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Neuro, Spine & CranialJanuary 15, 2020INVAMED Medical Affairs

Wirbelkörperkompressionsfraktur: Ein Überblick

Wirbelkörperkompressionsfraktur im Überblick: Ursachen, Symptome und minimalinvasive Verfahren, die Ärzte als Behandlungsoptionen in Betracht ziehen.

Eine Wirbelkörperkompressionsfraktur tritt auf, wenn ein Wirbel — einer der Knochen, die die Wirbelsäule bilden — zusammenbricht oder an Höhe verliert, häufig aufgrund einer geschwächten Knochenstruktur. Dieser Überblick erläutert die häufigen Ursachen, typischen Symptome und das Spektrum der Behandlungsansätze, die Ärzte in Betracht ziehen, von der konservativen Behandlung bis zu minimalinvasiven Verfahren.

Was verursacht Wirbelkörperkompressionsfrakturen?

Wirbelkörperkompressionsfrakturen können auf mehrere zugrunde liegende Faktoren zurückzuführen sein:

  • Osteoporose — die häufigste Ursache, insbesondere bei älteren Erwachsenen, bei denen eine verringerte Knochendichte die Wirbel anfälliger für Frakturen macht, selbst bei alltäglichen Aktivitäten oder leichten Stürzen
  • Trauma — höherenergetische Verletzungen wie Stürze aus großer Höhe oder Verkehrsunfälle können Wirbel auch bei Personen mit normaler Knochendichte brechen
  • Pathologische Ursachen — bestimmte Tumore oder metastasierende Erkrankungen können den Wirbelknochen schwächen und ihn dadurch anfälliger für Frakturen machen

Da osteoporosebedingte Frakturen bereits bei minimalem Trauma auftreten können, erinnern sich manche Patienten möglicherweise nicht an ein konkretes Verletzungsereignis, und die Fraktur wird gegebenenfalls zufällig bei einer aus anderen Gründen durchgeführten Bildgebung entdeckt.

Welche Symptome sind mit diesen Frakturen verbunden?

Zu den häufigen Symptomen zählen lokalisierte Rückenschmerzen, die sich beim Stehen, Gehen oder bei Lageveränderungen verschlimmern können, sowie in manchen Fällen ein spürbarer Höhenverlust oder eine verstärkte Wirbelsäulenkrümmung (Kyphose), wenn im Laufe der Zeit mehrere Frakturen auftreten. Nicht alle Kompressionsfrakturen verursachen erhebliche Symptome, und manche werden nur durch eine aus anderen Gründen durchgeführte Bildgebung entdeckt.

Welche Behandlungsansätze ziehen Ärzte in Betracht?

Die Behandlung erfolgt in der Regel stufenweise, basierend auf Symptomschwere und Frakturmerkmalen:

  • Konservative Behandlung — einschließlich Schmerzmanagement, Orthesenversorgung und Anpassung der Aktivität, ist bei stabilen Frakturen mit beherrschbaren Symptomen häufig der erste Ansatz
  • Vertebroplastie — ein minimalinvasives Verfahren, bei dem Knochenzement in den frakturierten Wirbel injiziert wird, um ihn zu stabilisieren
  • Kyphoplastie — eine verwandte minimalinvasive Technik, bei der ein Ballon verwendet wird, um vor der Zementinjektion einen Hohlraum im Wirbel zu schaffen, mit dem Ziel, vor der Stabilisierung einen Teil der Wirbelhöhe wiederherzustellen
  • Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung — die Behandlung der Osteoporose selbst durch Bewertung und Management der Knochengesundheit ist eine wichtige ergänzende Überlegung, die typischerweise mit einem Hausarzt oder Endokrinologen koordiniert wird

Die Wahl der Behandlung hängt vom Alter der Fraktur, dem Schweregrad, der Persistenz der Symptome und der allgemeinen Knochengesundheit ab und wird individuell von einem Arzt bestimmt. Alle Verfahren, einschließlich minimalinvasiver Techniken zur Wirbelaugmentation, bergen inhärente Risiken, die mit dem behandelnden Arzt besprochen werden sollten.

Warum ist eine zeitnahe Abklärung wichtig?

Da Wirbelkörperkompressionsfrakturen die Körperhaltung, Mobilität und Lebensqualität beeinträchtigen können und da sie auf umfassendere Knochengesundheitsprobleme wie Osteoporose hinweisen können, empfehlen Ärzte im Allgemeinen eine zeitnahe Abklärung neuer oder sich verschlechternder Rückenschmerzen, insbesondere bei älteren Erwachsenen oder Personen mit bekannten Risikofaktoren.

Häufig gestellte Fragen

Werden alle Wirbelkörperkompressionsfrakturen durch Osteoporose verursacht?

Nein. Osteoporose ist zwar die häufigste Ursache, aber Kompressionsfrakturen können auch durch Trauma oder, seltener, durch eine pathologische Schwächung des Knochens infolge von Tumoren entstehen. Ein Arzt kann durch Bildgebung und klinische Untersuchung helfen, die zugrunde liegende Ursache zu bestimmen.

Erfordern alle Kompressionsfrakturen ein Verfahren wie Vertebroplastie oder Kyphoplastie?

Nein. Viele stabile Kompressionsfrakturen werden zunächst konservativ mit Schmerzkontrolle, Orthesenversorgung und Anpassung der Aktivität behandelt. Minimalinvasive Verfahren werden im Allgemeinen dann erwogen, wenn konservative Maßnahmen die Symptome nicht ausreichend kontrollieren.

Kann eine Wirbelkörperkompressionsfraktur erneut auftreten?

Personen, die bereits eine osteoporotische Kompressionsfraktur erlitten haben, können ein erhöhtes Risiko für zukünftige Frakturen aufweisen. Dies ist einer der Gründe, warum Ärzte häufig betonen, dass neben der Behandlung der akuten Fraktur auch die zugrunde liegende Knochengesundheit beurteilt und behandelt werden sollte.

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Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und Aufklärung und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Er ersetzt nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachkraft. Indikationen, Verfügbarkeit und regulatorischer Status der Produkte variieren je nach Land. Beachten Sie stets die offizielle Gebrauchsanweisung (IFU) und konsultieren Sie für eine auf Ihre Situation bezogene Beratung einen zugelassenen Arzt. INVAMED-Produkte sind für die Verwendung durch geschultes medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Geprüft von: INVAMED Medical Affairs

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