Hämorrhoidenerkrankungen gehören zu den häufigsten anorektalen Erkrankungen und die Gummibandligatur (RBL) ist eine etablierte, minimalinvasive Praxisbehandlung für symptomatische innere Hämorrhoiden. Dabei wird ein elastisches Band an der Basis des Hämorrhoidalgewebes platziert, wodurch die Blutzufuhr unterbrochen wird, so dass sich das Gewebe ablöst und die Schleimhaut durch Fibrose fixiert wird.
Geräteentwicklung
- Ligatoren auf Pinzettenbasis erfordern einen Assistenten und das Ergreifen des Gewebes.
- Saugligatoren ermöglichen es einem einzelnen Bediener, Gewebe mit Unterdruck zu erfassen, was die Kontrolle verbessert und reduziert Beschwerden.
- Multi-Band-Systeme setzen mehrere Bänder in einer Sitzung ohne Nachladen ein und verkürzen so den Eingriff.
- Endoskopisches Banding integriert die Ligatur mit Visualisierung für ausgewählte Fälle.
Verfahrenstechnik
Die innere Hämorrhoide wird durch ein Anoskop identifiziert, Gewebe oberhalb der Zahnlinie wird erfasst, um somatische Schmerzfasern zu vermeiden, und ein oder mehrere Bänder werden eingesetzt die Basis. Die korrekte Platzierung des Bandes proximal der Linea dentatus ist der wichtigste Faktor für Komfort und Erfolg. Die Sitzungen sind in der Regel für mehrere Säulen gestaffelt.
Klinische Ergebnisse
RBL bietet eine gute Symptomkontrolle bei inneren Hämorrhoiden Grad I–III mit einem günstigen Sicherheitsprofil. Zu den häufigen geringfügigen Nebenwirkungen gehören ein Völlegefühl und leichte Blutungen; Schwerwiegende Komplikationen sind bei korrekter Technik selten. Im Laufe der Zeit kann es zu einem erneuten Auftreten kommen und eine erneute Behandlung erforderlich sein. Bei der Patientenauswahl werden Patienten mit erheblicher Koagulopathie oder Immunsuppression ohne zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen vom routinemäßigen Banding ausgeschlossen.
INVAMED-Technologien in diesem Bereich
INVAMED entwickelt Proktologie- und Hämorrhoiden-Managementgeräte; Entdecken Sie die Kategorie Hämorrhoiden- und Fistulamanagement.
Geräteverfügbarkeit und zugelassene Indikationen variieren je nach Land. Dieser Inhalt richtet sich an medizinisches Fachpersonal und ersetzt weder das klinische Urteil noch die Gebrauchsanweisung.
