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Medical ProceduresFebruary 22, 2026Standard Technology

Was ist das THD-Verfahren bei Hämorrhoiden?

Entdecken Sie das Verfahren der transanalen hämorrhoidalen Dearterialisierung (THD), eine minimalinvasive und wirksame Behandlung symptomatischer Hämorrhoiden. In diesem wissenschaftlichen Blogbeitrag werden die Mechanismen, Schritte, Vorteile und wichtigen Überlegungen für Patienten, die Linderung suchen, detailliert beschrieben.

Was ist das THD-Verfahren bei Hämorrhoiden?

Einführung

Hämorrhoiden, eine weit verbreitete anorektale Erkrankung, betreffen einen erheblichen Teil der erwachsenen Bevölkerung und äußern sich in Symptomen wie Schmerzen, Blutungen, Juckreiz und Prolaps. Während die anfängliche Behandlung häufig konservative Strategien beinhaltet, sind chirurgische Eingriffe für Personen mit anhaltenden oder schweren Symptomen unumgänglich. Unter den verschiedenen chirurgischen Techniken, die zur Behandlung von Hämorrhoidenerkrankungen entwickelt wurden, hat sich die Transanale Hämorrhoiden-Dearterialisierung (THD) als minimalinvasive Option herausgestellt, die einen eindeutigen und verfeinerten Behandlungsansatz bietet. Dieses Verfahren zielt darauf ab, die Symptome zu lindern, indem es auf die zugrunde liegende Gefäßversorgung von Hämorrhoiden abzielt, anstatt Gewebe herauszuschneiden, wodurch postoperative Beschwerden minimiert und die Genesung beschleunigt werden.

Hämorrhoidenerkrankungen verstehen: Ätiologie und Klassifizierung

Hämorrhoiden sind im Wesentlichen Gefäßpolster im Analkanal, die symptomatisch werden, wenn sie anschwellen, sich entzünden oder vorfallen. Anatomisch werden sie anhand ihrer Position relativ zur Linea dentatus in interne und externe Typen eingeteilt. **Innere Hämorrhoiden**, die oberhalb der Zahnlinie entstehen, sind typischerweise von Zylinderepithel bedeckt und oft schmerzlos, können jedoch mit erheblichen Blutungen, Prolaps und Schleimausfluss einhergehen. Sie werden anhand ihres Prolapsgrades weiter eingeteilt: Grad I (kein Prolaps), Grad II (Prolaps mit spontaner Reposition), Grad III (Prolaps, der eine manuelle Reposition erfordert) und Grad IV (irreduzibler Prolaps). **Äußere Hämorrhoiden**, die sich unterhalb der Zahnlinie befinden, sind von Anoderm bedeckt und stark innerviert, wodurch sie anfällig für akute Schmerzen, Schwellungen und Thrombosen sind. Die multifaktorielle Ätiologie der Hämorrhoidalerkrankung umfasst einen erhöhten intraabdominalen Druck, chronisches Pressen beim Stuhlgang, längeres Sitzen, Schwangerschaft und eine Schwächung des stützenden Bindegewebes im Analkanal. Das Verständnis dieser Klassifikationen und Ätiologien ist entscheidend für die Auswahl der am besten geeigneten Behandlungsmethode.

Das transanale hämorrhoidale Dearterialisierungsverfahren (THD): Ein minimalinvasiver Ansatz

Die transanale hämorrhoidale Dearterialisierung (THD), auch bekannt als Doppler-gesteuerte Hämorrhoidalarterienligatur, ist eine hochentwickelte chirurgische Technik, die speziell für die Behandlung symptomatischer innerer Hämorrhoiden, insbesondere der Grade II, III und ausgewählter Grade IV, entwickelt wurde. Im Gegensatz zur herkömmlichen Hämorrhoidektomie, bei der Hämorrhoidengewebe chirurgisch entfernt wird, arbeitet die THD nach dem Prinzip, die Grundursache der Hämorrhoidenschwellung zu bekämpfen: den übermäßigen arteriellen Blutfluss zu den Hämorrhoidenpolstern. Dieser innovative Ansatz zielt darauf ab, die Gefäßverstopfung zu reduzieren, ohne ein erhebliches Gewebetrauma zu verursachen.

