Ureterstents oder Nephrostomiekathetern bei urologischen Erkrankungen.

Wie läuft ein typischer IR-Eingriff ab?

Die meisten IR-Eingriffe beginnen mit einem kleinen Nadelzugang zu einem Blutgefäß oder einem Zielbereich, häufig am Handgelenk, in der Leiste oder direkt durch die Haut über der Behandlungsstelle. Anschließend werden ein Führungsdraht und ein Katheter unter kontinuierlicher Bildgebung zur behandlungsbedürftigen Stelle vorgeschoben. Je nach Erkrankung kann der interventionelle Radiologe über diesen Zugangsweg einen Stent, ein Embolisationsmittel, eine Ablationssonde oder ein Thrombektomiesystem einbringen. Viele Eingriffe erfolgen unter örtlicher Betäubung und leichter Sedierung, und Patienten kehren häufig noch am selben Tag oder nach einer kurzen Beobachtungsphase nach Hause zurück, wobei dies je nach Komplexität des Eingriffs und individuellem Gesundheitszustand variiert.

Wie unterscheidet sich die interventionelle Radiologie von der Chirurgie?

Die klassische Chirurgie erfordert in der Regel größere Schnitte für den direkten Zugang zum Behandlungsbereich, während die interventionelle Radiologie die bestehenden vaskulären oder anatomischen Wege des Körpers unter Zuhilfenahme der Bildgebung nutzt. Das bedeutet nicht, dass die IR die Chirurgie in jedem Fall ersetzt – vielmehr ergänzen sich die beiden Fachrichtungen häufig, und ein multidisziplinäres Team kann feststellen, dass ein chirurgischer, endovaskulärer oder kombinierter Ansatz für einen bestimmten Patienten am besten geeignet ist. Alle Eingriffe, ob chirurgisch oder bildgesteuert, bergen inhärente Risiken, die ein Arzt im Rahmen der Voruntersuchung bespricht.

Welche Rolle spielt die Gerätetechnologie?

Das Wachstum der interventionellen Radiologie war eng an Fortschritte in der Gerätetechnologie geknüpft – dünnere Katheter, flexiblere Führungsdrähte sowie speziell für bestimmte Gefäße und Erkrankungen entwickelte Stents und Embolisationsmittel. INVAMED entwickelt Produkte in vielen dieser für die IR relevanten Kategorien, darunter venöse und arterielle Stents, Thrombektomiesysteme, Embolisationscoils und -plugs sowie Katheter- und Führungsdrahtsysteme zum Zugang zu und zur Behandlung von Erkrankungen im gesamten Gefäßsystem.

Häufig gestellte Fragen

Ist die interventionelle Radiologie im Vergleich zur klassischen Chirurgie sicher?

Sowohl chirurgische als auch interventionell-radiologische Eingriffe bergen inhärente Risiken. IR-Techniken sind im Allgemeinen darauf ausgelegt, weniger invasiv zu sein, was bei manchen Patienten mit einer kürzeren Erholungszeit einhergehen kann, doch der geeignete Ansatz hängt von der spezifischen Erkrankung ab und wird von einem Arzt festgelegt.

Benötige ich eine Überweisung, um einen interventionellen Radiologen aufzusuchen?

In vielen Gesundheitssystemen werden Patienten von ihrem Hausarzt oder einem anderen Facharzt an die interventionelle Radiologie überwiesen. Die Überweisungswege variieren je nach Land und Gesundheitssystem.

Was sollte ich meinen interventionellen Radiologen vor einem Eingriff fragen?

Erwägen Sie, nach dem Ziel des Eingriffs, der erwarteten Erholungszeit, alternativen Behandlungsoptionen und etwaigen für Ihre Situation spezifischen Risiken zu fragen. Ein gründliches Vorgespräch hilft dabei, realistische Erwartungen zu schaffen.

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Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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