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Peripheral Arterial Disease (PAD)October 27, 2022INVAMED Medical Affairs

Femoropopliteale Erkrankung: Ursachen & Behandlung

Femoropopliteale Erkrankung verstehen: Was Verengungen in der Oberschenkel- und Kniekehlenarterie verursacht und wie Ärzte sie heute untersuchen.

Die femoropopliteale Erkrankung bezeichnet eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK), die speziell die Arteria femoralis superficialis (oberflächliche Oberschenkelarterie, SFA) und die Arteria poplitea (Kniekehlenarterie) betrifft – die großen Gefäße, die durch den Oberschenkel und hinter dem Knie verlaufen, um das Bein mit Blut zu versorgen. Da dieser Arterienabschnitt lang ist, sich mit der Gelenkbewegung mitbewegt und wiederholter mechanischer Belastung ausgesetzt ist, ist er eine der am häufigsten von PAVK betroffenen Regionen und bringt besondere Behandlungsüberlegungen mit sich.

Warum ist der femoropopliteale Bereich häufig betroffen?

Der femoropopliteale Bereich ist aus mehreren Gründen besonders anfällig für atherosklerotische Verengungen. Es handelt sich um einen langen Arterienabschnitt, was bedeutet, dass sich die Erkrankung über eine ausgedehnte Länge statt an einer kurzen, umschriebenen Stelle entwickeln kann. Die Arterie verläuft zudem über das Hüft- und das Kniegelenk und ist dadurch bei alltäglichen Bewegungen Biegung, Kompression und Torsionskräften ausgesetzt – Faktoren, die beeinflussen können, wie gut bestimmte Implantate an dieser Stelle auf Dauer funktionieren.

Welche Symptome sind mit der femoropoplitealen Erkrankung verbunden?

Eine Verengung im femoropoplitealen Bereich führt häufig zur klassischen intermittierenden Claudicatio, die typischerweise als Krampf- oder Ermüdungsgefühl in der Wadenmuskulatur beim Gehen wahrgenommen wird und sich in Ruhe zurückbildet. Mit fortschreitender Erkrankung können manche Patienten Beschwerden auch in Ruhe oder nicht heilende Wunden entwickeln, was auf eine fortgeschrittenere Erkrankung hindeuten kann, die einer zeitnahen Abklärung bedarf.

Wie wird die femoropopliteale Erkrankung diagnostiziert?

Die Diagnostik folgt in der Regel dem üblichen PAVK-Diagnosepfad, unter anderem:

  • Klinische Anamnese und Pulsuntersuchung
  • Knöchel-Arm-Index (ABI)-Messung
  • Duplexsonografie zur Darstellung des Blutflusses und zur Identifizierung von Verengungen
  • CT-Angiografie oder katheterbasierte Angiografie zur detaillierten anatomischen Darstellung, wenn ein Eingriff erwogen wird

Bei der Behandlungsplanung für diesen Bereich achten Ärzte besonders auf die Läsionslänge, den Grad der Verkalkung und die Beteiligung des Kniegelenks.

Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?

Die Behandlung der femoropoplitealen Erkrankung richtet sich nach Symptomschwere, Läsionscharakteristik und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten. Zu den Optionen, die ein Arzt in Betracht ziehen kann, zählen:

  • Überwachtes Bewegungstraining und Risikofaktormanagement bei leichter bis mäßiger Claudicatio
  • Ballonangioplastie (PTA), teils kombiniert mit einem medikamentenbeschichteten Ballon, um den verengten Abschnitt zu öffnen
  • Atherektomie zur Entfernung von Plaque bei stark verkalkten Läsionen vor oder begleitend zur Angioplastie
  • Selbstexpandierende Nitinol-Stents, die unter anderem aufgrund ihrer Flexibilität für diesen gelenküberschreitenden Bereich gewählt werden
  • Chirurgischer Bypass in ausgewählten Fällen, in denen endovaskuläre Verfahren nicht geeignet sind

Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Warum ist die Produktauswahl in diesem Bereich wichtig?

Da sich der femoropopliteale Bereich mit Hüfte und Knie mitbewegt, werden hier eingesetzte Produkte häufig mit Blick auf Flexibilität und Haltbarkeit entwickelt, um wiederholten Biegebewegungen standzuhalten. Dies ist einer der Hauptgründe, warum Nitinol – eine flexible, selbstexpandierende Legierung – häufig bei Stents für diese anatomische Lage verwendet wird, anstelle der starreren ballonexpandierbaren Bauweisen, die typischerweise anderen Gefäßen vorbehalten sind.

Häufig gestellte Fragen

Ist die femoropopliteale Erkrankung schwerwiegender als andere Formen der PAVK?

Der Schweregrad hängt eher vom Ausmaß der Verengung und den begleitenden Symptomen ab als von der anatomischen Lage allein. Da dieser Bereich jedoch eine häufige PAVK-Lokalisation ist und die Gehfähigkeit erheblich beeinträchtigen kann, steht er häufig im Mittelpunkt der klinischen Untersuchung und Behandlungsplanung.

Kann die femoropopliteale Erkrankung beide Beine betreffen?

Ja, Atherosklerose kann Arterien auf beiden Körperseiten betreffen, und manche Patienten weisen eine beidseitige femoropopliteale Beteiligung auf. Ein Arzt untersucht bei der Beurteilung stets beide Beine, auch wenn die Symptome auf einer Seite ausgeprägter sind.

Wovon hängt es ab, ob in diesem Bereich ein Stent eingesetzt wird?

Die Entscheidung, ob und welcher Stent-Typ eingesetzt wird, hängt von Faktoren wie Läsionslänge, Verkalkungsgrad, Ergebnis der Angioplastie und Gefäßanatomie ab. Diese Entscheidung trifft der behandelnde Arzt anhand der individuellen Bildgebung und der Befunde während des Eingriffs.

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Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

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