Embolisationspartikel und Mikrosphären sind winzige, kalibrierte Materialien, die Ärzte über einen Katheter injizieren können, um den Blutfluss in einem Zielgefäß zu blockieren. Sie stellen eine von mehreren Kategorien embolischen Materials dar, das bei Embolisationsverfahren eingesetzt wird, neben Coils, Plugs und flüssigen Embolisationsmitteln. Dieser Leitfaden erklärt, was diese Partikel sind und wie Ärzte sie im Allgemeinen einsetzen.
Was genau sind Embolisationspartikel?
Embolisationspartikel sind kleine, feste oder halbfeste Materialien, die in spezifischen, kalibrierten Größenbereichen hergestellt werden, häufig in Mikrometern (µm) gemessen. Sie werden in einem flüssigen Trägermedium suspendiert und über einen Katheter in das Blutgefäß injiziert, das einen Zielbereich versorgt, wie einen Tumor oder eine Stelle mit abnormer Blutung.
Nach der Injektion bewegen sich die Partikel mit dem Blutfluss, bis sie Gefäße erreichen, die zu klein sind, als dass sie hindurchpassen könnten, wo sie sich festsetzen und den Blutfluss physisch blockieren. Je nach Material können Partikel im Laufe der Zeit auch eine lokale biologische Reaktion auslösen, die zum Verschluss beiträgt.
Aus welchen Materialien werden Embolisationspartikel hergestellt?
Zur Herstellung von Embolisationspartikeln und Mikrosphären werden mehrere Materialien verwendet, darunter:
- Polyvinylalkohol-Partikel (PVA-Partikel): unregelmäßig geformte Partikel, die bei einer Reihe von Embolisationsverfahren eingesetzt werden.
- Kalibrierte Mikrosphären: kugelförmige Partikel, die in präzisen Größenbereichen hergestellt werden und eine vorhersagbarere Ausrichtung auf Gefäßebene ermöglichen.
- Wirkstofffreisetzende oder spezielle Mikrosphären: Partikel für spezifische klinische Anwendungen, bei denen ein Arzt die Embolisation auf einen bestimmten Gefäßgrößenbereich beschränken möchte.
Der spezifische Partikeltyp, Größenbereich und die Injektionstechnik werden alle vom behandelnden Arzt anhand der Zielanatomie und des klinischen Ziels festgelegt.
Wann werden Embolisationspartikel eingesetzt?
Partikel werden bei einer Reihe von Embolisationsverfahren eingesetzt, und die konkrete Anwendung hängt stets von der ärztlichen Beurteilung ab. In der interventionellen Praxis diskutierte breite Kategorien umfassen:
- Reduktion der Durchblutung von Myomen, wie bei der Uterusmyomembolisation
- Devaskularisierung hypervaskulärer Tumoren vor einer Operation
- Behandlung bestimmter Arten abnormer Blutungen
- Selektive Embolisation bei organspezifischen Verfahren, bei denen ein distaler Verschluss kleiner Gefäße das Ziel ist
Wie unterscheiden sich Partikel von anderen embolischen Materialien?
Im Vergleich zu Coils, die vorgeformte Geräte sind, die an einem bestimmten Punkt platziert werden, sollen sich Partikel weiter stromabwärts bewegen und in kleineren Gefäßen festsetzen, was einen verteilteren, distaleren Verschluss über ein Gefäßbett hinweg ermöglicht. Im Vergleich zu flüssigen Embolisationsmitteln sind Partikel diskrete Einheiten und kein zusammenhängender fließfähiger Abguss, was beeinflussen kann, wie vollständig und gleichmäßig ein Zielgefäßbett verschlossen wird.
Die Wahl zwischen Partikeln, Flüssigembolisaten, Coils oder einer Kombination ist eine klinische Entscheidung, die der behandelnde Arzt nach Auswertung der diagnostischen Bildgebung trifft.
Häufig gestellte Fragen
Sind Embolisationspartikel dauerhaft?
Je nach Material können Embolisationspartikel einen dauerhaften, langanhaltenden Gefäßverschluss bewirken. Ob die Wirkung dauerhaft oder vorübergehend angelegt ist, hängt vom spezifischen Partikeltyp und klinischen Ziel ab und sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Verursachen Embolisationspartikel Schmerzen während des Verfahrens?
Embolisationsverfahren werden üblicherweise unter Sedierung oder Anästhesie durchgeführt, wie vom medizinischen Team festgelegt, und Patienten können während oder nach dem Eingriff ein gewisses Unbehagen verspüren. Ärzte können anhand des konkret geplanten Verfahrens besprechen, was zu erwarten ist.
Wie entscheiden Ärzte über die Partikelgröße?
Die Wahl der Partikelgröße hängt vom Zielgefäßkaliber und dem klinischen Ziel ab – zum Beispiel, ob der Arzt größere versorgende Gefäße verschließen oder einen distaleren Verschluss kleinerer Gefäße erreichen möchte. Diese Entscheidung trifft der behandelnde Arzt anhand von Bildgebung und Verfahrensplanung.
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