Eine postoperative Wundinfektion (SSI) nach einer Herzoperation – insbesondere eine tiefe Wundinfektion des Sternums und eine Mediastinitis – ist eine seltene, aber schwerwiegende Komplikation, die mit einem längeren Krankenhausaufenthalt und einer erheblichen Morbidität einhergeht. Die Prävention beruht auf einem Bündel evidenzbasierter Maßnahmen, die sich über den gesamten perioperativen Zeitraum erstrecken, und nicht auf einem einzelnen Eingriff.
Präoperative Maßnahmen
- Screening und Dekolonisierung für Nasenschleimhäute reduzieren das Reservoir an Hautflora.
- Glykämische Optimierung vor der Operation befasst sich mit einem wichtigen modifizierbaren Risikofaktor.
- Hautantisepsis und geeignete Haarentfernung bereiten den Operateur vor Feld.
- Eine rechtzeitige, gewichtsgerechte Antibiotikaprophylaxe stellt den Gewebespiegel bei der Inzision sicher.
Intraoperative Maßnahmen
Eine sorgfältige Sternumverschlusstechnik, die Aufrechterhaltung der Normothermie, der umsichtige Einsatz von Knochenwachs und eine sorgfältige Blutstillung reduzieren das Risiko. Eine starre Sternumfixierung bei Hochrisikopatienten und die Beachtung der Technik der Transplantatentnahme tragen zur Stabilität und Heilung der Wunde bei.
Postoperative Maßnahmen
Kontinuierliche Glukosekontrolle, frühzeitige Erkennung von Wundproblemen und strukturierte Wundversorgung sind von zentraler Bedeutung. Bei ausgewählten Hochrisikopatienten wird eine Unterdruck-Wundtherapie über geschlossenen Schnitten eingesetzt, um die Heilung zu unterstützen.
Ein gebündelter Ansatz
Die stärksten Ergebnisse werden durch die konsequente Anwendung des gesamten Bündels und nicht durch isolierte Schritte erzielt. Institutionelle Protokolle, Checklisten und Überwachung mit Feedback gewährleisten die Einhaltung und ermöglichen es den Teams, Infektionsraten im Laufe der Zeit zu verfolgen und zu reduzieren.
INVAMED-Technologien in diesem Bereich
INVAMED stellt Instrumente für die Herzchirurgie her, einschließlich Sternum-Fixierungssystemen; Entdecken Sie die Kategorie Instrumente für die Herzchirurgie.
Geräteverfügbarkeit und zugelassene Indikationen variieren je nach Land. Dieser Inhalt richtet sich an medizinisches Fachpersonal und ersetzt weder das klinische Urteil noch die Gebrauchsanweisung.
