Scannen Sie das Etikett nahezu jedes modernen Medizinprodukts, und Sie finden neben dem Produktnamen einen standardisierten Code. Zu verstehen, was UDI (Unique Device Identification) ist und warum es existiert, hilft Beschaffungsteams in Krankenhäusern, Vertriebspartnern und Klinikern zu verstehen, wie dieses System die Rückverfolgbarkeit entlang der globalen Lieferkette für Medizinprodukte unterstützt. Dieser Artikel erläutert das Konzept auf einer allgemeinen Ebene.
Was identifiziert UDI eigentlich?
UDI ist ein System, das einem Medizinprodukt einen eindeutigen numerischen oder alphanumerischen Code zuweist, wodurch es während der gesamten Distribution und Nutzung konsistent identifiziert werden kann. Eine UDI besteht in der Regel aus zwei Teilen:
- Ein Geräte-Identifikator (Device Identifier, DI) — ein fester Code, der spezifisch für ein Produktmodell und dessen Hersteller ist und in etwa wie die Kernidentität eines Produkts funktioniert
- Ein Produktionsidentifikator (Production Identifier, PI) — variable Informationen wie Los- oder Chargennummer, Seriennummer, Herstellungsdatum oder Verfallsdatum, die sich von Einheit zu Einheit oder von Charge zu Charge ändern
Gemeinsam ermöglichen diese Komponenten, ein bestimmtes Produkt — je nach Produktart bis hin zu seiner Fertigungscharge oder einzelnen Einheit — vom Zeitpunkt der Herstellung über die Distribution bis in den klinischen Einsatz zurückzuverfolgen.
Warum wurde UDI als regulatorische Anforderung eingeführt?
UDI-Anforderungen wurden von Regulierungsbehörden eingeführt, unter anderem im Rahmen der die geltenden europäischen Medizinprodukte-Vorschriften, um die Rückverfolgbarkeit zu verbessern, eine wirksamere Post-Market Surveillance zu unterstützen und das Risiko von Verwechslungen zwischen ähnlichen Produkten zu verringern. Vor der Einführung standardisierter UDI-Systeme konnte die Rückverfolgung eines bestimmten, in einem gemeldeten Vorfall involvierten Produkts durch die Lieferkette erheblich schwieriger sein, insbesondere über internationale Vertriebsnetze hinweg.
Mit UDI können Hersteller, Vertriebspartner und Gesundheitseinrichtungen bei einem Sicherheitsbedenken oder einer Maßnahme im Feld präziser feststellen, welche spezifischen Einheiten betroffen sind, anstatt eine gesamte Produktlinie umfassend adressieren zu müssen.
Wie erscheint UDI auf Produktkennzeichnung und Dokumentation?
UDI wird in der Regel sowohl in menschenlesbarem Text als auch in maschinenlesbarem Format, etwa als Barcode oder Data Matrix, auf Produktetiketten und Verpackungen dargestellt. Im EU-System werden UDI-Daten zudem an eine zentrale Regulierungsdatenbank (EUDAMED) übermittelt, wodurch ein zentraler Referenzpunkt entsteht, auf den Regulierungsbehörden und in manchen Fällen Gesundheitseinrichtungen für Produktinformationen zugreifen können.
Für Beschaffungs- und Bestandsverwaltungssysteme in Krankenhäusern können UDI-Daten eine effizientere Lagerverwaltung, eine genauere Reaktion auf Rückrufe und eine bessere Integration zwischen Einkaufsunterlagen und klinischer Dokumentation wie elektronischen Patientenakten unterstützen, sofern eine solche Integration umgesetzt wurde.
Warum ist UDI für Vertriebspartner und Krankenhausbeschaffung relevant?
Für Vertriebspartner ist die UDI-Konformität eine grundlegende Erwartung bei der Vertretung der Produkte eines Herstellers, und genaue UDI-Daten unterstützen reibungslosere Zoll- und Regulierungsprozesse in den von einem Vertriebspartner belieferten Märkten. Für Beschaffungs- und Materialwirtschaftsteams in Krankenhäusern unterstützt eine konsistente UDI-Kennzeichnung eine zuverlässigere Bestandsverfolgung, vereinfacht die Teilnahme an Rückruf- oder sicherheitskorrigierenden Maßnahmen im Feld und kann mit am Behandlungsort eingesetzten Barcode-Scansystemen integriert werden.
Häufig gestellte Fragen
Ist UDI in jedem Land, in dem ein Produkt verkauft wird, identisch?
Nicht notwendigerweise im Format, obwohl das zugrunde liegende Konzept ähnlich ist. Unterschiedliche Regulierungsbehörden unterhalten eigene UDI-Systeme und -Datenbanken (etwa EUDAMED in der EU), und ein international vertreibender Hersteller muss unter Umständen mehrere regionale Anforderungen erfüllen.
Ersetzt UDI die Notwendigkeit einer Gebrauchsanweisung (IFU)?
Nein. UDI ist ein Identifikations- und Rückverfolgbarkeitssystem, während die Gebrauchsanweisung (IFU) detaillierte Informationen zum Verwendungszweck, zu Anweisungen, Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen eines Produkts bereitstellt. Beide erfüllen unterschiedliche, sich ergänzende Rollen in der Produktdokumentation.
Wer ist für die Zuweisung von UDI zu einem Produkt verantwortlich?
Der Produkthersteller ist dafür verantwortlich, UDI-Codes zuzuweisen, sie auf der Kennzeichnung anzubringen und relevante Daten im Rahmen seiner umfassenderen regulatorischen Compliance-Pflichten an die zuständige Regulierungsdatenbank zu übermitteln.
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Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.
