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Neurovascular InterventionsFebruary 20, 2023INVAMED Medical Affairs

Distale Zugangskatheter: Unterstützung tief im Gehirn

Ein distaler Zugangskatheter bietet in triaxialen Systemen eine mittlere Unterstützungsebene und stabilisiert den Weg für Mikrokatheter bei der Navigation tiefer Hirngefäße.

Ein tief im Gehirn liegendes Zielgefäß zu erreichen, ist selten die Aufgabe eines einzelnen Katheters allein. In vielen neurovaskulären Eingriffen wird ein distaler Zugangskatheter bis zu einem Teilabschnitt der Wegstrecke vorgeschoben, um eine stabile Plattform zu schaffen, von der aus ein kleinerer Mikrokatheter die letzte, heikelste Etappe der Navigation fortsetzen kann. Dieser mehrschichtige Ansatz, häufig als triaxiales System bezeichnet, besteht deshalb, weil kein einzelner Katheter zugleich für die Kraft, die für den Weg von der Leiste oder dem Handgelenk nötig ist, und für die Feinsteuerung, die zum Erreichen kleiner distaler Äste erforderlich ist, optimiert werden kann. Ein distaler Zugangskatheter befindet sich in der Mitte dieses Spektrums, und seine Rolle besteht grundlegend in der Unterstützung, nicht in der direkten Applikation der Behandlung.

Was leistet ein distaler Zugangskatheter konkret?

Ein distaler Zugangskatheter, gelegentlich auch als Intermediärkatheter bezeichnet, wird über einen Führungskatheter bis zu einem Punkt relativ nahe an der Zielläsion vorgeschoben, jedoch nicht vollständig bis dorthin. Von dort aus kann ein Mikrokatheter durch das Lumen des distalen Zugangskatheters für die letzte Annäherung an ein Aneurysma, einen Verschluss oder eine Malformation vorgeschoben werden. Die Hauptfunktion des distalen Zugangskatheters besteht darin, die Länge des unabgestützten Katheterwegs zwischen Zugangspunkt und Behandlungsort zu verringern, was wiederum die Vorschubkraft und Stabilität jedes anschließend durch ihn vorgeschobenen Systems verbessert. Ohne diese zwischengeschaltete Unterstützung könnte ein Mikrokatheter allein Schwierigkeiten haben, seine Position zu halten oder Kraft über einen derart langen und gewundenen Weg wirksam zu übertragen.

Wie funktioniert ein triaxiales System in der Praxis?

Ein triaxiales System bezeichnet in der Regel die Kombination aus drei ineinander verschachtelten Kathetern: einem äußeren Führungskatheter oder einer Schleuse, die die anfängliche Plattform von der Zugangsstelle aus bereitstellt, einem mittleren distalen Zugangskatheter, der sich weiter in den Gefäßbaum hinein erstreckt, sowie einem inneren Mikrokatheter, der den Weg bis zur Zielläsion vollendet. Jede Schicht ist so konzipiert, dass sie die Unterstützung an die nächste weitergibt, wodurch Reibung reduziert und die Kontrolle verbessert wird, während sich das System von großen proximalen Gefäßen zu kleinen distalen Gefäßen bewegt. Dieser verschachtelte Ansatz wird häufig bei der mechanischen Thrombektomie beim akuten ischämischen Schlaganfall eingesetzt, bei der ein rascher, stabiler Zugang zu einem intrakraniellen Verschluss wichtig ist, ebenso wie bei der Aneurysmabehandlung und anderen neurovaskulären Eingriffen, die eine präzise distale Navigation erfordern.

Warum ist Kathetersupport in distalen Gefäßen so entscheidend?

Kathetersupport beschreibt, wie wirksam die an der Zugangsstelle aufgewendete Kraft in eine Vorwärtsbewegung an der Katheterspitze umgesetzt wird, statt lediglich dazu zu führen, dass sich der Katheter in einem größeren, flexibleren Gefäß entlang des Wegs staucht oder eine Schlaufe bildet. In gewundener Hirnanatomie kann ein Mangel an zwischengeschalteter Unterstützung bedeuten, dass das Vorschieben eines Mikrokatheters von der Leiste aus am eigentlichen Zielort kaum etwas bewirkt, da sich die Kraft in unabgestützten Schlaufen verliert, statt in nutzbaren Vorwärtsfortschritt umgesetzt zu werden. Ein gut positionierter distaler Zugangskatheter verkürzt diesen unabgestützten Abschnitt wirksam und gibt der Operateurin oder dem Operateur mehr direkte Kontrolle über die letzte Annäherung des Mikrokatheters. Dies ist besonders relevant bei Eingriffen, bei denen sowohl Geschwindigkeit als auch Präzision zählen, da eine übermäßig lange Manipulationszeit selbst prozedurale Aspekte mit sich bringen kann, die eine Ärztin oder ein Arzt während des Eingriffs abwägt.

Distaler Zugang innerhalb der MicroCATH-Familie

Distaler Zugang und Intermediärkatheter-Unterstützung sind Teil der übergreifenden Designphilosophie hinter der MicroCATH Neurovascular Catheter Family von INVAMED, die der Hersteller als für die präzise Navigation gewundener Hirnarterien zur Unterstützung von Coiling, Flüssigembolisat-Infusion und distaler neurovaskulärer Exploration bestimmt beschreibt. Verfügbarkeit und konkrete Konfigurationen variieren je nach Land, und für Details zur Zweckbestimmung und Kompatibilität innerhalb eines triaxialen Aufbaus sollte stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) herangezogen werden. Distale Zugangskatheter sind eine Kategorie innerhalb des breiteren Produktangebots, das auf der INVAMED-Seite Neurovaskuläre Interventionen zu finden ist.

Auswahl eines distalen Zugangskatheters für einen bestimmten Eingriff

Die Wahl des distalen Zugangskatheters für einen konkreten Fall hängt in der Regel von der Lage des Zielgefäßes, der auf dem Weg dorthin vorliegenden Gewundenheit und dem für die letzte Annäherung geplanten Mikrokatheter oder Behandlungssystem ab. Manche Fälle erfordern einen distalen Zugangskatheter, der sehr weit in die distale Gefäßstrecke vordringen kann, während bei anderen ein Katheter mit größerem Innenlumen im Vordergrund steht, um größere Systeme wie Aspirationskathetersysteme für die Schlaganfall-Thrombektomie aufzunehmen. Eine qualifizierte Ärztin oder ein qualifizierter Arzt bestimmt die geeignete triaxiale Konfiguration anhand der präoperativen Bildgebung und der jeweils zu behandelnden Pathologie, da keine einzelne Kombination für jeden Fall geeignet ist.

Werden distale Zugangskatheter ausschließlich bei Schlaganfalleingriffen eingesetzt?

Nein, sie kommen in einer Vielzahl neurovaskulärer Eingriffe zum Einsatz, darunter die Aneurysmabehandlung und andere Krankheitsbilder, die einen stabilen distalen Zugang erfordern, zusätzlich zur mechanischen Thrombektomie beim akuten ischämischen Schlaganfall. Ihre Kernfunktion, die Bereitstellung von Kathetersupport, gilt branchenübergreifend für diese Eingriffsarten.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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