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Cardiac Surgery InstrumentsJuly 6, 2023INVAMED Medical Affairs

Thoraxsperrer: Expositionstechnik in der Herzchirurgie

Wie das Design von Thoraxsperrern eine sichere Exposition in der Herzchirurgie unterstützt, mit Sternumsperrern, IMA-Sperrern und Gewebeschutz.

Jeder offene Herzeingriff hängt von einer grundlegenden Voraussetzung ab, bevor überhaupt eine Korrektur beginnen kann: Das OP-Team muss das Herz sehen und erreichen können. Thoraxsperrer sind die Instrumente, die diese Exposition schaffen und aufrechterhalten, und ihr Design hat sich erheblich weiterentwickelt, um mechanische Festigkeit mit Gewebeschutz in Einklang zu bringen. Dieser Beitrag beleuchtet, wie die Technik von Thoraxsperrern die Herzchirurgie unterstützt – von allgemeinen Sternumsperrern bis zu den spezialisierten Rahmen für die Entnahme der Arteria mammaria interna.

Was leistet ein Thoraxsperrer tatsächlich?

Nach Durchführung einer medianen Sternotomie müssen die beiden Sternumhälften auseinandergehalten und in einer festen Position fixiert werden, um dem OP-Team ein stabiles Arbeitsfeld zu bieten. Ein Thoraxsperrer erreicht dies durch einen starren Rahmen, typischerweise mit zwei Klingen, die an den inneren Sternumrändern anliegen, und einem Ratschen- oder Schraubmechanismus, der es dem Chirurgen ermöglicht, die Öffnung schrittweise und kontrolliert zu erweitern. Der Sperrer muss diese Position über die Dauer des Eingriffs, die sich über mehrere Stunden erstrecken kann, zuverlässig halten, ohne sich zu lockern oder zu verschieben.

Wie werden Sternumsperrer für Festigkeit und Kontrolle konstruiert?

Ein universeller Sternumsperrer ist so konstruiert, dass er die mechanische Last gleichmäßig über die Brustwand verteilt und dem Chirurgen zugleich präzise, schrittweise Kontrolle darüber gibt, wie weit das Sternum gespreizt wird. Übliche Konstruktionsmerkmale sind ein Ratschen- oder Zahnradmechanismus für die Feineinstellung, Klingen, die der natürlichen Krümmung des Sternumrands nachgebildet sind, sowie ein Rahmen, der starr genug ist, um einem Durchbiegen unter anhaltender Spannung zu widerstehen. Materialien werden typischerweise nach einer Kombination aus Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Verträglichkeit mit wiederholten Sterilisationszyklen ausgewählt, da chirurgische Instrumente über ihre Nutzungsdauer bei vielen Eingriffen wiederverwendet werden. Manche Sperrersysteme verfügen zudem über tischmontierte oder selbsthaltende Konstruktionen, die Personal entlasten, das andernfalls für das manuelle Halten des Sperrers benötigt würde.

Warum erfordern IMA-Sperrer ein anderes Design?

Die Entnahme der Arteria mammaria interna (IMA) – häufig durchgeführt, um ein Graftgefäß für den koronaren Bypass zu gewinnen – erfordert eine andere Exposition, als das Sternum einfach offen zu halten. Ein IMA-Sperrer wird typischerweise an einer Seite des Brustkorbs befestigt und hebt den Sternumrand in einem Winkel nach oben und außen, wodurch die Unterseite der Brustwand freigelegt wird, wo die Arteria mammaria interna verläuft. Dies schafft den spezifischen Arbeitswinkel, den ein Chirurg benötigt, um die Arterie entlang ihrer gesamten Länge vom umliegenden Gewebe zu präparieren. Da die Expositionsanforderung gerichtet und asymmetrisch ist statt eines einfachen seitlichen Spreizens, sind IMA-Sperrerrahmen im Allgemeinen anders geformt und positioniert als ein Standard-Sternumsperrer, und viele Systeme erlauben eine Anpassung des Klingenwinkels im Verlauf der Präparation entlang des Gefäßes.