Der Eingriff zeichnet sich durch seinen minimalinvasiven Charakter aus und wird typischerweise unter Vollnarkose oder Regionalanästhesie durchgeführt, um den Patientenkomfort durchgehend zu gewährleisten. Ein zentraler Bestandteil der THD-Technik ist die Verwendung eines speziellen Proktoskops mit integriertem Doppler-Ultraschallwandler. Dieses fortschrittliche Gerät ermöglicht es dem Chirurgen, die Endäste der oberen Rektalarterie, die die primären Blutlieferanten für die Hämorrhoidenplexus sind, präzise zu identifizieren und gezielt anzuvisieren. Durch die genaue Lokalisierung dieser Arterien kann der Chirurg eine gezielte Ligatur durchführen und so die Integrität des umgebenden Gewebes bewahren.

Detaillierte Schritte des THD-Verfahrens

Das THD-Verfahren wird sorgfältig in einer Reihe genau definierter Schritte ausgeführt:

1. **Einführen des Anoskops und Doppler-Führung**: Der Eingriff beginnt mit der vorsichtigen Einführung eines Proktoskops, das mit einem integrierten Doppler-Wandler ausgestattet ist, in den Analkanal. Die Doppler-Sonde sendet Ultraschallwellen aus, die den charakteristischen pulsierenden Fluss des arteriellen Blutes erkennen. Während das Proktoskop systematisch im Analkanal gedreht wird, achtet der Chirurg aktiv auf deutliche Doppler-Signale, die die genaue Lage der Hämorrhoidalarterien anzeigen. Dieses akustische Feedback, oft begleitet von visuellen Hinweisen auf einem Monitor, führt den Chirurgen zu den arteriellen Zuleitungen.

2. **Arterienligatur**: Nach der genauen Identifizierung einer Arterie wird eine Naht sorgfältig um das Gefäß gelegt, wodurch der Arterienzweig wirksam abgebunden oder abgebunden wird. Durch diese präzise Ligatur wird die arterielle Blutversorgung des entsprechenden Hämorrhoidenkissens erheblich verringert, was zu dessen allmählicher Devaskularisierung, Schrumpfung und anschließendem Abklingen der Symptome führt. Dieser entscheidende Schritt wird systematisch für alle identifizierten arteriellen Zuleitungen wiederholt, typischerweise an 4 bis 6 Stellen rund um den Umfang des Analkanals, um eine umfassende Reduzierung des Blutflusses sicherzustellen.

3. **Mukopexie (falls angezeigt)**: Bei Patienten mit prolapsierenden Hämorrhoiden (typischerweise Grad III und einige Grad IV) kann gleichzeitig ein Eingriff durchgeführt werden, der als Mukopexie bezeichnet wird. Nach der Arterienligatur hebt der Chirurg das vorgefallene Hämorrhoidengewebe mit einer durchgehenden Naht vorsichtig an und positioniert es neu. Dieses Gewebe wird dann wieder in seiner anatomisch korrekten Position im Analkanal befestigt, wodurch die normale anorektale Anatomie effektiv wiederhergestellt und ein zukünftiger Prolaps verhindert wird. Dieser kombinierte Ansatz befasst sich sowohl mit der Gefäßkomponente als auch mit dem strukturellen Prolaps und bietet eine umfassendere Lösung für fortgeschrittene Fälle.

