Stereotaktische Radiochirurgie (SRS) liefert in einer oder wenigen Sitzungen eine präzise geformte, hohe Strahlungsdosis an ein definiertes intrakranielles Ziel. Trotz seines Namens ist es nicht-inzisionell: Die therapeutische Wirkung entsteht durch die Konvergenz vieler Strahlungsstrahlen auf das Ziel, während das umgebende Gehirn eine viel geringere Dosis erhält.
Abgabesysteme
- Gammabasierte Systeme verwenden viele feste Kobaltquellen, die auf einen einzigen Punkt fokussiert sind und sich gut für kleine, genau definierte Ziele eignen.
- Linearbeschleunigersysteme formen und liefern Strahlen aus mehreren Bögen und bieten so Flexibilität über Zielgrößen hinweg.
- Robotersysteme verwenden einen kompakten Linearbeschleuniger auf einem Roboterarm mit Bildführung für eine rahmenlose Behandlung.
Technik
Die Behandlung basiert auf starrer oder bildgeführter Immobilisierung, hochauflösender Planungsbildgebung (MRT kombiniert mit CT) und inverser Planung, die Dosiskonformität und steile Gradienten optimiert. Die Qualitätssicherung der Zielgenauigkeit ist von grundlegender Bedeutung, da das therapeutische Verhältnis von der Millimetergenauigkeit abhängt.
Klinische Anwendungen
SRS wird bei Hirnmetastasen, gutartigen Tumoren wie Vestibularisschwannom und Meningeom, arteriovenösen Fehlbildungen und funktionellen Zielen bei ausgewählten Erkrankungen eingesetzt. Sie wird häufig in einen chirurgischen Eingriff, eine Ganzhirn-Strahlentherapie oder eine systemische Therapie im Rahmen eines multidisziplinären Plans integriert, der nach Anzahl, Größe, Lage und Patientenstatus der Läsionen ausgewählt wird.
Ergebnisse und Überlegungen
Die berichteten lokalen Kontrollraten sind bei entsprechend großen Zielen hoch, mit dem Vorteil einer kurzen, nicht-invasiven Behandlung. Die Zielgröße ist eine wesentliche Einschränkung, und größere Läsionen erfordern möglicherweise abgestufte oder fraktionierte Ansätze. Die Nachuntersuchungsbildgebung unterscheidet das Ansprechen auf die Behandlung im Laufe der Zeit vom Strahleneffekt.
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Geräteverfügbarkeit und zugelassene Indikationen variieren je nach Land. Dieser Inhalt richtet sich an medizinisches Fachpersonal und ersetzt weder das klinische Urteil noch die Gebrauchsanweisung.