Wie fließt der Gewebeschutz in das Sperrerdesign ein?

Da Sperrer über längere Zeit anhaltende mechanische Kraft auf Knochen und Weichgewebe ausüben, ist der Gewebeschutz eine wesentliche Konstruktionsüberlegung. Scharfe Kanten oder übermäßige punktuelle Belastung des Sternums können zu Knochen- oder Knorpelverletzungen beitragen, weshalb Klingenoberflächen im Allgemeinen so konturiert sind, dass sie die Kraft über eine breitere Kontaktfläche verteilen. Verstellbare Spreizmechanismen ermöglichen es dem OP-Team zudem, den Sperrer schrittweise statt abrupt zu öffnen, was im Allgemeinen als schonender für Knochen und umliegenden Rippenknorpel gilt. Manche Sperrersysteme verfügen über zusätzliche Schutzelemente, etwa gepolsterte oder beschichtete Klingenoberflächen, die den lokalisierten Druck auf das Gewebe während längerer Anwendung weiter reduzieren sollen.

Was sollten OP-Teams bei der Wahl eines Sperrersystems berücksichtigen?

Die Wahl des Sperrers hängt typischerweise vom konkreten Eingriff, der bevorzugten Technik des Chirurgen und davon ab, ob eine IMA-Entnahme geplant ist. Teams wägen zudem Faktoren wie die Handhabbarkeit während des Eingriffs, die Kompatibilität mit vorhandenen Instrumentensets und die Haltbarkeit über wiederholte Sterilisations- und Nutzungszyklen ab. Diese Entscheidungen treffen der operierende Chirurg und die chirurgische Einrichtung anhand der Verfahrensanforderungen und institutionellen Protokolle.

Wird bei jeder Herzoperation derselbe Thoraxsperrer verwendet?

Nicht zwangsläufig. Während allgemeine Sternumsperrer breit bei vielen offenen Herzeingriffen eingesetzt werden, kommen für spezifische Schritte wie die Entnahme der Arteria mammaria interna spezialisierte Konstruktionen wie IMA-Sperrer hinzu. Der genaue Sperrer oder die Kombination aus Sperrern hängt vom durchgeführten Eingriff ab.

Kann ein Thoraxsperrer das Sternum verletzen?

Jedes Instrument, das anhaltende mechanische Kraft ausübt, birgt ein gewisses inhärentes Risiko, weshalb Klingendesign und ein schrittweises, kontrolliertes Spreizen in der Sperrertechnik betont werden. Die Reduktion der Gewebebelastung während der Retraktion ist einer von mehreren Faktoren, die OP-Teams während des gesamten Eingriffs steuern.

Sind Thoraxsperrer für mehrere Eingriffe wiederverwendbar?

Viele Thoraxsperrer-Systeme sind als wiederverwendbare chirurgische Instrumente konzipiert, die zwischen den Anwendungen sterilisiert werden, wobei die konkreten Aufbereitungsanforderungen je nach Hersteller und Instrument variieren. Einrichtungen folgen der Gebrauchsanweisung des Herstellers für die korrekte Reinigung und Sterilisation.

Um die breitere Palette an Instrumenten für offene Herzeingriffe zu erkunden, besuchen Sie die Kategorieseite Herzchirurgie-Instrumente von INVAMED.


Geräteverfügbarkeit und Regulierungsstatus variieren je nach Land. Bitte wenden Sie sich an INVAMED oder Ihren autorisierten Händler vor Ort, um aktuelle Informationen zu den für Ihre Region geltenden Vorschriften zu erhalten.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

Dieser Inhalt dient der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und stellt keine medizinische Beratung dar. Beachten Sie stets die klinischen Leitlinien und die Gebrauchsanweisung.

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