Vorteile und Überlegungen von THD: Ein umfassender Überblick

Vorteile von THD:

  • **Minimalinvasiv mit reduzierten Schmerzen**: Ein Hauptvorteil von THD ist seine minimalinvasive Natur. Im Gegensatz zur konventionellen Hämorrhoidektomie sind bei der THD keine Exzisionswunden im hochempfindlichen Anoderm erforderlich, was zu deutlich weniger postoperativen Schmerzen und Beschwerden führt. Dies führt zu einer schnelleren und angenehmeren Erholungsphase für die Patienten.
  • **Erhaltung der anorektalen Anatomie**: Das Verfahren bewahrt sorgfältig die anorektale Schleimhaut und, was entscheidend ist, den Analsphinktermuskel. Durch diese Erhaltung wird das Risiko häufiger Komplikationen, die mit aggressiveren Operationstechniken einhergehen, wie Analstenose (Verengung des Analkanals) oder Stuhlinkontinenz, erheblich reduziert, wodurch die Analfunktion langfristig erhalten bleibt.
  • **Wirksam bei der Prolaps-Behandlung**: Bei strategischer Kombination mit Mukopexie erweist sich THD als äußerst wirksam bei der Behandlung von prolapsierenden Hämorrhoiden. Die Neupositionierung des vorgefallenen Gewebes in Verbindung mit der Verringerung des Blutflusses berücksichtigt sowohl die symptomatischen als auch die anatomischen Aspekte der Erkrankung.
  • **Ambulantes Verfahren**: In vielen Fällen kann die THD als ambulantes Verfahren durchgeführt werden, sodass die Patienten noch am selben Tag nach Hause zurückkehren können, was zu ihrer Attraktivität als weniger störende Behandlungsoption beiträgt.
  • **Niedrigere Rezidivraten**: Studien haben gezeigt, dass THD bei entsprechend ausgewählten Patienten günstige Langzeitergebnisse mit relativ niedrigen Rezidivraten bietet.

Überlegungen und potenzielle Risiken:

Während THD im Allgemeinen als sicheres und wirksames Verfahren angesehen wird, ist es wie bei jedem chirurgischen Eingriff wichtig, potenzielle Überlegungen und Risiken zu berücksichtigen. Dazu können leichte Blutungen, vorübergehende Beschwerden, ein Gefühl der Dringlichkeit oder in seltenen Fällen eine Infektion gehören. Für Personen mit Hämorrhoidensymptomen ist es von größter Bedeutung, ein umfassendes Gespräch mit einem qualifizierten medizinischen Fachpersonal zu führen. Diese Konsultation ermöglicht eine gründliche Beurteilung ihres spezifischen Zustands, eine detaillierte Erläuterung aller verfügbaren Behandlungsoptionen und eine fundierte Entscheidung über die am besten geeignete Vorgehensweise unter Abwägung der potenziellen Vorteile gegenüber den damit verbundenen Risiken. Dieser Blogbeitrag dient nur zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar. Wenden Sie sich zur Diagnose und Behandlung immer an einen Arzt.

Schlussfolgerung

Die transanale hämorrhoidale Dearterialisierung (THD) stellt einen bedeutenden Fortschritt in der modernen Behandlung symptomatischer Hämorrhoiden dar. Durch die gezielte gezielte arterielle Blutversorgung der Hämorrhoidalpolster und, wenn klinisch indiziert, die Behandlung von Prolaps durch die Technik der Mukopexie bietet THD einen anspruchsvollen, minimalinvasiven Ansatz. Diese Methode ist im Vergleich zu traditionelleren chirurgischen Modalitäten mit günstigen klinischen Ergebnissen, geringeren postoperativen Beschwerden und einer schnelleren Rückkehr zu normalen Aktivitäten verbunden. Der Schwerpunkt auf der Erhaltung der anorektalen Anatomie unterstreicht seine Vorteile zusätzlich. Wie bei jedem medizinischen Eingriff ist eine gründliche und individuelle Beratung mit einem Gesundheitsdienstleister unerlässlich, um die Eignung einer THD festzustellen und die potenziellen Vorteile und Überlegungen, die für die individuellen klinischen Umstände jedes Patienten relevant sind, vollständig zu verstehen.

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