Skip to main content
INVAMED
StartseiteINVAblogRadiofrequenzablation von Tumoren: Wie sie funktioniert
Oncology AblationOctober 21, 2016INVAMED Medical Affairs

Radiofrequenzablation von Tumoren: Wie sie funktioniert

Radiofrequenzablation von Tumoren nutzt über eine Elektrode abgegebene Wärmeenergie im Zielgewebe. Erfahren Sie in diesem Überblick, wie RFA funktioniert.

Die Radiofrequenzablation von Tumoren (RFA) gehört zu den am besten etablierten thermischen Ablationstechnologien, die heute in der interventionellen Onkologie eingesetzt werden. Das Verständnis der zugrunde liegenden Physik hilft zu klären, warum RFA für bestimmte Läsionstypen in Betracht gezogen wird und wie Verfahrensvariablen die Behandlungszone beeinflussen. Dieser Überblick beschreibt den technischen Mechanismus hinter RFA für Kliniker und andere interessierte Leser.

Was ist der grundlegende Mechanismus der RFA?

RFA gibt einen Wechselstrom, typischerweise im Bereich von 375–500 kHz, über eine Elektrode ab, die im oder neben dem Zielgewebe positioniert ist. Während Ionen im Gewebe versuchen, dem schnell wechselnden Strom zu folgen, erzeugt die ionische Bewegung Reibungswärme (ein Prozess, der als resistive oder Joule'sche Erwärmung bezeichnet wird).

Wenn die Gewebetemperaturen etwa 60 °C oder höher erreichen, kommt es innerhalb der Behandlungszone zu Proteindenaturierung und koagulativer Nekrose. Ein Erdungspad oder dispersive Elektroden vervollständigen den elektrischen Kreislauf, je nachdem, ob eine monopolare oder bipolare Konfiguration verwendet wird.

Was bestimmt Größe und Form der Ablationszone?

Mehrere Variablen beeinflussen die entstehende Ablationszone während eines RFA-Verfahrens:

  • Elektrodendesign, einschließlich Einzelnadel-, expandierbarer Mehrzinken- oder gruppierter/gekühlter Spitzenkonfigurationen
  • Leistungsabgabe und Dauer der Energieabgabe, gesteuert vom RF-Generator
  • Lokale Gewebeeigenschaften, wie Vaskularität und Gewebeimpedanz
  • Heat-Sink-Effekt, bei dem nahegelegene Blutgefäße thermische Energie ableiten können und möglicherweise unterbehandelte Zonen in der Nähe der Gefäßwände entstehen lassen

Kliniker berücksichtigen diese Variablen typischerweise während der Verfahrensplanung und beziehen dabei Tumorgröße und Nähe zu Gefäßstrukturen oder anderer kritischer Anatomie mit ein.

Wie wird RFA während eines Verfahrens verabreicht?

RFA-Elektroden werden im Allgemeinen perkutan unter CT- oder Ultraschallsteuerung eingeführt, obwohl in der Fachliteratur auch laparoskopische und intraoperative Ansätze beschrieben wurden. Bildgebung wird während des gesamten Verfahrens eingesetzt, um die Elektrodenplatzierung relativ zur Zielläsion zu bestätigen.

Bei RFA-Systemen eingesetzte Generatoren liefern typischerweise Echtzeitfeedback zu Impedanz und/oder Temperatur, das Anwender nutzen, um die Energieabgabe zu titrieren und den Behandlungsfortschritt zu beurteilen.

Welche Elektrodenkonfigurationen werden bei RFA verwendet?

RFA-Elektrodendesigns variieren je nach Hersteller und beabsichtigter Anwendung. Gängige Konfigurationen umfassen:

  • Gerade Einzelnadelelektroden, häufig für kleinere oder besser zugängliche Läsionen eingesetzt
  • Expandierbare Mehrzinken-Elektroden, die mehrere gebogene Zinken entfalten, um ein größeres Volumen zu behandeln
  • Intern gekühlte Elektroden, konzipiert, um die Gewebeverkohlung neben der Elektrodenspitze zu reduzieren, die andernfalls die weitere Energieabgabe einschränken kann

Die Geräteauswahl wird vom behandelnden Arzt basierend auf Läsionsmerkmalen und institutionellen Protokollen getroffen.

Häufig gestellte Fragen

Ist RFA dasselbe wie Elektrokauterisation?

Nein. Obwohl beide elektrische Energie nutzen, wird die Elektrokauterisation typischerweise eingesetzt, um Gewebe während einer Operation zu schneiden oder zu koagulieren, während RFA speziell dafür konzipiert ist, eine kontrollierte, anhaltende Erwärmung innerhalb eines definierten Gewebevolumens zu ablativen Zwecken zu erzeugen.

Welche Bildgebung wird zur Steuerung der RFA-Elektrodenplatzierung eingesetzt?

CT und Ultraschall sind die am häufigsten beschriebenen Bildgebungsmodalitäten zur RFA-Steuerung, wobei die Wahl der Modalität von Organ, Läsionssichtbarkeit und institutioneller Praxis abhängt.

Benötigt RFA für jedes Verfahren einen bestimmten Generator?

RFA erfordert einen kompatiblen RF-Generator, der auf das eingesetzte Elektrodensystem abgestimmt ist. Anwender sollten stets die Gebrauchsanweisung (IFU) des Herstellers für kompatible Ausrüstung und Einstellungen befolgen.

Verwandte INVAMED-Ressourcen

Externe Ressourcen


Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

radiofrequency ablation for tumorsRFA procedurehow does RFA workthermal ablation technologyradiofrequency electrode